Gestern abend ging es mit der großen Wunde am rechten Bein ins Bett, noch mal mit Melkfett etwas abgedeckt aber ansonsten offen. Heute morgen beim aufwachen musste ich dann an der Bettdecke feststellen, dass noch einiges auf die Bettdecke übertragen wurde. Und auch nach der morgendlichen Dusche musste ich feststellen das die Wunde immer noch an zwei Stellen feucht nicht verschorft ist 1.
Mit solchen Wunden haben wir nicht gerechnet und somit auch kein passendes medizinisches Material dafür mit. Also sind wir nach Svendborg aufgebrochen, um Sprühpflaster zu besorgen. Vielleicht hat es der Normal, ansonsten halt in der Apotheke.
Svendborg hatte eine schöne Innenstadt, etliche Kirchen, die wir aber nur von außen gesehen und fotografiert haben. Als wir vom Parkplatz aufgebrochen und in die Innenstadt reingelaufen sind, spielte von einer der Kirchen ein Glockenspiel. Irgendwann zwischendurch hätte ich auch den Tug in der Stadt sehen können, hab ihn aber verpasst da mich trotz Urlaub die Arbeit mal wieder eingeholt hat.






Weder im Normal noch in der Apotheke sollten wir mit Sprühpflaster fündig werden, dafür aber mit einem 100er Pack Kompressen 10x10cm, der mit 22 Kronen auch noch recht bezahlbar war. Wir denken damit sollten wir hinkommen. Die Überlegung dazu ist, die langen Socken über Nacht zu tragen und die Wunde mit den Kompressen abzudecken. So hoffe ich morgen das Bett nicht wieder eingesaut oder die Wunde aufgerieben zu haben.
Was haben wir außer der Apotheke in der Innenstadt noch gefunden? Einen kleinen Laden, in Deutschland würde ich sagen, einen WMF-Laden und beim rumstöbern ist mir ein Topfdeckel für 100 Kronen in die Hände gefallen. Er passt auf Töpfe mit verschiedenen Druchmessern. Wir haben wir festgestellt, neben Töpfen gehören auch Deckel separat auf die Packliste. Nicht mal der Deckel mit dem mehrere Jahre alten provisorischen Holzgriff hat es in den Wohnwagen geschafft 😂. Aber als Dosenöffner wollten sie uns wieder nur das unbrauchbare dänische Modell verkaufen.





Während ich also durch diesen Lagen gestöbert bin, bekam ich ein großes Hallo draußen vor der Tür mit. Wie immer; die Welt ist ein Dorf und mitten in Svendborg begegnet Nils Herrn Thiele, einem Lehrer seines Gymnasiums aus Ilmenau.
Auf dem letzten Stück zurück zum Auto konnte ich dann sogar erfreut feststellen, dass die Wunden inzwischen deutlich abgetrocknet und sich eine dünne Schorfschicht gebildet hat.
Zurück am Campingplatz sind geli und ich dann gleich vorne ausgestiegen, gut, das inzwischen überwiegend Nils fährt, aber dazu komme ich auch gleich noch. Ausgestiegen sind wir zum einen, weil wir noch aufs Klo wollten, zum anderen, aber auch an der Rezeption zu fragen, ob man sich Bestellungen an den Campingplatz liefern lassen kann.


(Zum Bild: Hier sehen sie Wie TobbY eine Prädigt erhält)
Über welche Bestellungen rede ich? Na, geli hat das Ladekabel für ihre Smartwatch daheim vergessen. Und inzwischen ist der Akku leer und geli ohne Uhr aufgeschmissen. Nachdem wir aber heute in der Stadt keinen Elektronikladen auftreiben konnten, erinnerten wir uns an Nicks Patenonkel Marco, der sich in seinem Campingurlaub in Ungarn sogar einen Kühlschrank von Amazon hat auf den Campingplatz liefern lassen.
Und was man bei solchen Aktionen doch immer alles lernt, Amazon ist in Schweden und Deutschland ansässig, aber nicht in Dänemark.Wir sollten besser nicht über eine Bestellung bei Amazon nachdenken, aber der Mitarbeiter des Campingplatzes musste bei einem Elektronikladen sowieso noch Staubsaugerbeutel bestellen und fragte mich daher, für welche Uhr wir welches welches Ladekabel. Das konnte ich ihm nicht beantworten, aber geli kam dazu und jetzt hat er das Kabel mitbestellt und wir müssen es morgen nachmittag an der Rezeption nur noch abholen. Das nennt man mal Kundenservice.
Kommen wir aber noch mal auf die Fahrkünste von Nils zurück. Eigentlich hat er mich in diesen Urlaub bisher echt überzeugt, bis er heute beim Rema ausgeparkt hat. Rückwärts ausparken, alles gut, aber irgendwie war ein bisschen viel Verkehr und wir standen auf dem Parkplatz direkt an der Bordsteinkante. Man merkte wie das Vorderrad vor der Bordsteinkante anstieß. Darüber habe ich mir aber überhaupt keinen Kopf gemacht, denn dann fährt man normal wieder etwas vor, macht einen Korrekturzug und fährt dann ordentlich aus der Parklücke raus. Nein, nicht wenn man Nils heißt, einen Clown gefrühstückt hat und ein Allradfahrzeuge fährt. Man setzt noch einmal an, fährt einfach über die Bordsteinkante drüber und kassiert hinterher von seinem Vater einen barbarischen Anschiss.
Was gibt es denn noch weiter über den heutigen Tag zu erzählen?
Ich habe mich tatsächlich wieder ins Wasser getraut, auch wenn mein Bein jetzt ein wenig brennt. Und, ich sag mal so, ich glaube das was heute früh während der Spaziergangs angefangen hat abzutrocknen und zu verschorfen, sollte so auch mit der Kompresse und den Stumpf drüber bleiben, aber jetzt direkt nach dem Baden brennt gerade alles.
Hauptziel des Ausflugs war es, wieder in das Wasser zu kommen, den Stein von gestern zu finden, um festzustellen, ob ich ihn auch bei besserer Sicht schlecht gesehen hätte. Wir mussten aber überrascht feststellen, dass dieser verteufelte Stein mit Muscheln bewachsen in einem Seetangfeld versteckt war.
Danach noch Salat schnitzen, den Grill bedienen und das Tagebuch zu Ende schreiben. Gute Nacht!
- Danke an geli, dass sie die den Bettbezug während ich in der Dusche war ausgewaschen hat. Das gute Wetter und die Sonne haben dafür gesorgt, dass der Bettbezug gegen Mittag schon wieder trocken war und aufgezogen werden konnte.[↩]