Für heute peilen wir den Besuch des „Næstved Automobil-, Nostalgie- & Sammlermuseum“ 1, Dänemarks größte private Sammlung an. Aufbruch ist nach dem Ausschlafen und dem Frühstück.
Vor bzw. zum „Frühstück“ gab es aber noch zwei Überraschungen. Ich habe gestern über die Behandlung meiner Wunde mit Betaisodona berichtet und heute früh wollte ich nach dem Aufstehen die Socken wechseln und war als ich mir die Wunde angeschaut habe sehr überrascht. Zum Einen konnte ich die Wundauflage von der Wunde abnehmen ohne das sie irgendwie an meinem Bein geklebt und ich etwas von dem Schorf abgezogen habe, zum Anderen habe ich das Gefühl, das die mittlere Wunde deutlich kleiner geworden ist, ohne das sich über der Wunde Schorf gebildet hat. Also scheint der Weg erfolgreich zu sein und ich werde das so weiter machen.
Anschließen hab ich Mails durchgesehen und endlich hat sich Westfield gemeldet. Sie haben uns angeboten, den defekten Schlauch am Montag in Deutschland los zu schicken, können aber keine Versandlaufzeit garantieren. Und auf weitere Nachfragen habe ich erfahren, das wir das Vorzelt nach der Rückkehr nach Deutschland an Westfield zur Reparatur ins Service Center einschicken müssen. Also haben wir beschlossen, das wir nach Rückkehr das Vorzelt einschicken und den Austausch des defekten Fußes zusammen mit der Reparatur direkt beim Hersteller durchführen lassen. So wie es aussieht, werden wir, wenn wir im Herbst noch eine Woche Urlaub machen, diesen ohne die Jungs machen und dann kommen wir auch ohne Vorzelt aus. Preis für den defekten Schlauch haben sie uns schon genannt: knapp 50 €.
Dann habe ich auch noch fix eine dienstliche Mail überflogen und mit ein paar ersten Anmerkungen antworten können.
Kommen wir nun aber zum Museum: Wie habe ich es beim Verlassen zu dem Mitarbeiter bzw. Eigentümer der Sammlung gemeint: Ein Gemischtwarenladen, vergleichbar mit Husqvarna, wie wir 2019 im Husqvarna Museum in Jönköping – Ortsteil Husqvarna 2 lernen durften.
Ein paar Ausstellungstücke möchte ich euch im Detail vorstellen:






- Das erste Fahrzeug das wir uns anschauen konnten war ein 480er Volvo, „Das Prinzenauto“. Der Volvo wurde von 1986 bis 1995 im niederländischem Werk gebaut. Kronprinz Frederik bekam an seinem 18. Geburtstag im Jahr 1986 den ersten Volvo 480 mit dänischen Nummernschildern, weshalb dieses Volvo-Modell den Spitznamen „Das Prinzenauto“ erhielt. Bei mir hat das Fahrzeug aber auch Erinnerungen hervorgerufen. Meine Mutter hatte auch den Unterlegkeil und ich bin oft mitgefahren, denn als ich dann den Führerschein fürs Auto hatte, war das Fahrzeug bei meiner Mutter schon vom MG abgelöst worden. Img_4722

- Was ich auch nicht wusste, der VW K70 ist eigentlich ein NSU. NSU hatte den K70 als Nachfolger des Ro 80 3 entwicklet. Der Ro 80 hatte durch seinen Wankelmotor und die Probleme die der Betrieb dieses Motor mit sich brachte, unrühmliche Berühmtheit gewonnen. Da VW aber zuvor das NSU Werk übernommen hatte, wurde der NSU K70 gleich als VW K70 vorgestellt.





- Neben Autos musste man in dem Gemischtwarenladen auch auf Kleinigkeiten achten, z.B. ist das Kino in dem unter anderem Laurel und Hardy gezeigt wurde ein lastenfahrstuhl, der nicht mehr in Betrieb war, und an einem Feuerwehrfahrzeug fanden wir auch einen kleinen Comic zum Thema Feuerwehr:
- Enkel: Opa… warum ist ein Feuerwehrauto rot?Opa: Das liegt daran, dass es 6 blaue Lichter hat und 6 Männer im Auto sind, das macht zusammen 12…Opa: – Und wenn es in Dänemark 12 Uhr ist, ist es 11 in England, und Englands Königin heißt Elizabeth. Und Elizabeth ist der Name eines Schiffes, und das Schiff fährt auf dem Meer…Opa: – Und im Meer gibt es Fische, und Fische haben Flossen, und die Nachbarn der Finnen sind Russen, und Russen sind rot… deshalb ist ein Feuerwehrauto rotOpa: Also halt verdammt noch mal den Mund, Kleiner..!

- Auch in diesem Museum bin ich wieder über das Thema Holzvergaser gestoßen. In den Erläuterungen wurde auch zu den Nachteile von Gasgeneratoren berichtet:
- Geringere Leistung: Holzgas hatte einen niedrigen Energiegehalt, was bedeutete, dass die Fahrzeuge 30–40 % weniger Leistung hatten als benzinbetriebene Fahrzeuge.
- Umständlichkeit: Die Autos erforderten häufige Stopps, um neues Holz nachzulegen und im Brennstoff zu „stochern“, was das Vorankommen langsam und beschwerlich machte.
- Verschmutzung: Die Technologie führte zudem zu einer starken Verschmutzung.
- Sowohl im EG als auch im Obergeschoss wurden jeweils ein Trabbi ausgestellt. Zu dem ersten schreibt das Museum ergänzend Dieses Auto hier ist meines Wissens nach Dänemarks einzige selbstfahrende Briefmarkensammlung. IMG_4771.JPG

- Darüber hinaus wurden auch verschiedene erste Elektroautos, Vorreiter ihrer Zeit vorgestellt. So z.B. der Ellert, Mini-El, […] ein dänisches dreirädriges Elektrofahrzeug, das im Werk von El – Trans A/S in Randers produziert wurde. Das Projekt wurde erstmals 1982 von Ingenieur Steen Volmer Jensen (17.4.1942 – 31.12.2010) als „Mini-El“-Prototyp vorgestellt. Der Ellert war für den Nahverkehr gedacht und wurde von Anfang an nicht als Auto, sondern als „dreirädriges Fahrzeug“ charakterisiert, als Ergänzung zum Auto und als Alternative zu Teilen des öffentlichen Nahverkehrs. Hier im Museum ist das Fahrzeug mit Kugelschreibern gefüllt, siehe folgendes Bild IMG_4786.JPG

- -Der Kewet El – Jet 3 ist ein Elektroauto, das seit 2007 unter dem Namen Buddy von Elbil Norge A/S in Oslo in Norwegen hergestellt wird. Das Auto hat eine Reichweite von zwischen 50 und 80 Kilometern, bevor es aufgeladen werden muss, und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 80 km/t. Mit Li-Ion-Batterien beträgt die Reichweite etwa 150 Kilometer. Der Rahmen ist aus galvanisiertem Stahl hergestellt, während seine Karosserie aus GFK (GRP) besteht. Die Produktion wurde danach für ein Paar Jahre nach Nordhausen in Deutschland verlegt, bevor sie zurück nach Hadsund zog. Knapp über 1000 Elektroautos wurden in fünf Entwicklungsstadien produziert, die in 18 Ländern verkauft wurden. IMG_20260807_145612_218.jpg

Danach mussten wir noch einkaufen, und geli und Nils hatten sich die Tage schon unterhalten, das sie diesen Urlaub bisher keinen Dollar Store oder wie er in Dänemark heißt Big$Dollar besucht haben. Den hatte Nils ganz in der Nähe zum Museum gefunden und im Dollar Store habe ich dann in der Werkzeugabteilung eine Kombination aus einer Malerstange und einem Flächenwischer näher analysiert. Diese Kombination könnte doch unser Problem mit der Ersatzstütze lösen. Wir haben keine Punktauflage sondern eine Flächenauflage, die dann nicht durch die Zelthaut stechen kann. Ich bin auch von der Lösung nicht überzeugt, aber auch heute treibt mich meine Familie vor sich her und versucht mir zu zeigen, das meine Ideen gar nicht so dumm sind, wie ich sie selbst einstufe.





Im Dollar Store bekommt man zwar noch Chips oder Fisherman’s Friend aber kein Abendbrot. Das haben wir dann erst im Rema und anschließend im Coop gefunden. Der Coop war in einer Ladezeile im EG einer Wohnanlage. Dort haben wir dann auch noch eine Knopfzelle für die Parkuhr bekommen.
Anschließend ging es zum Wohnwagen und dort über in das allabendliche Programm. Leider aber ist heute schon die dritte Woche rum und es ist Fr. also OV abend. Gegen 23:00 Uhr haben wir dann noch zwei SSB Verbindungen gemacht, denn heute sind die Bänder irgendwie gegen mich, wobei mühsam nährt sich das Eichhörnchen .. doch 50 Verbindung … Also gute Nacht …