Heute morgen hat sich geli bereits vor dem Frühstück den Wetterbericht angeschaut, denn leider ist das Vorzelt mit der Provisorischen Stütze nicht so stabil und äußerst gefährdet, weiteren Schaden zu nehmen, wie wir leider heute auch noch feststellen mussten.

Daher hat vor allem geli dann entschieden, heute wird es einen „faulen Urlaubstag“ rund ums Vorzelt geben. Für Sjælland hatte Nils zwar noch zwei Museen am Infoterminal vom Campingplatz raus gesucht. Da wir noch drei Tage hier haben, können wir uns noch einen faulen Tag leisten war die Aussage von geli zu dem Thema.

Gut also bleiben wir heute am Wohnwagen und sichern das Vorzelt gegen den auffrischenden Wind, der auch noch von massiven Böhen begleitet werden soll. Da ich wegen meiner Wunde am Bein Wasser zur Zeit meide, kommt auch mein geliebtes Duschen viel zu kurz. Das muss aber mal wieder sein, und da ich gestern Abend entschieden hatte, die Wunde mit Betaisodona einzureiben und die Strümpfe über Nacht zu tragen, hatte sich der Lymphschorf eh schon wieder abgelöst und damit konnte ich mit Duschen nicht zu viel kaputt machen.

Und wenn ich schon Duschen gehen will, dann kann ich auch mal schauen, wie sich das Ostseewasser an den Füßen anfühlt. Weiter hoch sollte ich es aber nicht an meine Beine ran lassen, das die ordentlich verschorften und inzwischen hoffentlich abheilenden Stellen nicht wieder auf gehen. Sowohl auf dem Hin-, als auch auf dem Rückweg zum Meer haben geli und ich uns die anderen Vorzelte angeschaut und sind zu dem Entschluss gekommen, je mehr Abspannungen auch am Vorzelt rundherum angebracht sind, umso stabiler stehen die Vorzelte. Also haben wir überlegt, das es für den angekündigten Strum auch bei uns besser ist, mehr Abspannungen am Vorzelt anzubringen.

Während ich Duschen gegangen bin, hat geli mit Nils die Anzahl der Abspannungen erhöht, was gefühlt etwas gebracht hat, aber da wir ja schon einen Schaden haben nicht so viel, wie ich mir erhofft habe. Und dann brach der Wind auf uns ein und hat trotz unserer Bemühungen das Vorzelt immer wieder hin und her geschüttelt bis plötzlich die provisorische Stütze nicht mehr an ihrer Stelle stand sondern verrutscht war und unter dem Zeltdach hing. Ich habe es noch gesehen doch bis ich reagieren konnte oder Nils 1 realisiert hatte was da droht zu passieren, war es auch schon passiert, wir haben jetzt auch noch ein Loch im Zeltdach.

Nun war guter Rat teuer, aber erst mal muss Panzerband herhalten und das richten, und dann müssen wir daheim schauen, ob wir neben den neuen Inleinern für die Säulen auch den Riss noch flicken lassen können oder ob unser Vorzelt seit heute ein neues Erkennungsmerkmal hat, einen Flicken aus Panzertape. Für den Rest des Tages hat dann Nils einen recht unbequemen Platz freiwillig eingenommen und die defekte Stütze mit seinem Stuhl gesichert. Aber auch die Sicherung hat nicht verhindern können, das das Vorzelt am Heck des Wohnwagens in dem Bogen aus der Kederschiene raus ist.

Gegen Abend, hat leider der Wind immer noch nicht so abgenommen, wie uns das Wetterradar hatte hoffen lassen. Im der nächsten Beratschlagung wurde also abgestimmt, das wir nach dem jetzt folgenden Abendessen das Vorzelt aufräumen und abbauen, damit es nicht weiter schaden nimmt.

Den Plan fand Petrus dann doch nicht angemessen und hat ihn noch während Nick das Abendbrot auf dem Grill hatte verworfen indem er eine runde Wasser über dem Campingplatz ausgegossen hat. Gut, dann doch Plan B heute Abend die Provisorische Stütze raus und damit wir uns nicht versehentlich einsperren wenn das Vorzelt zusammen bricht, muss der letzte die Tür zum Vorzelt offen bleiben. Gut das wir nicht Frühjahr oder Herbst haben und die Heizung brauchen.

Das Interessante war dann zum Schluss noch, das nach dem Regen erst mal der Wind richtig abgeflaut hat und wir hoffen durften, das wir jetzt eine ruhige Nacht haben werden. Aber was haben wir in dem Urlaub gelernt? Richtig, die Hoffnung stirbt zuletzt aber sie stirbt ganz sicher.

  1. der näher dran war[]

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