Donnerstag, 11.07.2024
Mit nur einer Stunde Verspätung sind wir in Rostock angekommen. Leider hatte gelis innere Uhr sich auf die geplante Ankunftszeit geeicht und war damit gut 30 – 40 Minuten vor der eigentlichen Ankunftszeit schon angelaufen und hat bei geli für Hummeln im Hintern gesorgt. Dann hatten wir diese Jahr Innenkabinen gebucht, da wir uns gedacht haben, wir gehen abends auf die Fähre, wollen schlafen und morgens wieder raus, also muss es keine Außenkabine sein die teurer ist. Leider steckt man daher aber in einer vollständigen Dunkelkammer und so war ich durch gelis Nachttischlampe auch mit wach, auch wenn ich gerne noch die Minuten mitgenommen hätte. Und selbst das Aufstehen nach der 1h Ankündigung hat dafür gesorgt, dass wir so früh aus dem Bett und angezogen waren, dass wir noch vor der Warno Mündung an Deck standen und die üblichen Fotos vom Hotel Neptun und den Warno Leuchttürmen machen konnten.
Am Auto angekommen haben wir festgestellt, dass neben uns in den mittleren Streifen direkt vor der Rampe ein schwedisches Segelflugzeug 1 und ein Boot stehen. Als die Rampe dann endlich offen war, ging es auch noch nicht sofort von Deck, denn nachdem die beiden mittleren Spuren bis auf die LKW leergezogen waren und es mit den PKW von rechts und links los gehen sollte, stellte man fest, dass ein Fahrer eines ersten Fahrzeuges noch nicht an seinem Auto eingetroffen war und musste erst mal die dahinter parkenden Autos so rangieren, das der zweite rausgekommen ist. Vor uns stand ein Arbeitsgerät, sodass auch wir erst auf Anweisung gestartet und nur mit Kontrolle durch den Einweiser ausgeparkt haben.
Die Hafenausfahrt war dann so voll, dass wir nicht auf die direkte Spur Richtung A19 gekommen sind und geli lieber links durch den Hafen gefahren ist. Und Prompt standen dort die erste Polizeikontrolle, die uns aber nicht weiter beachte, hat. Die Fahrt auf der A19 lief, wie ich gehört habe ohne weiter Besonderheiten ab, nur am Ende der A19 ging es dieses Mal auf der A10 nicht Richtung Westen, sondern Richtung Osten weiter. Und kurz nach dem Dreieck leuchteten Schilder für eine Kontrollstelle der BAG auf und wir sahen unsern, dank großzügiger Reserven noch einzuhaltenden Zeitplan in Gefahr, denn vermutlich hatten sich beim Laden in Schweden die Gewichte etwas verschoben und wir hätten nach der Wage umpacken und vielleicht sogar zahlen müssen. Aber auch hier hatten wir Glück, wir waren nicht das Beuteschema der Behörden oder hatten das Glück das Kontrollplatz gerade voll war.
Erstes Ziel in Berlin war der Bahnhof Wannsee, an dem uns die Kinder mit ihren Rucksäcken verlassen haben, denn für sie beginnt hier ein zweiter Reiseteil nach Iserlohn über den sie dann weiter berichten werden. Mit dem Gespann am Bahnhof Wannsee die Kinder rauszulassen ist kein einfaches Manöver, aber geli hat es sehr gut gemeistert.
Der Nächste Stopp war dann gleich in der Nachbarschaft, wir hatten uns in Stahnsdorf mit einem Interessenten für das Grundstück getroffen. Er hatte mich vor einigen Wochen angeschrieben und ich habe die Chance genutzt, ihn, seine Ideen und seinen Hintergrund kennen zu lernen. Das Gespräch in einem Kaffee am Dorfplatz verlief sehr positiv und wir haben uns nach gut 2h getrennt und wollen in Kontakt bleiben.
Hier habe ich dann die Fahraufgabe für die letzten gut 300 km übernommen, musste mir aber irgendwo auf der A9 ein Foto einhandeln. Sie hatten den ganzen Tag schon sehr intensiv Geschwindigkeitskontrollen gemacht, ich gehe aber davon aus, das von dieser Aufnahme nichts kommen wird, da ich deutlich unter der für die Strecke und das Gespann zulässigen Geschwindigkeit unterwegs war 2 aber es kann sein, das die Kamera mich für einen LKW gehalten hat, und für den war ich zu schnell. Und dann kam der große Schreck kurz vor daheim. Ich fahre nicht wie für mich sonst üblich Ilmenau Ost von der Autobahn und dann durch die Stadt nach Hause, denn der Weg ist eigentlich kürze, sondern nehme den vermeintlich einfacheren, indem ich bis Ilmenau West gefahren bin und dann den kürzeren weg nur durch Oberpörlitz nach Hause. Aber kurz hinter der Autobahnabfahrt geht es in einer S-Kurve im Wald den Berg rauf. Unser Glück war das Gespann, das an der Stelle mit 20 – 30 km/h geschlichen ist, denn mit vollen 70 km/h hätte ich die Polizei, die mit Sondersignal an der unübersichtlichen Stelle drei Fahrzeuge auf ihrer Spur überholt auch mit den gleichen 70km/h in meiner Front sitzen gehabt. So ist das alles erst mal noch glimpflich ausgegangen. Aber 3 km vor daheim nach 5070 km Tour aufgeraucht zu werden ist schon bitter.
Dann daheim angekommen mussten wir jetzt nicht mehr im eingespielten Team mit den Jungs, sondern allein den Wohnwagen in die Einfahrt rangieren und Ausladen. Erst mal alles im Weg stehen gelassen, ist ja ende der Sackgasse und wir gingen erst mal schiffen und sich überlegen, wie man bei der Wärme was machen will, dann Auto und Wohnwagen trennen, Spiegel ab und geli stellt das Auto weg und beginnt das Ausräumen des Autos. Ich klapp den Mover an, stell mir das Stützrad ein und beginne den Wohnwagen in die Einfahrt zu fahren. Ganz auf den Stellplatz wollte ich noch nicht, da ich dort erst mal Unkraut schneiden musste, aber ich bin mit den Reifen nicht über die Schwelle auf unsere Rasengittersteine gekommen. Der Mover der sonst auch den voll beladenen Wohnwagen beweglich macht, hat sich geweigert das linke Rad über einen 2 cm Absatz zu bekommen. Nachdem Keilen vom zweiten Rad und ziehen oder schieben nicht geholfen hat musste ich dann vorsichtig noch mal aus der Einfahrt raus rangieren 3 und dann haben zwei schaufeln Frostschutz gereicht um den Absatz auszugleichen und dann hatte der Mover auch keine Probleme mehr mit dem Absatz.
Also konnten wir anfangen den Wohnwagen auszuladen und die Waschmaschine zu füttern. Danach haben wir uns fix, was zum Abendessen bestellt, denn zum Kochen hatte so richtig keiner mehr Lust, außerdem hatten wir mitbekommen das der X30 OV Abend passend in Vorbereitung von HQ zu uns an die Station HQ verlegt werden sollte. Das schien aber der Biertrinkerfraktion nicht gepasst zu haben, weshalb man sich wohl dann doch entschieden hat, unten im SFZ das Bier zu trinken, denn als ich ankam war außer Ben keiner mehr da. Also habe ich nur kurz mit Ben gesprochen und bin wieder heim, und den nächsten Schaden entdecken.
Das Fahrrad sollte zurück in die Garage und beim Öffnen des Tores blieb es auf der halber Höhe hängen. Was ist denn jetzt hier los? Nun ja, nach einigem Basteln hab ich mich doch dann entschieden das Blechgehäuse abzuschrauben und die Anschläge wieder einzustellen. Danach ging auch wieder alles, und inzwischen hatte ich so geklappert, das auch geli runter gekommen ist und ich dann Hilfe hatte die Verkleidung wieder anzuschrauben. Man sollte sich nur merken, der Taster mit dem Pfeil runter stellt den oberen und mit dem Pfeil hoch den oberen Anschlag ein.
Und ganz zum Abschluss des Tages haben wir dann erfahren, dass wir richtig Glück hatten. Die Tinkabell, die Fähre mit der wir heute früh noch mit nur 1h Verspätung den Hafen in Rostock erreicht hatten, ist bei der nächsten Fahrt 4 gut 11 km vor Rostock nach einem Blackout manövrierunfähig gewesen und musste von 2 Hafenschleppern durch die Warno zurück in den Hafen gebracht werden. Die Passagiere konnten dann 18:30 Uhr lauf Presseberichten 5 die Fähre wieder verlassen, aber nicht wie geplant in Trelleborg sondern immer noch in Rostock. Ich möchte mal sagen, da hatten wir dann noch Glück gehabt.
- Wettkampfnummer 1X [↩]
- bzw. runter gebremst hatte [↩]
- hatte mich schon gut eingebaut [↩]
- Abfahrt 08:40 Uhr [↩]
- https://blog.ankerherz.de/blog/rostock-schwedenfaehre-nach-blackout-zurueck-im-hafen/?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR3FhkfkBg2WNHnmNIz58-RFYLc0Ri5e06pvZS0R-6r-lFih2c0I4dJw58k_aem_FoNjSHIUgXyR8CDYDP4bJA [↩]

