Der Tag beginnt zu spät aber Montags haben nach unserer Recherche gestern eh nicht so viele Museen auf, also sollte eine Aufbruch gegen Mittag vollkommen ausreichend sein. Dann wurde aber das Ausschlafen für mich jäh abgebrochen, da geli meinte,dass ihr, als sie heute Nacht die Heizung runter drehen wollte, der linke 1 in die Heizung gefallen ist. Erst mal nach dem Aufstehen den Gashahn von der Heizung schließen, mit 23°C ist es im Wohnwagen warm genug. Dann die Zündbatterie raus, damit sie nicht auch noch leer wird.

Mir gingen beim Anziehen somit schon wieder etliche Szenarien durch den Kopf was ich jetzt alles reparieren muss, aber nachdem ich dann erfolgreich die Verkleidung offen hatte, stellte sich alles viel einfacher raus als befürchtet. Die Verlängerungsstange war unten aus dem Schalter raus und deshalb rein gefallen. ­

Noch vor dem Frühstück, das geli und Nick geholt haben, da Sie den ersten Einkauf für den Urlaub machen mussten, habe ich mich mit meinem Familienproblem Stahnsdorf rum geschlagen. Warum rede ich überhaupt darüber, weil mein Laptop ein Problem mit dem Hibernate hat und ich meinen Laptop vor dem Ausflug fleißig genutzt habe und nun heute Abend mit einem frischen Boot starten durfte.

Nach dem Frühstück ging es dann nach Hanau an den Bahnhoft und mit der S-Bahn nach Frankfurt zur Hauptwache. Dort sind wir umgestiegen und mit der U-Bahn weiter nach Dronbusch. Von dort mussten wir erst am Zollwohnheim 2 und dann am amerikanischen Viertel vorbei um zur Zentralbank und ins Münzmuseum zu kommen.

Wenn ich mir anschaue, was das für ein Aufriss ist, den die Amis mit ihrem Viertel machen, da wüsste ich schon, was ich gegen Trumps Zölle machen würde. Das ganze Viertel ist mit Pollern umringt, die Zufahrt mit einer Wache und einer Straßensperre abgesichert und auf jeder Seite habe ich einen Wachschutzmann der USA mit Handfeuerwaffe und Schlagstock gesehen. Warum muss das so sein? Wer uns einen solchen Handelskrieg aufzwingt, der kann sich dann auch in seinen Wohngebieten im Ausland an die dort üblichen Sicherheitsmaßnahmen halten und nicht dafür eigene Regeln gelten lassen, aber nur meine Meinung.

Wenn man dann in der Zentralbank angekommen ist, geht man nur kurz an der Information vorbei, da Nicks Rucksack zu groß war, musste er im Keller in ein Schließfach und wir konnten mit unseren Hand- und Gürteltaschen ins Museum.

Was alles in dem Museum zu sehen ist, kann ich chronologisch nicht mehr aufarbeiten. Ich möchte erst mal nur ein paar meiner Eindrücke zusammenfassen, hoffe aber, das die Jungs wie aufgetragen jeder noch 3 – 5 Eindrücke ergänzt, die ihnen wichtig waren und aufgefallen sind.

Was ist mir denn so ins Auge gefallen:

Im Eingang zum Museum war eine Wand aufgebaut, die aussah wie in einem Tresorraum die Schließfächer. Einige hatten einen Buchstaben, so nach dem Motto das Alphabet des Geldes. Etliche waren offen und mit Glasscheiben versehen und zeigten welches Wort aus dem Umfeld von Geld beginnt mit dem Buchstaben, so wie Q für Quiz bei dem man Geld gewinnen kann oder L wie Lotto. Besonders interessant war aber dann unter D der Diners Club. Die laut Wikipedia 3 als Gründungsmythos bezeichnete Geschschichte über die Gründung vom Diners Club und die Herleitung seines Namens. McMamara, einer der Gründer des Diners Club soll 1949 in einem New Yorker Restaurant nicht ausreichend Bargeld zum begleichen seiner Schulden dabei gehabt haben und damit ihm das nicht wieder passiert, hätte er den Diners Club als erste Kreditkarte Weltweit gegründet.

In einem der ersten Räume in denen es noch um Geld im allgemeinen, Bargeld und dann vor allem um den EURO ging, war interessant, wie häufig die Zentralbanken im Jahr Geld prüfen und wie automatisiert der Austausch abgenutzter Geldscheine und Münzen bei diesen Prüfungen stattfindet. Und was ich auch nicht wusste, das nachmachen von Geldscheinen ist nicht verboten, solange man sich an einige Auflagen hält. Die Nachgemachten Geldscheine müssen eine andere Größe, Materialzusammensetztung oder deutliche Merkmale haben, die sie als Fälschung ausweisen. Selbst eine einseitig Farbige Nachbildung eines Geldscheines muss um mindestens 25% von dem Original abweichen 4 .

Eine weitere Geschichte die mir aufgefallen ist und die ich mit einem Foto dokumentiert habe ist der Preis für Eier. Aktuell haben wir einen Preissprung für Eier, da das Angebot deutlich unter der Nachfrage liegt. Das Angebot ist durch die Vogelgrippe und den daraus resultierenden Mangel an Hühnern eingeschränkt, während am Beispiel des Preises von 10 Eiern die galoppierende Inflation Anfang der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts veranschaulicht wurden. Mal schauen ob wir wieder zu Preisen weit über einer Billion Mark für 10 Eier kommen oder ob wir die Tierseuche trotz der aktuellen US Forschungspolitik und des deutschen Verbrauches wieder in den Griff bekommen.

Angesichts eines Webangebotes 5 für das ich zu beginn meiner Studienzeit 1998 f. an der TU für die Stadt Ilmenau entwickelt habe, haben mich auch die Informationen zu dem Inflationsgeld einiger Städte interessiert. Aus Sonneberg hatten sie einen Schein zu 10 Millionen vom 15. September 1923 und aus Werdohl die Prägevorlage einer Münze zu 0,2 Goldmark auch aus dem Jahr 1923.

Unbekannt war mir auch, das man zum Vergleich der Kaufkraft von verschiedenen Währungen den „Big-Max-Index“ 6 verwendet. Wenn man aber weiter darüber nachdenkt, ist die Idee dahinter vollständig nachvollziehbar.

Und abschließend haben sie in dem Museum auch gut die „Spekulations – Blasen“ erläutert. Nachdem im 16. Jahrhundert die aus Asien bekannte Tulpe in Europa, vor allem in den Niederlanden kultiviert wurde, begannen Spekulanten bereits auf die Zwiebeln zu spekulieren, bis im Februar 1637 die Preise auf einer Auktion in Haarlem abstürzten. Beeindruckend hierbei war die Darstellung mit einer Tulpe auf einer Balkenwage mit einem Kaufmannshaus.

Leier hat der Besuch im Geldmuseum vor allem durch TobbY wieder viel zu lange gedauert, sodass wir umplanen mussten, denn für die Paulskirche, die auch nur bis 17:00 Uhr geöffnet ist, war es inzwischen auch zu spät geworden.

Hier Jetzt mal eingeschoben die Eindrücke von Nils. Das Museum war an und für sich wirklich Interresant und schön aufgebaut nur Thematisch war es Eher langweilig, da es genau um die Themen im Museum ging die ich nur wenige Wochen zuvor im Wirtschaft und Recht Untericht hatte. Dadurch wurde es nach einiger Zeit wirklich lästig das Papa sollange gebraucht hat, aber trotzdem ist das Museum wirklich zu Empfehlen.

Die Umplanung der Reiseleitung sah nun vor, das wir zurück zur Hauptwache faren und über die Zeil laufen um verschiedene Geschäfte zu besuchen.

So sind Nils und TobbY in einem Fotogeschäft gewesen, haben sich dort Fotorucksäcke angeschaut aber den Wunsch erst mal verworfen, denn mit 330 € im Angebot wurde das geplante Budget doch massiv überschritten.

Der Besuch bei Saturn, der Nils die Möglichkeit geben sollte, sich für einen Rasierer zu entscheiden wurde auch recht zügig abgeschlossen. Nils spekuliert auf einen Braun Series 5, der aber trotz Rabatt im Saturn noch zu teuer war, und Nils darüber hinaus auch erst noch das Nass rasieren ausprobieren möchte.

Im Decatlon haben sich die Jungs dann planmäßig mit Badehosen versorgen können währen wir im Rewe noch ein paar Regionale Lebensmittel wie „Spundkäse“ kaufen wollten. Angesichts der aktuellen Uhrzeit und des eh umgeplanten Tagesablauf haben wir dann auch gleich noch was für ein Abendessen am Wohnwagen beschafft und uns auf den Heimweg gemacht.

Eigentlich sollte man denken geht es jetzt entspannt von der Konstabler Wache mit der S-Bahn zurück nach Hanau, aber leider mussten wir am Bahnsteig feststellen, das unter der Zeil zwischen Konstabler Wache und Hauptwache aufgrund von Personen im Gleis seit gut einer Stunde keine Züge verkehren. Glücklicher Weise war die Störung gerade als wir am Gleis stehend über einen Plan B nachdachten beseitigt worden und die erste S-Bahn die auf unserem Bahnsteig einfuhr, fuhr dann auch durch bis nach Hanaus. Für uns war das Gut, aber die Fahrgäste die schon zuvor in der Bahn saßen hatten jetzt eine Verspätung von gut 75 Minuten ertragen müssen.

Wieder zurück am Campingplatz hatten wir ein von den letzten Sonnenstrahlen vorgeheiztes Vorzelt, in dem wir dann unser Abendbrot eingenommen haben, und auch wenn ich laut Schlafmonitor über 10 Stunden geschlafen habe, bin ich schon wieder müde und diese Zeilen waren eine Qual … aber jetzt sind sie Fertig und ich sage wie gestern …

Gute Nacht …

  1. Heizungsschalter und Regler []
  2. hier übernachtet geli auf den Dienstreisen nach Frankfurt teilweise []
  3. https://de.wikipedia.org/wiki/Diners_Club []
  4. größer oder kleiner []
  5. Ilmenauer Notgeld []
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Big-Mac-Index []

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