Heute gab es zwischendurch bis zu drei unterschiedliche Handlungsstränge, denn heute hat nahezu jeder sein Ding gemacht. Als TobbY vor dem Frühstück gefragt hat, was wir denn heute unternehmen wollen, ist er von der noch stärker angeschlagenen geli ziemlich schroff abgefertigt worden. Sie sei nicht die Reiseleitung und wir können doch auch mal Vorschläge machen.
Also bin ich erst mal aufgestanden, habe den Hund Hund sein lassen, selbst den Kaffee angeschaltet und anschließend beim Morgenschiss die Glaskugel befragt, was man denn im Umfeld von Arnheim so alles besichtigen / besuchen könne. Vorschlag war dann das Freilichtmuseum 1, das aber auch von Geli im Vorfeld schon angesprochen wurde, nur dafür sah das Wetter nicht aus, dann kam noch ein Museum zur „Brücke von Arnheim“ 2 also eher ein militärhistorisches Museum und ein Wasser Museum 3, das nach der Beschreibung sich als Experimenta mit Wasser anhört.
Wieder zurück am Wohnwagen wurde das Drama deutlich, der Handtellergroße Flatschen ist noch mal weiter angewachsen und geli startete gerade am Wohnwagen mit Fahrrad ohne Helm Richtung Rezeption um sich nach einem Arzt zu erkundigen. Antwort, nur mit Termin, wir versuchen einen zu machen 4 oder sie fahren in die Notaufnahme nach Emmerich 5.
Nach dem Frühstück haben wir uns dann geeinigt, TobbY würde gerne etwas unternehmen während geli sich das mit dem Bein nicht zutraut und meinte, sie würde das nicht durchhalten. Also hat sich TobbY für das Museum zur Brücke von Arnheim entschieden und sich gewünscht, das der Nils ihn begleitet, während Nick mit geli den Einkauf incl. Eines weiteren Besuches in der Apotheke unternimmt.
Bevor wir uns dann aber mit den e-bikes auf den Weg Richtung Arnheim machen konnten, haben wir uns entschieden die Akkus noch mal aufzuladen. Bei der ersten Recherche wurde TobbY für die ca. 12 km lange Strecke eine geschätzte Fahrzeit von 44 min. angezeigt. Und während wir noch auf die Akkus warteten kam es mal wieder schwarz und nass von oben, sodass wir die Abfahrt immer weiter nach hinten verlegt haben.
Gegen 14:15 Uhr sind wir dann gestartet. Und wenn wir beide auch das gleiche Ziel im Navi hätten, dann hätten wir nicht zwei unterschiedliche Routen nehmen sollen. Aber TobbY hatte noch das Wassermuseum im Navi und bei Nils hat das Navi nicht auf die Kopfhörer gesprochen, also war die Hinfahrt eine, mit einigen Anläufen, wenn wir uns mal wieder etwas verfahren haben oder stehen geblieben sind um Fotos zu schießen. In Frankfurt hatten wir uns schon mal nach einem Foto Rucksack mit Einschub Gürteltasche erkundigt, war uns dann aber zu Teuer und jetzt bereut es der Nils, genauso wie er bereut, das er das Weitwinkelobjektiv nicht wie besprochen eingeschickt hat, da er nach einigen Testen meinte, es geht doch wieder.
Sicher kann auch der Nils von der Radtour noch etwas ergänzen, auch wenn er überwiegend geflucht hatte, da er mit gelis Fahrrad ein gewisses Problem mit der Höhe des Sattels und damit eine Problem mit dem Winkel am Knie und der Hüfte hatte.
Aber was lohnt es sich zu berichten? Als erstes möchte ich von der Kuh Querung berichten. Auf dem Deich sind wir in Ruhe an einigen Rinderwiesen vorbei gekommen und dann kam als nächstes auf der Rechten Seite ein Bauernhof und ein Warnhinweis Kühe. Aber noch bevor TobbY den Warnhinweis gesehen hat, hat er die Erste Kuh am Anfang des Überweges gesehen. Sie stand ca. 1/3 schon auf dem Deichweg und noch mit dem Hintern in dem Eingezäunten Weg. So hab ich mich nicht an ihr vorbei getraut, dann kam aber die nächste von hinten und hat scheins die erste angeschoben, denn dann ging es los, gemeinsam über den Überweg und runter zum Stall 6. Während wir noch auf die Kühe gewartet haben, haben wir uns ein wenig umgesehen und mussten noch eine Arbeitsschutzsünde entdecken. Der Bauer stand in der Schaufel seines Radladers und wurde hoch an sein Silo gebracht. Als die beiden Kühe jetzt platz gemacht hatten, konnten wir die Stelle passieren.
Das war aber nicht die einzige tierische Überraschung auf der Fahrt. Vielleicht 500 m nach dem Erlebnis, am Ortseingang von Arnhem pickten drei Hühner im Gras neben dem Straßenschild.
Im Ort ging es dann auch weiter mit Dingen mit denen wir erst mal zurecht kommen müssen. So sind hier in Arnhem teilweise die Straßen für Autos zurückgebaut worden und dafür ist eine eigene Frahrradstraße mit eigenen Verkehrszeichen und eigenen Ampeln dazu gekommen. Die Ampeln sind so angebracht, das man sich sehen kann ohne absteigen oder hoch schauen zu müssen. Der Drücker für die Ampel steht gut 2 m vor der Ampel an einer eigenen Säule sodass man nicht absteigen muss. Wenn man die Ampel dann gedrückt hat, zeigt sie auf einer Zusatzampel „Wacht“ an. Diese Ampel wird von einem Kreis aus weißen LED’s umrandet, die gegen den Uhrzeigersinn laufend aus gehen und so die verbleibende Zeit bis es Grün wird anzeigen.
Nach ein paar weiteren Umwegen, da wir mit unserem Navi Chaos uns selbst ausgetrickst hatten, waren wir dann am Museum angekommen. Nils hat noch vor dem Museum ein paar Fotos von der Brücke gemacht, während TobbY bereits ins Museum rein gegangen ist und brav den Eintritt abdrücken wollte. Er hat einen Erwachsenen und einen Schüler angemeldet, wurde dann aber darauf hingewiesen, dass der erwachsene Kostenlos und der Schüler 1000 DM kosten würde… Da wir aber inzwischen alle mit dem Euro bezahlen müsse er wohl auch kostenlos rein kommen dürfen.
Im Museum sollten wir erst mal unten im Kino anfangen, dort gab es eine 5 Minütige Animation, wie der erste Versuch die Brücke von Arnhem als Brückenkopf für die Engländer einzunehmen durch die Wehrmacht vereitelt wurde. Dabei wurden in mehreren Wellen Falschirmjäger der Brieten und Polen abgesetzt, die aber am Ende an der Brücke wierder aufgerieben wurden, und so die Niederländer noch weitere 8 Monate Deutsche Besatzung ertragen mussten. Während wir im Keller die Animation verfolgten ist TobbY aufgefallen, dass er mal wieder das Polo durchgeschwitzt hatte und auch der Rücken von der Jacke unangenehm nass war. Was leider nicht aufgefallen ist, war das zu dem Zeitpunkt auch schon die Ärmel der Jacke innen Total durchgeschwitzt waren.
Im oberen Geschoss gab es dann verschiedene Fotos der Brücke und der Stadt und Berichte über drei unterschiedliche Beteiligte an den Kampfhandlungen. Diese Berichte wurden mit Bildern, aber auch Videosequenzen untersetzt. Gerade die Videosequenzen, die so bearbeitet waren das sei mit einer 3d Brille plastisch wirkten waren sehr beeindruckend, auch wenn Nils TobbY kurzzeitig mit geschlossenen Augen den Textpassagen folgend erwischt hat. So richtig hatte TobbY das nicht auf dem Schrim, aber dieser „Sieg“ der Wehrmacht muss scheinbar der letzte „größere“ Erfolg der Wehrmacht im zweiten Weltkrieg gewesen sein.
Nach nicht mal einer Stunde war auch TobbY schon durch das Museum durch und wir haben uns auf den Rückweg zum Campingplatz gemacht. Während Nils seine Jack im Museum so verpackt hat, das er die Heimfahrt nur im Polo durchziehen wird, hat TobbY die Softshell Warnjacke wieder anziehen wollen. Dabei ist aufgefallen, das die Ärmel auf der Innenseite ja klatsch Nass sind und man die eigenltich nicht wieder anziehen mag. Aber gut, die Jacke hat abtrennbare Ärmel, also sind die am Reißverschluss getrennt, auf links gedreht und im Rucksack verpackt worden.
Für die Rückfahrt haben wir uns überlegt einen anderen Weg zu nehmen. Auf dem Hinweg haben wir parallel zur Autobahn 7 die Eisel überquert, für den Rückweg haben wir überlegt die Fahrrad Fähre zu nehmen. Und noch dazu hat Nils etwas besser die Routenplanung in sein Handy gebastelt und ist durch Arnhem vor mir her geflitzt bis wir wieder am Ortsausgang auf den Schaapdijk eingebogen sind und diesen jetzt mit Rückenwind entlang radeln konnten. Und wieder unter der Autobahnbrücke durch, dann aber nicht im U-Turn auf die Brücke sondern rechts weiter über den Broekdijk zum Lathumse Veerweg und dann kurz hinter dem Campingplatz zur überfahrt auf die Fahrradfähre. Dieser Weg führte uns durch die Felder und an der Eissel entlang, ohne das wir in der Nähe von Straßen und vom Autoverkehr beeinflusst wurden. Unterwegs haben wir dann auch noch einen Storch in einem Nest auf einer Stange mitten auf einem Feld gesehen, weitere Kühe und Pferde.
Den Abschluss der Tour, und schon allein für die Fahrradtour hat sich der Ausflug gelohnt machte die Überfahrt mit der Fahrradfähre zu 1,30 € / Person & Fahrrad.
Am Wohnwagen angekommen mussten wir feststellen, das wir überraschender weise doch die ersten waren, die wieder zurück gekommen sind, denn das Auto war nicht da, wobei Nils schon auf der Fähre meinte, wir werden die ersten sein, denn wir waren kurz vor dem Campingplatz geli aber auf der anderen Seite vom See. Aber nur geli, denn Sie hat dann doch noch einen Termin beim Arzt bekommen, während Nick am Wohnwagen war und als er uns gehört hat auch raus gekommen ist und uns die Akkus abgenommen hat.
So durchgeschwitzt wie wir Beide von der Tour waren hat erst TobbY und dann mit etwas Verspätung auch Nils den Weg in den See gefunden. So konnten wir runter kühlen und den Schweiß los werden.
Kaum aus dem See raus, wurden noch ein paar Aufgaben verteilt, unter anderem war die Müllentsorgung geöffnet und Nils ist fix vor den Müllbeutel abgeben. Und wen hat er dort getroffen? Richtig, unser Auto mit geli. Sie war zurück vom Arzt und hatte eine Diagnose und einen Schwung Tabletten, aber das berichtet sie hoffentlich noch selbst, wie es mit dem Arzt und der Apotheke lief.
Auch Sie hat sich dann entschieden, noch einen kurzen Abstecher in den See zu machen, aber da das Bein immer noch nicht wirklich wieder gut ist, war es wirklich nur ein kurzer Abstecher. Auch jetzt muss man noch wieder von eigentlich reden, denn eigentlich könnte man den Bericht hier mit dem üblichen Abendprogramm abschließen, wenn nicht mal wieder die beiden Jungs echte Geschwister wären und sich fast die Köpfe eingehauen hätten und jetzt nicht klar ist, wer im Wohnwagen und wer auf den Stühlen im Vorzelt schlaffen will. Wenn sie aber im Vorzelt bleiben, dann bin ich mal gespannt wieviel QSO’s auf 40m über die Nacht ins Log kommen oder ob mangels QSO Partner der Sendebetrieb eingestellt wird.
Ergänzung von geli: die Ärztin schaute sich das Ganze an und war sich nicht sicher, ob es eine allergische Reaktion oder eine Infektion ist. Also wurden die Entzündungswerte geprüft. Zu allem Überfluss hatte ich auch noch leicht erhöhte Temperatur. Die Entzündungswerte waren promt auch leicht erhöht. Also gab es ein Antibiotikum für zehn Tage und noch ein paar Hinweise. Dann kam die Frage nach der Apotheke auf. Hier schickt der Arzt das Rezept an eine bestimmte Apotheke. Die Wahl fiel dann auf Doesburg, was fünf Kilometer weiter war. Beim Arzt gab es noch eine Rechnung, die Krankenkasse hat sie schon. In der Apotheke hieß es dann Nummer ziehen und sagen, was ich möchte. Hier gab es zum Antibiotikum noch einen ausführlichen Hinweiszettel dazu. Und es wurden die Zeiten aufgeschrieben, wann ich das nehmen soll. Die Beratung erschien mir hier besser als in Deutschland.
- https://www.openluchtmuseum.nl [↩]
- https://www.airbornemuseum.nl/de/airborne-museum-at-the-bridge [↩]
- https://watermuseum.nl [↩]
- geli sollte angerufen werden [↩]
- zurück über die Grenze [↩]
- vielleicht ist da die Melkmaschine und wartet auf die beiden [↩]
- auf der gleichen Brücke [↩]























Es tut uns leid, was ausgerechnet im Urlaub Geli Probleme mit dem Bein hat. Hoffentlich geht es bald besser.
Nach dem hiesigen Wetterbericht soll es auch bei euch bald wieder besseres Wetter geben.