Dienstag, 02.07.2024

Nach dem anstrengenden Reisetag gestern ist heute erst mal Ausschlafen angesagt. Außerdem ist unser Programm für den leider doch verregneten Tag sehr überschaubar. Nur wäre es nicht sinnvoll gewesen den Museumsbesuch mit der nächsten Etappe zu kombinieren, denn die führt uns wieder über gut 500 km und wird damit den ganzen Tag in Anspruch nehmen.

Ich weiß nicht, ob ich das gestern schon berichtet hatte, aber der Campingplatz hat einen eigenen Bahnsteig der Inlandsbahn 1. Diese inzwischen nur noch touristisch genutzte Bahnstrecke wird regulär in der Touristensaison von zwei Zügen befahren. Einer von Östersund nach Gällivare der gegen 10:34 Uhr am Campingplatz vorbei fährt und der Gegenzug von Gällivare nach Östersund gegen 18:32 Uhr 2. Den vormittags Zug hat sogar am Bahnsteig des Camping Platzes angehalten, denn eine Rucksacktouristen wollte für eine Nacht auf dem Campingplatz Rast machen.

Der Zug hält nicht immer an dem Bahnsteig, sondern nur wenn im Zug ein Haltewunsch gedrückt oder am Bahnsteig eine Haltewunsch per Schild angezeigt wird. Dazu muss ein rundes gelbes Schild mit Rotem Außenring so gedreht werden, dass der Zugführer das Schild erkennen kann. Der Mast des Schildes ist drehbar gelagert und zum Drehen und Verriegeln gibt es einen kleinen Hebel. Wenn dann der Zug angehalten hat und der Fahrgast zugestiegen ist, dreht der Schaffener das Schild wieder auf Neutral und dann fährt der Zug ab 3.

Gegen 13:00 Uhr sind wir dann erst mal aufgebrochen ins Wohnwagenmuseum von Polar, der Grund warum wir Dorothea überhaut angesteuert und einen zweitägigen Stopp eingelegt haben. Auch wenn wir für die kleine Wohnwagenausstellung (7 oder 8 Wagen) nur knapp 30 Minuten gebraucht haben, wäre uns das vor der langen Strecke zu viel geworden.

Die Wohnwagen zeigen so ein bisschen der Geschichte der Marke Polar und wir haben auch in den älteren dort ausgestellten Modellen einige sehr interessante Features entdeckt, die Scheins von den Designern der aktuellen Modelle wie unserem nicht mehr betrachtet werden. Besonders möchte ich erwähnen den Halter für das Feuerzeug am Herd, das Gewürzregal, den Whiskey Schrank oder das klappbare TV Regal. Auch interessant ist die Entwicklung der Nasszelle. Die ältesten Modelle hatten keine Nasszelle, die nächsten Generationen dann wenigstens ein Waschbecken und die neuesten ausgestellten Sondermodelle hatten dann auch schon eine Toilette. Beim Verlassen des von Polar gesponserten Museums haben wir dann noch mit der Kollegin am Merchandising Stand geschwatzt und geli, die Interesse an einer der Mützen bekannte, konnte diese dann für 4 € erwerben. Leider war hier Kartenzahlung nicht möglich und Swisch können wir nicht und wie schon zuvor erwähnt haben wir auch kein Bargeld. Da aber aus dem Werk immer mal wieder Kollegen in die Euro Zone in den Urlaub fahren, war es kein Problem für einen schlechten Kurs von 1:10 die Mütze zu erwerben.

Anschließend ging es dann mit einem kurzen Zwischenstopp am Supermarkt und der Tankstelle zurück zum Wohnwagen. Die Jungs haben sich hier dann verabschiedet um auf dem Weg zum Wohnwagen noch Pokémons fangen und verschiedene Fotos machen mussten.

Um dann noch mal gute Fotos von der Inlandsbahn zu machen sind wir für den Abend Zug zum Bahnsteig. Leider waren wir 10 min. zu früh und der Zug 15 min zu spät und die Mücken in der Überzahl. Also was haben wir gemacht? Wir haben uns so gut es ging eingepackt und hinter Masken versteckt und da das nicht ausgereicht hat sind wir in Bewegung verfallen. Also haben wir auf der Plattform eine Polonaise gestartet, rechtsherum und linksherum eine Acht oder auch andere Varianten. Und dann haben wir noch mal in den Fahrplan geschaut und genau in dem Moment hören wir den Zug. Aber Nils war schnell genug und hat noch ein paar Schöne hinbekommen.

Anschließend habe ich dann im Vorzelt an der Planungstelko für HQ teilgenommen und mich gefreut, das die Vorbereitungen gar nicht so schlecht aussehen.

  1. https://res.inlandsbanan.se/en []
  2. https://res.inlandsbanan.se/upload/A4_TIDTABELL2024_240326.pdf []
  3. haben wir am kommenden Tag kurz vor unserer Abfahrt beobachtet, denn die Rucksacktouristin ist weitergereist []

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