Mittwoch, 10.07.2024
Nach etlichem Auf- und Abbauen in diesem Urlaub geht es immer schneller und heute sind wir zu schnell. Daher kommt das ganze bisher eingespielte System zwischen innen, Wohnwagen auf- und einräumen 1 und außen, abbauen und beräumen 2 aus dem Tritt. Und schon seit längerem gibt es immer wieder Streit und Unstimmigkeiten mit dem Schuhschrank. Dieser muss halt durch seine Maße als erster unters Bett, aber auch als erster wieder raus und als vorletztes abgebaut werden. Da aber neben dem Schuhschrank auch alle Stühle, der Tisch, die Wäschespinne und die Taschen mit dem Vorzelt unter das Bett müssen, liegt dann viel rum und behindert innen alle Arbeiten und blockiert alle Wege. Und heute war geli viel schneller als das Außenteam und brachte dann mit Eigeninitiative den Schuhschrank abzubauen alle andern aus dem Takt und damit TobbY auf die Palme. Dort reagierte er dann so über das sogar Nils nicht mehr mit ihm abbauen wollte und TobbY 3 sich in die Ecke stellte und 4 angefressen dem Rest beim Abbau zuschaute. Nur die für die Ladungssicherung und Fahrzeugsicherheit relevanten Teile wurden von ihm selbst überprüft und auch mit gemacht.
So sind wir dann pünktlich voSo sind wir dann pünktlich vor um 12:00 Uhr am Campingplatz gestartet und hatten für knapp 330 km viel zu viel Zeit. Da wir keine besondere Vorplanung für irgendwelche Zwischenstopps machen konnten und haben wir von Anfang an geplant, ungeplant noch einen geeigneten Zwischenstopp einzulegen. Der erste Versuch für einen solchen ungeplanten Zwischenstopp war das „Föreningen Smalspåret Växjö-Västervik“ war google Maps als Schmalspurbahnmuseum eingeordnet hatte. Mehr Museum als die folgenden Bilder gab es dort aber nicht.
Als wir dann auf der 23 an einem Abzweig nach Ryd vorbeigekommen sind, hatte geli den Einfall, sie hatte mal, was von einem Autofriedhof gelesen hatte und wir den ja noch anschauen könnten. Damit könnte man min. 1h totschlagen. Als TobbY fragte, wo er denn abfahren müsse, meinte geli, an der Abfahrt an der wir gerade vorbei gefahren sind. Also wurde google nach einer Route befragt und Googel meinte wir sollen dann die nächste Abfahrt nehmen und über Lövhult und Långasten wieder zurück auf die 126 fahren. Diese Strecke wäre etwas für meine Mutter gewesen. Rechts grün, links grün und die Straße so breit, dass man mit Wohnwagen die gesamte Breite benötigt. Dreimal mussten wir Gegenverkehr meistern und dann waren es nur noch3,7 km bis zur Länsstraße. Aber wir wurden abrupt gestoppt von einem Holz LKW der gerade damit beschäftigt war, seinen Anhänger wieder anzukuppeln. Nachdem er das im … Versuch endlich erfolgreich geschafft hatte, fing er dann an, den Anhänger zu beladen. Nach dem die ersten vier Rungen gefüllt waren dachten wir schon, endlich geht es weiter, aber dann wurde die Last auf dem Anhänger verschoben und die vorderen vier Rungen wurden auch noch beladen.
Nach gut einer Stunde, und inzwischen stand hinter uns noch ein Transporter, war der LKW dann so weit voll und die Ladung gesichert das es weiter gehen konnte. Ich habe nur noch gehofft, dass er nicht noch mal unterbrechen muss, um den Kran irgendwo abzustellen. Aber es ging nach 1h Wartezeit wirklich los und wir konnten uns sicher sein, das uns jetzt kein Gegenverkehr mehr behelligen wird, denn auch der LKW braucht die ganze Straße. Aber wir hatten nicht den nächsten schwedischen Holz LKW auf der Rechnung, der gut 1,7 km vor der Einmündung im Gegenverkehr auftauchte. Also konnten wir jetzt beobachten, wie eine Gliederzug gut 1 km rückwärts die Straße frei macht.
Endlich wieder auf der Länsstraße ging es als nächstes erst mal an die Tankstelle, denn mit einer Restanzeige von 68 km im schwedischen Nirgendwo nach solch einem Erlebnis, sollten wir doch lieber voll machen. Die Marke kannte ich bisher nicht und die Tankstelle war für uns als Gespann auch so eng, dass ich um Drehen zu können den Anhänger rückwärts schieben musste.
Angesagt war, dass es heute Nachmittag regnen sollte, und der kam dann auch auf dem Stück zwischen der Tankstelle und Ryd auf einen Schlag runter, sodass man nicht mehr die Maximalgeschwindigkeit fahren konnte. Dem Regen können wir aber wohl auch verdanken, dass wir mit dem Gespann am Autofriedhof überhaupt einen Parkplatz bekommen haben. So stand dort ein Deutsches Wohnmobil und noch 2 Schweden, und der Rest des Parkplatzes war leer. Ich habe mich dann an dem Wohnmobil vorbei gemogelt und hab danach mit Unterstützung vom Mover und einmal Abkuppeln das Gespann gedreht. Jetzt bekam die Frau im Wohnmobil erst recht den Mund nicht mehr zu. Ich habe sie dann befragt und sie meint schon mein Manöver an ihr vorbeizufahren wäre eng gewesen, dabei war rechts und links doch noch massig Platz. Außerdem fand sie unsere Version das Gespann zu drehen beeindruckend. Anschließend habe ich dann das Gespann noch auf dem Parkplatz zurück bis zum Ende des Parkplatzes geschoben, bevor wir dann fix Schuhe gewechselt haben und uns den Friedhof angeschaut haben.
Was ist denn nun so ein Autofriedhof 5. Man könnte denken es ist ein Schrottplatz und irgendwie ist es das ja auch, nur ein Schrottplatz ohne finale Verwertung. Das Gelände liegt am Rande eines Torfabbaugebietes, welches in welchem auch noch Anfang des 20ten Jahrhunderts Torf gestochen wurde. Um sich die schwere Handarbeit zu erleichtern hat der letzte Besitzer sich sogar eine kleine Eisenbahn gebaut und da aufbereiteter und gemahlener Torf mehr einbracht baute er sich auch eine entsprechende Bearbeitungs- und Siebtrommel. Nachdem das Auto in den 50er Jahren immer beliebter wurde und man auch Platz für die ersten ausgemusterten Exemplare benötige, fand man diesen auf dem Gelände des eigenbrötlerischen Torfstechers. Und so füllte sich das Gelände nach und nach mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen. Teilweise fehlten mal vereinzelt Bauteile oder man findet ein paar Autotüren an einem Baum hängend oder Bäume, die inzwischen schon aus den Autos wachsen.
Durch das Wetter bedingt wurde unser Rundgang aber gar nicht so lang wie man meine sollte, denn schon nach kurzer Zeit fing es wieder an zu Donnern und da wollten meine drei lieber zurück zum Auto und ich konnte nur noch kurz das Gelände weiter Erkunden bevor auch ich mich wieder auf den Rückweg zum Gespann gemacht habe. Dort wurde ich kurzerhand auf den Beifahrersitz verbannt und es ging jetzt weiter nach Trelleborg. Voraussichtliche Ankunftszeit 19:xx Uhr, also annehmbar wenn man noch im ICA einkaufen und dann in der Wartespur das Abendbrot machen und verputzen will. Mit ein wenig Verspätung kam die „Tinka Bel“ an und wurde entladen und wieder beladen. Wir hatten einen Stellplatz relativ weit hinten kurz vor der Rampe und unsere Kabine war relativ weit vorn.
Nils und ich haben noch das Drehen im Hafenbecken verfolgt sind aber dann schon vor dem Verlassen des Hafenbeckens nach innen in unsere Innenkabine gegangen um möglichst viel Schlaf mitzunehmen.














