Leider sind gestern die gewünschten drei QSO nicht mehr ins log gekommen und ich habe mich entschieden heute früh vor und während des Frühstücks noch ein bisschen Betrieb auf 40 m zu machen. So konnten wir mit der gewünschte QSO Anzahl heute früh noch vor dem Umzug den Rekord für Funken vom Wohnwagen aus 2025 brechen. 1528 QSO’s in 3 Wochen.

Dann nach dem Frühstück hieß es wieder mal abbauen und packen für den Umzug. In gewohnter Routine verschwindet Nick zum Spülen, leider heute nicht ganz so schnell wie beim letzten mal, Nils und ich machen klar Schiff im Vorzelt jetzt halt noch etwas aufwendiger da Funk und ein Teil der Laptops noch verladen werden müssen. Geli kümmert sich um den Innenraum so wie um das Abwasser.

Der letzte Schritt ist eigentlich immer erst der Abbauen des Vorzeltes. Dies mussten wir heute etwas beschleunigen. Denn zum einen, nachdem alle Abspannungen und Heringe entfernt waren, fing das Vorzelt an Luft zu lassen und sich ein schon zusammenzuklappen. Zum anderen, nachdem die provisorische innere Stange ausgebaut war, pfiff es dann richtig ab. Wir haben alles zügig zerlegt, und auch aus der Kederschien ging es gut raus. Es war beim Sturm an der 90° Rundung am Heck des Wohnwagens bereits raus gewesen, was meist das ausfädeln aufwändiger macht. Da uns dieses Problem inzwischen aber auch geläufig ist, haben wir uns gleich entschieden, das Zelt nicht vorn sondern hinten aus der Schiene zu ziehen.

Da ich durch den Schaden an der zweiten Säule die Querstreben anders angeschlossen hatte, habe ich mich entschieden, diese vor dem Zusammenlegen aus dem Vorzelt auszubauen, und getrennt in der Tasche zu verpacken. Beim Ausbau ist mir aufgefallen, dass leider nicht nur die zweite Stütze geplatzt war, sondern auch der Anschluss der Querverstrebung an der ersten Stütze nicht mehr richtig eingebaut ist. Dadurch kommt es zu weiteren massiven Vorschädigungen, und da wir das Vorzelt nach dem Urlaub zur Reparatur zum Hersteller einschicken wollen, haben Nils uns ich entschieden, das das Vorzelt am nächsten Campingplatz nicht wieder aufzubauen.

Komme ich hier an der Stelle noch mal zu einer kurzen Fehlerbeschreibung. So ein Luftfuß besteht aus drei Teilen. Zum einen eine Kunststoff Luftsack, luftdicht, das ist der, der in der Mitte der zweiten Säule geplatzt ist. Dann eine robuste Stoffmantel, in der der Inliner eingelegt ist, und die mechanisch Form vorgibt und wenn der Inliner auf Druck gebracht wird, eine stabile Säule ergibt. In diesem Stoffmantelung sind für die Anschlüsse, sowohl für die Einlassöffnungen, als auch die Übergänge in die Querverbindung, Kunststoffringe zur Verstärkung bzw. als Verchraubung eingenäht. Und genau dieser Kunststoffring ist an der ersten Säule im Anschlussbereich der Querverbindung mehrfach gebrochen, daher kein geschlossener Ring mehr. Durch diesen Fehler drückt sich hier der Inliner aus dem Mantel heraus. Im Aufbau kommt darüber ein am Zelt vernähter weiterer Mantel aus dünnem Zeltstoff, um die Säulen in Position zuhalten.

Einen weiteren Punkt zum Aufbau möchte ich hier noch ergänzen. Zwischen den vier Säulen gibt es Querstreben, die über die Säulen mit Luft gefüllt werden, und die auch die benachbarten Säulen mit Luft füllen, sodas man das Vorzelt an einer Säule befüllen kann. Die Säulen haben in Richtung der Querverbindungen Ventile, die selbsttätig schließen sollen, wenn die Querverbindung fehlt oder geöffnet wird. Die Querverbindungen selber haben keine Ventil-Einsätze. Daher hatte ich mir zum zu koppeln von zwei Querverbindugen, den Ventilsatz an einer Querverbindungen mit Teilen aus dem defekten Schlauch etwas umgebaut. Die Ventile sitzen in einem Innengewinde im Schlauch und werden selbst mit Außengewinde und Überwurfmutter zusammengefügt. Heute beim Zerlegen ließen sich aber die Überwurfmuttern nicht lösen, sodass wir an einer nicht dafür vorgesehenen Stelle die Ventilsätze aus den Querverbindung geschraubt haben. Das Ganze muss ich mir in Ruhe zu Hause anschauen und dann vorsichtig in den Ursprungszustand bringen, bevor wir es zur Reparatur einschicken.

Nachdem wir dann das Vorzelt und alles andere Verladen hatten, sind wir mit einer geduldeten Verspätung vom Campingplatz aufgebrochen. Zwischen den Campinplätzen ist wieder TobbY gefahren, während sich geli schon angemeldet hat, auf der Rückfahrt die Stauträchtige Strecke über Fehmarn bis hinter Hamburg zu fahren und Nils den Rest in Deutschland übernehmen möchte. Unterwegs haben wir dann mit Oma telefoniert und die Neue Brücke zwischen Sjælland und Falster getestet. Es war unspektakulär, nur da sie noch so neu ist, musste man an der Zu- und Abfahrt etwas aufpassen, wie man hier fahren muss. Die Brücke ist für den PKW Verkehr sowie für Fußgänger und Radfahrer schon in Betrieb, die Eisenbahnbrücke folgt in einigen Wochen.

Am Campingplatz angekommen wurde der Wohnwagen ausgerichtet und die Jungs haben den weitern Aufbau übernommen. Währenddessen sind geli und ich noch mal aufgebrochen um im Harald Nyborg 1 ein Sonnensegel für den Wohnwagen zu besorgen. Darüber hatten wir schon vor ein paar Tagen nachgedacht, uns dann aber für die Stütze entschieden. Da wir jetzt aber sicher sind, das es für diesen Urlaub kein Vorzelt mehr gibt, und wir ohne Vorzelt nicht mit unserem Kram hinkommen, blieb uns keine Alternative.

Hier in Maribo gibt es zwar auch einen Harald Nyborg, der hat aber laut Webseite das Sonnensegel nicht vorrätig sodass wir knapp 30 km nach Nakskov gefahren sind um dort eins zu bekommen. Ach wird das wieder eine Umstellung werden, wenn man am Sonntag nicht fix mal ein Ersatzteil oder das Abendbrot besorgen kann. Ihr habt richtig gelesen, wir haben nicht nur das Sonnensegel, sondern auch gleich das Abendbrot mit besorgt.

Unterwegs mussten wir auch noch tanken, denn am Campingplatz angekommen meinte das Auto maximal noch 24 Kilometer. Das haben wir dann gleich als erstes gemacht und dann kaum über die Autobahn rüber habe ich auf der rechten Seite einige Feuerwehrfahrzeuge stehen gesehen. Auf dem Rückweg sind wir hier noch mal eingebogen, denn das ist die Lolland-Falster Brandvæsen (Feuerwehr von Lolland und Falster2 ). Und wie ich jetzt gelesen habe, hat sich die Region Lolland-Falster von Falck getrennt und betreibt die Feuerwehren ab 1.1.2028 wieder vollständig in eine eigener Regie, aktuell werden noch 9 der 15 Stationen von Falck im Auftrag betrieben.

Zurück am Wohnwagen, wurde das Auto sehnlichst erwartet, damit die Antenne auf dem Dach endlich abgestimmt und das neue Sonnensegel eingehängt werden kann, damit wir wenigstens ein wenig Überdachung über die Dinge bekommen, die über Nacht draußen stehen bleibt müssen. Da das Sonnensegel aber nur 2 m schmal ist, hat Nils uns gefragt, warum wir nicht gleich 2 mitgebracht haben. Aber auf die gute Idee sind wir leider nicht gekommen. Hoffen wir mal, das wir morgen nicht zu viel Wasser von oben bekommen, dann sollte das alles einigermaßen passen.


Recht spät am Abend, geli war schon im Bett, kam ein Wohnmobil aus der Gegen um Tutlingen noch hier auf dem Campingplatz an. Die Familie ist das zweite mal in ihrem Leben, aber das erste mal mit diesem gemieteten WoMo unterwegs. Sie kamen zu uns vor gelaufen, da wir, bis auf geli durch das fehlende Vorzelt vor dem Wohnwagen saßen. Sie fragten, ob es beim Strom was zu beachten gibt, sie würden keinen Strom bekommen. Nick und ich sind daraufhin mal mit zu ihrem Stromanschluss gelaufen und haben das Problem innerhalb von Minuten gesehen. Der CEE Stecker war nicht richtig in der Dose eingesteckt. Verdrehen kann man diese Stecher nicht, aber man kann ihn nicht tief genug einstecken 3 Das Problem war schnell behoben und danach haben wir uns über den Campingurlaub noch für eine Stunde gut unterhalten.­ Sie sind erst frühs gestartet und wollen weiter bis nach Südschweden. Wir haben dann noch ein wenig über unsere Schwenden Erfahrungen berichtet und auch über die generellen Erfahrungen im Campingurlaub. War eine nette und Stunde mit etwas Abwechselung. Auf dem Rückweg hat sich Nick dann gleich ins Bett verabschiedet.

  1. einem Baumarkt[]
  2. https://www.lfbv.dk/[]
  3. Es fehlten gut 20 mm und damit hatte er keinen Kontakt.[]

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