Nach nunmehr drei Jahren wollen wir uns heute den Fortgang der Arbeiten am Fehmarnbelt-Tunnel auf der dänischen Seite bei Rødbyhavn anschauen. Dieser Ausflug ist als Tagesausflug geplant. Wir werden ihn wieder am Besucherzentrum beginnen, nur dass es inzwischen vom Besucherzentrum zur Aussichtsplattform „der Pfeil“ einen knapp 2 Kilometer langen Fußweg gibt, der über den alten Bahnhof durch das entstandene Naturschutzgebiet zur Baustelle führt.
Aufgebrochen sind wir nach dem Frühstück, so gegen 11:30 Uhr und da wir uns die Landschaft anschauen wollten, nicht über die Autobahn, sondern die knapp 20 Kilometer über die Bundesstraße. Ich hatte euch gestern berichtet, dass das Auto gezickt hat und meinte, die Batterie wäre schwach. Dies konnte Nils heute Morgen nicht verifizieren. Gott sei Dank ist das Auto sofort ordnungsgemäß angesprungen.




Während sich im Besucherzentrum nicht viel verändert hat, hat sich in Bezug auf die Landschaft und der Fortgang auf der Baustelle massiv etwas getan. Aber schaut euch dazu die folgenden Bilder an.
Leider mussten wir mit dem Fotos machen irgendwann aufhören, denn jetzt ist auch der dritte Akku leer und Nick, der eigentlich die ersten zwei schon lange wieder aufgeladen in der Fototasche haben sollte, hat bisher immer das Aufladen vergessen. Und jetzt reicht der Strom nicht mehr für den gesamten Spaziergang und gerade noch so für die Baustelle.




Beim Nachkaufen von zwei weiteren Akkus zur Kamera habe ich auch ein neues USB-Doppelladegerät mit beschafft. Dieses Ladegerät war im Rucksack am Auto und so konnten wir schon auf der Rückfahrt ein wenig nachladen und die Kamera, wenn auch weiterhin eingeschränkt, wieder für Bilder am Bahnhof benutzen.
Die Eisenbahnstrecke ist grundsätzlich fertig, nur noch nicht elektrifiziert und wenn ich mir diesen Bahnhof von Rødby anschaue, stellt sich mir die Frage, warum war es nicht möglich, einen vergleichbaren Bahnhof, oder ist es vielleicht auch nur einen Haltepunkt, in Wümbach an die ICE Strecke zu bauen. Die mittleren beiden Gleise, rechts und links, durch einen Zaun abgegrenzt, sind Durchfahrtsgleise, die voraussichtlich mit voller Geschwindigkeit befahren werden. Rechts und links das Gleis liegt jeweils am Bahnsteig.




Der Bahnhof befindet sich mitten im Nirgendwo, so dass man auf der Seite Fahrtrichtung Kopenhagen eine kleine Umfahrung mit Bushaltestelle gebaut und auf der Seite Fahrtrichtung Fehmarn einige Parkplätze vorgesehen hat.
Bevor wir allerdings Rødbyhavn verlassen und über den Bahnhof zurück nach Maribo gefahren sind, haben wir im inzwischen errichteten Rema ein letztes Mal unsere Vorräte aufgestockt. Wie wir beim Abendessen feststellen mussten, werden wir zwar morgen für einige Kleinigkeiten noch mal los müssen, aber im Grundsatz haben wir alles bis zum Urlaubsende da.



Ihr fragt euch sicher auch, was mit meinem Paket passiert ist, auf das Hannes heute warten sollte. Ja, das Paket hätte in bar und passend bezahlt werden müssen, und wer hat schon Komma irgendwas, passendes Bargeld zur Hand. Also hat die Post das Paket wieder mitgenommen und ich durfte Hannes noch einen Vollmacht ausstellen, damit er das Paket in den nächsten Tagen im Paket Shop abholen kann.
