Skælskør Sogn

Nachdem gestern die Museen die wir uns so ausgesucht haben alle wegen Montag geschlossen hatten, war das Ziel für heute das Busmuseum in Skælskør Sogn. Und außer dem Museum soll auch der Ort ganz Nett anzuschauen sein.

Nachdem wir länger geschlafen und bei leichten Regen im defekten Vorzelt gesessen haben, ging es gegen Mittag los in das Museum. Gestartet sind wir noch in Wetterfesten Jacken, am Museuum angekommen haben wir die dann aber im Auto gelassen, denn hier war es auf einmal wieder trocken und warm geworden, obwohl es Luftlinie gerade mal 13 km sind.

Schon als wie eingeparkt haben, konnten wir die ersten Busse auf dem Hof sehen. Ich bin mir nicht sicher, was ich von diesem Museum halten soll, denn so wie die Busse dort stehen, ist das eher ein Bus Friedhof als ein gut gepflegtes Museum, auch wenn die Webseite 1 etwas anderes suggeriert.

Es gibt in dem Raum, in dem wir rein gekommen sind ein paar allgemeine Ausstellungsstücke, im Nachbarraum ein paar alte Uniformen und ein bisschen Technik, wie sie in den Bussen Verwendung gefunden hatte, aber damit war es das dann auch schon und es ging in die Fahrzeughalle mit angeschlossener Werkstatt. Als wir die Karten gekauft haben, bekamen wir einen Hinweis: Wir können in alle Busse einsteigen, deren Türen leicht zu öffnen sind, mögen sie aber nach der Besichtigung wieder schließen, denn das Wetter sieht nicht stabil aus.

Das betraf noch nicht die Fahrzeughalle oder die Werkstatt, für die galt ein weiterer Hinweis, wir sollen auf unsere Füße achten, denn dort werde gewerkelt und es können auch etwas auf dem Boden rum liegen.

Als ich in der Fahrzeughalle angekommen bin, habe ich mich erst mal der Werkstatt zugewandt, da diese dem Tor zum Freigelände gegenüber lag. In der Werkstat stand ein Bus auf der Grube, scheinbar nur eine Reparatur und eine sehr altes Modell auf dem zweiten Stellplatz. Dort wurden großflächig Erhaltungsarbeiten durchgeführt, man konnte aktuell in die Wand der Beifahrerseite schauen, denn die Bleche auf der Wand fehlen komplett. Ein Mechaniker schnibbelt gerade an einem Kantenschutz rum um ihn einzupassen. Auf nachfrage stellte sich dann raus, er sei Rentner und sie restaurieren gerade dieses Fahrzeug. Sie rechnen noch mit einer Dauer von einem Jahr.

Danach ging es dann durch die Fahrzeughalle, in der der überwiegend die ältesten Fahrzeuge abgestellt waren, teils restauriert, teils in einem Erbarmungswürdigen Zustand. Und so setzt sich das leider auch auf dem Freigelände fort. Die Busse stehen dort überwiegend so, wie sie bei der Übernahme abgestellt wurden und durch die permanente Zugänglichkeit leiden sie sowohl von Außen wie auch von innen.

Dennoch sind einige interessante Fahrzeuge dabei, nicht unbedingt von außen, aber vom Innenausbau. So gab es ein Evakuierungsfahrzeug mit Liegen und Sitzgelegenheiten, eine Rollende Bücherei, ein Bus einer Filmproduktionsgesellschaft, als Aufenthaltsbereich mit Küche oder eine Bus Anhänger Kombination 2 die mich stark an Rotel 3 erinnert.

Im Museum bin ich mehrfach über die Thematik Dänische Busse während des zweiten Weltkrieges gestolpert. Zum einen über die Thematik Holzvergaser, einen Holzvergaser offen das man sich alle Elemente anschauen kann stellen sie sogar aus. !! IMG_4264 EINFÜGEN!!

Das zweite Thema das immer wieder auftaucht sind die Weißen Busse, die mit Dänischer Flagge und Rotem Kreuz und mit Skandinavischen Fahrern besetzt gegen Ende des zweiten Weltkrieges etliche Kriegsgefangene gerettet haben.

Alles in allem schon eine recht ansehnliche Sammlung aber ein Kurator und ein etwas mehr Museumstaugliches Konzept würde dem Museum gut tun. Sie sagen aber auch von sich selbst, ihr Hauptaugenmerk liegt auf den Ausfahrten mit den Bussen, die sie noch so Flott haben, das sie Straßentauglich sind und erst in zweiter Linie die Busse, die nur in einer Ausstellung stehen können.

Das auch etliche Busse nur noch Gerümpelkammern für Ersatzteile oder ggf. auch von Vandalismus gezeichnet sind, lassen wir mal unkommentiert.

Nach dem Museumsbesuch ging es weiter an den Hafen und wir konnten im Fischladen noch mal Räucherfisch mitnehmen. Heute hat sich Nick Papa beim Einkauf angeschlossen und sich 4 Fischfrikadellen fürs Abendbrot ausgesucht. Und beim Einkaufen mussten wir auch etwas zum Mischen mitnehmen, denn irgendwie ist unser Verbrauch dieses Jahr etwas höher als in den letzten Jahren.

Ansonsten gibt es auch über das Städtchen nicht viel zu berichten und wieder am Campingplatz war das Vorzelt so warm, das wir erst mal alles aufreißen mussten zum Abkühlen.

Da das Wetter heute früh nicht so vielversprechend aussah, hab ich mir gedacht, ich müsste auch mal wieder die Socken für die Beine tragen und hatte die Wunde mit Kompressen abgedeckt und was ist passiert, richtig im mittleren Teil hat es wieder gesuppt, den Lymphschorf in die Kompresse gepresst und wieder ist die Stelle auf. Morgen werde ich wohl vor der Kompresse mal wieder mit Beta Isodona an die Stelle ran gehen.

Die anderen drei haben dann heute bei 20° C die Ostsee genossen, während ich versucht habe ein paar QSOs ins Log zu bekommen.

Das Abendprogramm läuft aber ansonsten wie immer, Abendbrot und Tagebuch … und irgendwas bzw. eine gute Formulierung hatte ich noch im Kopf, aber sie hat es nicht mehr bis ins Tagebuch geschafft.

  1. https://danmarks-busmuseum.dk[]
  2. https://danmarks-busmuseum.dk/bus/scania-bf110/[]
  3. https://www.rotel.de/index.html[]

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