31.07.2021
Wie gestern schon diskutiert klingelte auch heute früh mein Wecker gegen 07:30 Uhr. Ich hab mir die Kofhörer geschnappt und Forschung aktuell von gestern Nachmittag noch vor mich hin gedöst und gegen 08:00 Uhr hat uns dann geli angetrieben, das wir aufstehen müssen, denn wir wollen ja heute nach Gauda auf den Kaasmarkt und der ist zwischen 10:00 Uhr und 12:30 Uhr und gut eine Stunde im Auto wartet auch noch auf uns. Anstelle von schönen Eiern gibt es Rührei und Rosinenstuten wie gestern abgesprochen.
Anschließend geht es los Richtung Gauda, dort auf den empfohlenen Parkplatz „Klein Amerika“ und dann 700 m 1 in die Innenstadt zum Kaasmarkt und zur Kaaswaag.
Der Kaasmarkt ist heute nur noch eine Show, die für die Touristen gemacht wird um zu zeigen, wie die Bauern mit den Händlern früher die Preise verhandelt haben. Wenn der Preis für das Kilogramm Käse verhandelt wurde, wurden die Käse in der Käsewaage offiziell gewogen, damit es dort nicht zu Diskussionen und Streitigkeiten kommt. Beide Schritte werden heute noch den Zuschauern präsentiert, wobei der Fokus auf dem Handel und weniger auf der Waage liegt. Die Waage wird aber auch zum Wiegen von Touristen verwendet, wenn gerade kein Käse vorbei kommt.
Einmal haben wir uns auch das Käse wiegen anschauen wollen, denn nach einem Erfolgreichen Abschluss werden die Käse von den Käsejungen auf einen Pferdewagen geladen und zur Waage gefahren. Die Käsejungen werfen sich den gut 10 kg schweren Käse untereinander zu, um so größere Distanzen zu überbrücken. Dann war ich aber verwundert. Eine Palette Käse sind 20 Laiber. Von denen wurden aber nur 5 gewogen 2 und der Rest blieb auf der Kutsche und wurde dann auf den Anhänger des Händlers verladen. Ich habe dabei mal einen der Käsejungs gefragt, und er meinte, das Wiegen machen sie nur als Show.
Nachdem der Kaasmarkt offiziell beendet war, hatten wir intern spekuliert, ob auch der Handel nur Show ist. TobbY meinte, das wird schon ernst sein, denn nach einem erfolgreichen Handel, der per Handschlag besiegelt wird, schreiben sich sowohl Händler als auch Bauer die Preise in ein kleines Büchlein ein. Geli meinte, das sie auch das alles nur als show machen würden, also nach dem alten Motto von TobbY 3 hat TobbY nach dem Ende entschieden mal zu fragen und er sollte recht behalten, die Preisverhandlungen waren echt, die Käse werden aber heutzutage schon vor der Versteigerung auf geeichten Waagen gewogen und markiert. In den Wintermonaten finden diese Käseverkäufe nach dem gleichen Muster heutzutage aber digital statt.
Der Kaasmarket ist integriert in den täglichen Wochenmarkt, natürlich auch mit ein paar mehr Käseständen als auf dem Ilmenauer. So konnten wir uns noch mit weiteren Käsen für den Urlaub und voraussichtlich auch für die nächsten Wochen daheim eindecken. Außerdem wurden wir auch bei einem Gemüsebauern fündig und haben Zwiebeln, Knoblauch und einen Zopf geräucherten Knoblauch mit genommen. Ansonsten gab es auf dem Markt eigentlich nichts weiter, was uns wirklich angesprochen hätte, bis …
…, bis dann eine Drehorgel auftauchte. Aber nicht so eine einfacher kleiner Leierkasten, den ein Leierkastenmann wie einen Kinderwagen vor sich her schiebt und den man dann mit der Handkurbel dreht, sondern eher so eine verkleinerte Form der Konzertorgel wie wir sie in Sinsheim oder Speyer im Museum gesehen haben. Für die Großen Strecken kann man diese hier als Anhänger hinter dem Auto her ziehen, für den Einsatz auf dem Markt hat sie an der Deichsel noch ein kleines angetriebenes Rad 4 das man auch lenken und damit langsam durch die Menge zuckeln kann. Interessiert wie TobbY so ist, hat er sich dann auch mal erkundigt, und mit einem aus dem Team gesprochen. Er hat diese, bereitet dafür auch selbst die Kompositionen vor, so 60 hat er mit 500 – 600 hat er daheim und daheim baut er schon seit etlichen Jahren eine richtige Konzertorgel auf. Auf meine Frage was er Beruflich macht hat er mir geantwortet die Musik machen, ansonsten ist er leider wie er selbst sagt final Krank und kann nicht mehr arbeiten gehen.
Und bei der Durchsicht der Bilder ist mir noch etwas aufgefallen: Wer brauchte einen Hufschmied?
Danach hatte TobbY noch einen kleinen Spaziergang vor, denn unter den Kuriositäten die man in Gauda besichtigen sollte ist auch noch ein Künstlerturm, eine Kirchturm einer ehemaligen Kirch, die es nicht mehr gibt, nur der Turm ist noch übrig geblieben und wir inzwischen von verschieden Künstlern als Atelier verwendet. Also haben wir uns auf den Weg gemacht und in der ersten Runde ohne Navi. Und prompt haben wir uns total verlaufen, obwohl geli meinte, sie hätte den Turm schon erkannt. Als wie dann wieder zurück am Markt vorbei laufen mussten, teilte sich die Truppe wieder auf und nur Nils hat mich mit der Kamera begleitet. Nick und geli sind in der Zwischenzeit zurück zum Baum neben dem Gemüsebauern und haben sich darunter gesetzt, bis wir wieder da waren.
Wieder zurück von unserem kurzen 5 Ausflug konnten wir an beiden vorbei gehen und sie sogar Ablichten, aber mitbekommen hätten sie uns nicht. Damit sollte dann aber auch der Ausflug nach Gauda beendet werden.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz hat uns eine Nachricht aus Iserlohn zu unserem heutigen Ausflug erreicht, sie hätten gerne eine Burenkaas. Also sind wir noch in einem Käseladen eingeschwenkt, der ganz schön voll war, aber auch super fast alle Käse zum probieren in der Auslage hatte. Als wir einmal durch die bestimmt mehr als 20 Sorten durch waren, hatten wir immer noch keine Idee, was Oma mit Burenkaas hatte. Eine telefonische Rückfrage hat ergeben, sie meinte zwar einen Gauda, aber nicht einen aus den großen Molkereien sonder einen, wie ihn die Bauern auf ihrem Hof selbst herstellen.
Wir brauchen noch Lebensmittel, also hat TobbY am Parkplatz vorgeschlagen diese doch gleich hier im Jumbo zu besorgen. Da aber in der Stadt die Toilette defekt war, wollte geli schnellstmöglich starten, in der Hoffnung an einem Rastplatz eine Entsorgungsstation zu finden und meinte darüber hinaus noch, das das Angebot im Jumbo sie nicht vom Hocker reißen würde.
Da wir dann aber auf der Rückfahrt den Albert Hijn icht ins Navi eingegeben haben, sind wir glatt an der richtigen Ausfahrt von der Nationalstraße vorbei gefahren und mussten dann im Ort einmal komplett zurück und standen dann mit teils knurrenden Magen im Supermarkt und konnten uns nicht für das Abendbrot entscheiden. Schlussendlich Nudeln mit einer Zucchini, Champignon Ketchup Sauce mit Tunfisch.
Am Zeltplatz haben wir dann das gemacht, was wir nach dem Anstrengenden Tag in Rotterdam sowieso ursprünglich auf dem Plan hatten, einen Ruhigen machen und ein wenig Funken, Tagebuch schreiben …
Aber dann war da noch die Mail aus Iserlohn. Ich werde jetzt weder die Mail, noch die Antwort zitieren, nur so viel: Plausibilitätsprüfungen heißt das Zauberwort.





























