Der Ausflug nach Amsterdam heute hat eigentlich nicht nur eine Überschrift, sondern mind. drei, sucht euch aus welche ihr meint, das sie am besten passt:

Wir besuchen die Pride Parade System will come online again Aufgeladen wie ein Durazell Häschen

Damit ihr aber entscheiden könnt will ich dann mal den heutigen Tag von Anfang an erzählen:

Heute früh haben wir dann doch erst mal wieder ausgeschlafen, denn immer wenn man mal ein Auge auf gemacht hat, hörte man auf dem Wohnwagen den Regen prasseln. Irgendwann gegen 09:30 Uhr hat dann geli doch den Anfange gemacht und TobbY ist dann auch erst mal duschen gegangen. Nach der Dusche zeichnete sich ab, das der Regen für heute damit erst mal durch ist, also bietet es sich an, heute doch noch eine der geplanten Städtetouren zu machen und geli hat Amsterdam vorgeschlagen.

Dann haben wir gefrühstückt und irgendwann entwickelte sich wieder das Spiel, Mobbing findet nur einer von vier nicht gut, und das ist der Verbal unbewaffnete. Also war als wir starten wollten noch etwas dicke Luft und es sah kurzfristig so aus, als ob wir die Stadtbesichtigung heute nur zu dritt absolvieren. Dann hat sich der Herr aber doch entschlossen, lieber mit zu kommen da ihn Amsterdam doch interessiert hat.

In der Zeit in der Mama auf Nick im Auto gewartet hat und ihr Handy ans Auto angeschlossen hat, hat sei ein paar Brocken im Radio mitbekommen, und zwar was uns für ein Programm in Amsterdam heute erwartet. Aktuell ist die PRIDE Amsterdam 2025 1 und zwar heute mit dem besonderen Event der Kanal Parade in der Prinzengracht. Das hat geli dann mit den Worten „Du wolltest doch Programm“ erzählt als sie uns 2 zusammen mit Nick an der Toilette eingesammelt hat und wir aufgebrochen sind. Ich habe mich innerlich gefreut, das es nicht mein sondern Ihr Vorschlag war, heute nach Amsterdam zu fahren, so konnte ich nicht den Vorwurf bekommen, das ist ja viel zu laut und zu voll hier.

Wie bei den Stadttouren in den Tagen zuvor ging es nicht mehr direkt in die Stadt 3 sondern wieder zu einem Park & Ride Parkhaus am RAI Konferenzcenter und von dort mit der U-Bahn in die Stadt zum Hauptbahnhof. Über den U-Bahn Bau hat uns der Kapitän der Grachtentour nur kurz erzählt, das es nicht einfach war in Amsterdam eine U-Bahn zu bauen, da man unter den Grachten durch muss … bei der Rückfahrt haben wir dann auch ein Bild von einer Rolltreppe gemacht, die auch so in Moskau hätte sein können.

Als wir dann aus dem Bahnhof in der Innenstadt raus gekommen sind, waren wir alle erst mal von der schönen historischen Stadt angetan und haben uns gleich einladen lassen, eine Rundfahrt mit einem Grachtenboot zu machen, auch wenn wir durch die Parade eine alternative Strecke nutzen mussten. Die Redereien mit den den Ausflugsboten sind inzwischen beauflagt, mit rein elektrischem Antrieb unterwegs zu sein. In wieweit das schon bei allen Redereien umgesetzt ist, konnte man mir nicht verraten, aber zumindest das Boot mit dem wir unterwegs waren, ist ein elektrisches gewesen. Die nächtliche Ladung reicht für 7 bis 8 Fahrten von grob 1 h Dauer, und damit für einen Einsatztag. Und der Kapitän, den ich zu dem Thema befragen konnte, meinte auch, man müsse sich an die Antriebsform gewöhnen, vor allem da sie weniger Kraft hätten als die Dieselbetriebenen aber er möchte nicht wieder zu den alten Schiffen zurück, der Abgasgestank in den Grachten fehle ihm überhaupt nicht.

Wie ich schon mehrfach erwähnt habe, war heute die Kanalparade der Pride Veranstaltung und somit konnten wir nicht durch die Prinzregenten Gracht fahren und sind auf der Umleitungsstrecke in einen Stau geraten, aber vom Wasser aus die Stadt zu erkunden und dabei sogar noch ein paar Boote der Parade zu sehen hat uns einen schönen Einblick in die Stadt ermöglicht. Als wir wieder an den alten Schiffen vorbei gekommen sind, waren dort wieder Schiffe die seitlich Holzteile montiert haben, die wie ein absenkbares Schwert am Boot hängen. Und auf Rückfrage bei Kapitän sind das auch Schwerter, da die Segelschiffe durch den Einsatz in den Grachten keinen übermäßigen Tiefgang haben durften und auch auf einen Kiel verzichtet werden musste, hat man diese seitlichen Schwerter zur Stabilisierung bei dem Einsatz von Segeln verwendet.

Ach ja, was war mir von den Erzählungen das Kapitäns noch im Kopf geblieben? An den Grachten gibt es kleine, ca. Bordstein hohe Stahlzäune. Diese sind tatsächlich eine Art Bordstein, da sonst zu viel Autos beim Einparken in den Engen Gassen in den Grachten landen würden. 4 Seit dem es diese Zäune gibt, fallen nicht mehr so viele Autos in die Grachten, aber immer noch viel zu viele Fahrräder. Er meinte die Stadt Amsterdam hat ein Spezialschiff für das Bergen von Fahrrädern, die zu gut 10.000 im Jahr in der Gracht landen.

Hausbote die mal dafür gedacht waren, die Wohnungsnot in Amsterdam in den Griff zu bekommen, werden heute für bis zu 1.000.000,00 € gehandelt, Häuser in der Innenstadt bis zu 17.000.000,00 €.

Nach der Fahrt sind wir dann noch aufgebrochen zu einem kleinen Stadtbummel und gleich in der ersten Straße wurde die Aussage der Kapitän bestätigt, Amsterdam ist die Stadt, wo jeder sein eigenes Museum hat. Er bezog es auf das Katzenmuseum wir sind aber am Vensutempel, dem Sexmuseum vorbei gekommen. Den Jungs war das Museum irgendwie peinlich und sie haben mich zügig weitergeschoben.

Danach sind sind wir irgendwie zu einem Großeinkauf im Primax gelandet, der hier aber auch über 6 Etagen ging und uns eine Kostenlose Toilette bescherte.

Dann ging es weiter durch die Stadt und wir mussten auch die ersten Veranstaltung der Pride rechts oder links liegen lassen, und so langsam nähern wir uns mit schnellen Schritten der Partyzone entlang der Gracht. Eigentlich wollten wir nur noch ein bisschen durch die Stadt Bummeln und haben für Nick nach einem neuen Headset Ausschau gehalten, denn seines scheint gerade die Hufe hoch gemacht zu haben, da merkten wir, wie der Nick immer weiter Abgebaut hat und eigentlich nicht mehr richtig in der Spur lief bzw. nur noch im Automatikbetrieb ohne eigene Steuerung. Gut irgendwie läuft ein Motor nicht ohne Treibstoff und was bei TobbY der Kaffee am Morgen ist, ist für Nick die Schale Pommes so gegen 16:00 Uhr. Erst konnte man im Gesicht und dann am ganzen Kerl erlebe wie ein System wieder back online kommt und das nun frisch aufgezogene Durazell Häschen lief dann auch bei dem leidigen Thema Einkaufen fürs Abendessen wieder wie am Schnürchen. Nur mit dem Headset wurde es nichts mehr, denn das einzige Geschäft das passende Headsets im Angebot hatte, hatte aber leider das von Nick gewünschte nicht und dann wurde noch MediaMarkt empfohlenen, nur den hätten wir trotz des neuen Treibstoffes nicht mehr rechtzeitig vor dem Feierabend erreicht.

Was haben wir in der Stadt noch so alles gesehen zeigen euch die Bilder, die Nils gemacht und für euch ausgewählt hat. Aber einen Laden muss ich noch erwähnen: Mama Ducks Store, einen Laden Für Gummienten, frei nach Loriot „Die Ente bleibt draußen“. Beim ersten Laden hab ich ja noch gedacht, eine witzige Idee, dann haben wir aber festgestellt, das „Mama Ducks“ eine Kette sein muss, denn ich meine insgesamt drei Geschäfte gesehen zu haben.

Und auch in Amsterdam sind die Lastenaufzüge durch Balken am Giebel vorbereite und dann wird die Last durchs Fenster ins Haus geholt. An einem Haus haben wir das sogar vom Boot aus gesehen, waren aber mit Fotoapparat oder Handy nicht schnell genug.

Dann noch kurz ein Wort zum Blumenmarkt. Den wollte meine Familie eigentlich nicht besuchen, ich meinte nur, wenn wir schon hier sind sollten wir, und am Ende sind wir mit zwei Tüten Tulpenzwiebeln zurück zum Wohnwagen gekommen.

Auf dem Heimweg gab es dann noch eine interessante Begebenheit auf der Autobahn. Plötzlich rechts und links der Bahn blinkende gelb Warnleuchten mit Schildern für eine Klappbrücke, dann eine Rote Ampel und geschlossene Schranke, Ja auf der Autobahn, und dann ging die Klappbrücke hoch und man sah den Mast von einem Segelboot von rechts nach links und einen zweiten von links nach rechts durch die Autobahn fahren. Dann ging die Brücke wieder runter und wir konnten weiter fahren. Eine ähnliche Klappbrücke gab es auch nebenan auf der Bahnstrecke. Und wir Deutschen regen uns in Thüringen schon auf, wenn auf der A71 regelmäßig Sonntags der Verkehr aufgestaut wird, damit ein Steinbruch sprengen kann. Wenn die Straße dann auf größere Steinbrocken kontrolliert wurde, geht es weiter, aber das zu Anfang jede Woche, jetzt soweit ich weiß nur noch alle vier Wochen, da die Abbruchkante von der Brücke weg gezogen ist.

Insgesamt hat der Ausflug durch den späten Start dann auch bis gut 20:00 Uhr gedauert. Danach hat uns Nick noch mit einen Fantasieauflauf aus Resten und Curry Geschnetzeltem bewirtet. Und nachdem es den Spruch aus verschiedenen Gründen diesen Urlaub mehrfach schon gebracht hatte, kam er heute Abend auch wieder: „Ich koche nie wieder in der Küche.“ „Ich hab keine Lust mehr“ und dann zeigte er uns einen Küchenlapppen der wohl zu nah an der Gasflamme gelegen hat. Antwort von geli: „Erst mal wässern und so abkühlen und löschen, dann können wir den Rand abschneiden und gut ist.“ 5, und Antwort von TobbY: „Sei doch froh, das nicht mehr passiert ist und du es rechtzeitig mitbekommen hast.“

  1. https://pride.amsterdam/en/event/canal-parade/ []
  2. Nils und mich []
  3. was auch wegen der Parrade nicht geklappt hätte []
  4. Mir wird jetzt auch weiter klar, warum diese Herrenhandtaschen auf Rädern hier in dem Bereich der Grachten so beliebt sind. Zwei davon passen nebeneinander in eine Parklücke parallel zur Straße. []
  5. es handelt sich um einen Küchenlappen die wir aus alten Handtüchern geschnitten haben []

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