Heute ist wieder einer dieser Tage, die man im Urlaub nicht braucht. Es geht so gefühlt von morgens bis abends alles Schief und am Ende ist man nur gefrustet und deprimiert 1
Aber fangen wir morgens an zu berichten. Geli und Nick sind kurz vor 08:00 Uhr aufgestanden und waren schon am Funken als ich so richtig aufgewacht bin. Da nun doch ein Ei gedrückt hat, hieß es anziehen und ich war von meinem Schrank massiv irritiert. Bin ich noch am Samstag auf dem letzten Campingplatz davon ausgegangen, das ich nur 21 und damit zu wenig Schlüpfer mit habe, stellte ich heute früh erschreckt fest, das mir die Poloshirts ausgehen. Ein Blick in die Packliste hat bestätigt, das wir nur 18 T-Shirt / Poloshirts mit nehmen, denn alles andere würde das Gewichtslimit, aber das hatten wir ja alles schon.
Also den Mangel beim Service Team angemeldet und so hat sich geli auf den Weg gemacht, heraus zu finden, wie das mit dem Wäsche Waschen hier funktioniert. Für knappe 3 € eine Maschine Wäsche, aber nur Programme die max. 2 h laufen. Also hat geli eine Waschmarke gekauft und eine Kiste mit Wäsche zusammengestellt. Da noch jemand anderes die Maschine Blockiert hat, sind wir im laufe des Vormittags mehrfach vorgegangen, aber immer wieder lief die Maschine und wir mussten weiter warten.









Heute ist Montag, und alle Musen, für die wir an der Rezeption Fleyer mitgenommen hatten, haben heute leider Ruhetag. Auf noch einen weiteren faulen Tag hatten wir aber so allgemein auch keine Lust, also wurde recherchiert was denn so geht. Auf der Webseite des Campingplatzes 2 wurde Skælskoer als nett anzusehendes Städtchen beschrieben, der Vorschlag wurde aber abgelehnt, da in dem Ort auch das Bus Museum besichtigt werden kann, und das hat … richtig, Montag Ruhetag.
Alternativ kam der Vorschlag einen „kurz“ Ausflug nach Karrebæksminde 3 und auf die Insel Enø zu machen. Einkaufen müssen wir auch noch. Die Klappbrücke ist sehenswert und war dann auch geöffnet, als wir dann an der Brücke eingetroffen sind. Also haben wir uns in der Schlange der wartenden Fahrzeuge mit angestellt und sind dann auf der Insel Enø erst mal bis zum Ende der Straße gefahren. Dort gab es einen Parkplatz/-streifen und Landschaft. Diese zu besichtigen geht nur über eine Privatstraße an der gleich ein Schild mit Info steht.








Danke Gemmini kann ich mir die ganzen Schilder übersetzen lassen und anschließend die Texte anhören und wusste worauf ich mich jetzt einlassen werde:
Enø Overdrev wurde 1953 von den Eigentümern unter Naturschutz gestellt, die die besondere Natur der Gegend für die Nachwelt erhalten wollten. Folgen Sie dem Schotterweg zum Enø Lejren zu Fuß oder mit dem Fahrrad vom Parkplatz bei Draget. Sie können auch am Strand entlanggehen.
Vom Enø Lejren aus ist der Zugang zum Trockenrasen zu Fuß durch die zwei Tore möglich. Gehen Sie z. B. durch das Tor am Schotterweg und folgen Sie dem Pfad zum Tor am Strand, und gehen Sie am Strand entlang zurück. Vom Parkplatz aus ist dieser Rundweg ca. 4 km lang. Er ist nicht markiert.
Da mein Bein heute deutlich weniger schmerzt als die letzen Tage dachte ich mir, ich sollte das Bein mal etwas bewegen und den 4 km langen Rundweg ablaufen. Leider hatte ich die Entscheidung ohne Absprache getroffen und das wir ja nur einen „kurz“ Ausflug vor hatten, waren wir alle nicht auf wandern eingestellt. Und so kam es auf der Hälfte des Schotterweges zum Eklat. Alle fragten sich wie lange ich denn noch laufen wolle, und das sie nur noch bis … mitkommen; als ich Ihnen dann offenbaren konnte, das ich beabsichtige den 4 km Rundweg zu begehen, spaltete sich unsere Gruppe.
Nils und ich sind ohne Wasser weiter gelaufen, auch wenn sich Nils über Steine im Schuh beschwerte 4 bis er sie dann ausgezogen hat. Geli und Nick haben abgebrochen, sind aber vermutlich auf ihrem Rückweg zur Brück ählich weit gelaufen wir Nils und ich, mit dem kleinen Unterschied, das sich geli eine Blase gelaufen hat.
Wir sind dann den Schotterweg weiter bis zum Enø Lejren, haben unterwegs noch zwei für Nils interessante, weil historische Landwirtschaftliche Maschinen gefunden. An dem Hof haben wir überlegt wie weiter, haben uns dann erst mal für den Weg über die Trockenwiesen entschieden und haben uns den Uferweg für den Rückmarsch aufgehoben. Direkt vor dem Tor auf die Wiese/Weide war ein Schelter für Wanderer und dann ging es durch die Tür und los. Nur musste ich mir den Weg an der Tür erst mal frei machen, die Kuh war einfach nur neugierig was ich denn da jetzt vor hätte.









Auf der Trockenwiese hat Nils dann die Schuhe ausgezogen und in die Hosentasche verbannt, denn Barfuß war wohl die bessere Alterna tive. Auch haben wir uns am Ende entschieden, nicht die ganze Strecke zu laufen sondern sind gefühlt auf halber Strecke an einem Tor dort abgebogen und auf den Rückweg entlang des Strandes eingeschwenkt.
Am Ende des Strandweges ging es eine Treppe hoch zum Hof, die Nils aber dankend abgelehnt hat und lieber noch weiter am Strand entlang gelaufen ist. Dabei sind wir an einem Pärchen vorbei gekommen, die sich dort sonnten bis dann der Strand fast komplett weg und nur noch eine Steinküste übrig geblieben ist. Von den Steine führte dann ein Abzweig nach rechts oben ab und wir waren auf dem Schotterweg kurz vor dem Auto.
Am Auto angekommen haben wir abgeklärt, ob wir jetzt zu Fuß den anderen Folgen sollten oder das Auto gleich mitbringen sollen. Wir haben das Auto mitgenommen und als wir die anderen beiden eingesammelt haben war geli ganz schön angepisst. Problem war zwar, sie konnte das Auto als die beiden dort vorbei gekommen sind öffnen damit sie ihre Sachen tauschen und anderes verstauen können, aber sie hatte keinen Schlüssel, denn den zweiten haben wir vor der Abfahrt massiv gesucht und leider nicht gefunden. Also hatten wir nur den Schlüssel mit, den Nils mit sich rum geschleppt hat und der war ja bekannter Maßen bei uns.
Gemeinsam haben wir uns jetzt auf der Enø Seite an der Brücke angestellt und sind nach der Brücke links ab auf den Parkplatz um noch mal ein paar Bilder vom Anleger zu machen und bei Ditlevsens Fiskehus, einer Røgeri zumindest für geli und mich das Abendbrot zu besorgen. Dann ging es weiter am Museum vorbei zum Spar. Jetzt wissen wir auch, warum wir ihn bisher nicht vermisst haben, denn der Spar ist teuer und hat so richtig keine Angebote.




Auf dem Heimweg liegt noch der Netto, dort haben wir wenigstens den Rest bekommen und dann ging es heim. Dort angekommen gingen die üblichen Diskussionen los: Wer macht was. Wir haben am Fußballplatz hinter dem Campingplatz eine reife Brombeerhecke ausgemacht, können wir also das Erdbereiß mit Brombeeren pimpen. Nur Nick wollte mal wieder nicht loslaufen. Es ist 16:30 Uhr, der Funk steht und Forschung aktuell läuft, also kann ich auch loslaufen und Brombeeren ernten.
Ich bin gerade so richtig angekommen und habe die ersten Früchte in der Schale klingelt mein Telefon: Ich solle bitte sofort zum Wohnwagen zurück kommen, das Vorzelt wäre zusammengebrochen. Was haben sie denn schon wieder für einen Mist gebaut, das ist kann doch alles nur halb so wild sein, das muss sich lösen lassen, dachte ich auf dem Rückweg noch. Aber nein, es würde mich gut eine Stunde Arbeit und viele Ideen kosten, sowohl positive, also es geht vorwärts als auch Rückschläge.
Aber erst mal, was ist passiert? Von der Stütze über der Tür ist der Inliner geplatzt. Ja ihr habt richtig gelesen, von einer der Luftstützen ist am Ventil der Plastiksack geplatzt und zwar so großflächig, das ich aktuell keine Chance sehe, ihn wieder zusammen zu flicken, nicht mal provisorisch, sondern er definitiv ausgetauscht werden muss, und vorher auch nur wie ein Nasser Sack an der Zeltwand hängt. Also hab ich erst mal dafür gesorgt, das wir die anderen drei Stützen wieder aufstellen können, dann habe ich zwei von den Verbindungsstützen so umgebaut, das ich damit erst mal wieder Stabilität in den Aufbau bekomme und eine von unseren Veranderstangen muss sich jetzt als Zeltstange nützlich machen. Wie wir damit jetzt aber den Rest des Urlaubes bestreiten wollen kann ich mir noch nicht so richtig vorstellen und bin daher ziemlich gefrustet, man könnte schon sagen deprimiert.


Laut den Werbevideos des Herstellers darf das gar nicht passieren, denn wenn der Druck in den Luftsäcken zu groß wird, sollte er selbständig abgelassen werden, und das hatte ja auch im vorletzten Jahr bei dem Unwetter auf dem Campingplatz in Schweden gut funktioniert, unser Vorzelt hatte sich nur hingelegt, während die mit Stangen massive Schäden erlitten hatten … aber jetzt hat es uns getroffen. Laut Hersteller passieren solche Schäden nur durch äußere Einwirkungen, die ich mir aber aktuell bei dem Schaden nicht vorstellen kann. Und für den Schaden im Urlaub empfiehlt der Hersteller Panzertape das jeder Camper dabei hat und dann einen spätern Austausch … mal schauen ob ich mich morgen mit Nils da mal dran wage.
Eigentlich müsste ich jetzt noch was zum Salat und dem geräucherten Fisch schreiben, aber das ist vom Frust gerade überdeckt, genauso wie das Abendprogramm, auf das ich mich vor lauter Frust und Niedergeschlagenheit nicht konzentrieren kann.
Aber fassen wir noch mal zusammen:
2025 hat uns auf der Heimfahrt unser Auto verlassen 5
2022 hat in Lit ein Regenguss die zu genau in Waage aufgestellte Markiese zum Einsturz gebracht 6
2019 Mein Rämpler auf der E20 kurz vor Mairfred
2018 Unser Zelt hat uns verlassen
- So deprimiert das ich schon Snuffi in Geiselhaft habe damit er mich tröstet.[↩]
- https://www.bisserupcamping.dk/en/area/[↩]
- https://www.sudseeland-mon.de/karrebaeksminde[↩]
- Seine Barfußschuhe sind in der Woche vor dem Urlaub durchgelaufen gewesen und haben ein Loch in der Sohle, aber die ersatzbestellung ist pünktlich erst am Samstag nach unserem Aufbruch angekommen.[↩]
- zu dem Zeitpunkt ist TobbY gefahren[↩]
- der Ingenieur der alles in Waage aufstellen musste war TobbY[↩]