Gestern Abend haben Nils und TobbY als sie ins Bett sind noch im Vorzelt aufgeräumt. Alles was spitz ist und dem Vorzelt schaden kann musste weichen und möglichst nah an die Wand des Wohnwagens. Es war die Nacht über Sturm angesagt und wie wir zuvor nachgesehen haben, ist ein Vorteil unseres Luftvorzeltest: Es kann sich bei Sturm nach innen drücken lassen und richtet sich dann auch wieder auf.

Dieses Verhalten konnten wir dann im Laufe des Morgens einige Male beobachten bis wir uns dazu entschlossen haben aufzustehen und das Vorzelt mal wieder in Form zu bringen. Also Kompressor an die Stützen und los geht es. Nach einigen Minuten stellte sich dann das Zelt wieder richtig in Form, vielleicht hätten wir doch gestern noch mal Luft nachpumpen sollen.

Danach gab es dann Frühstück und wir haben uns auf gemacht, um in das nächste und letzte Museum für diesen Standort zu fahren. Heute besuchen wir das Danish Museum of Science & Technology 1 natürlich in Helsingør.

Dort angekommen haben wir wieder die gleiche Erfahrung gemacht wie schon bei den Urlauben zuvor in Dänemark, Musen haben einen Bildungsauftrag und Kinder unter 18 Jahren haben kostenlosen Eintritt. Würden unsere Kinder von dem Bildungsauftrag auch gebrauch machen.

Wie geli herausgefunden hat, ist das Dänische Technikmuseum von der Technischen Universität Koppenhagen nach Helsingør umgezogen und wurde dann mit weiteren Sammlungen zusammengelegt 2 . Dazu ist das Museum dann ein weiteres mal umgezogen und ist in den Hallen eines ehemaligen Metallverarbeitenden Betriebes unter gekommen.

Nachdem wir heute im Museum wieder überall Stolperfallen rumstehen hatten, ist mir noch eingefallen, was ich gestern noch ergänzen wollte: Warum war das großartig beworbene Cafe im Maritim Museum geschlossen? Seht selbst:

Was kann man nun über die Ausstellungen alles berichten. Eigentlich sollten die Bilder der Kinder das meiste erzählen. Es gab alte Autos, Flugzeuge (von Hängegleitern / Segelfliegern bis zur F104 Starfighter). Man konnte wieder an einigen Ausstellungsstücken mit den Händen gucken konnte so mal wieder problemlos 3 h zu bringen zumindest, wenn man TobbY heißt.

In der zweiten Halle war eine Feuerwache eingebaut, mit einigen Fahrzeugen und Fotos, wie sie im Einsatz waren. So gibt es kleine Feuerwehrkräne und auf den Bildern hat man mitnehmen können, das sie gleichermaßen für die Tierrettung 3 als für Verkehrsunfälle mit Autos eingesetzt wurden. Auf der Feuerwache, quasi in der zweiten Etage, gab es noch die Geräte der Feuerwehr als Ausstellungsstücke. Viele Geräte kannte ich, interessant fand ich die eine Pumpe, die unter die Hinterachse eines Automobils eingebaut und damit der Reifen aufgebockt wurde. Dann konnte man einen passenden Riemen um Reifen und Pump legen und hatte eine funktionierende Pumpe.

Unter den Fahrzeugen gab es Fahrzeuge der verschiedensten Generationen, angetriebene Pferdekutschen bis zum Tesla Roadster. Die ersten Generationen von Fluggeräten waren auch sehr interessant, denn die Erfinder ließen sich immer wieder etwas zu dem Thema Faltmechanismus einfallen. Im hinteren Teil der Halle war ein Wrack eines deutschen Wasserflugzeuges aufgebockt und in Bildern wurde auch die Geschichte der Bergung durch Taucher und Hebesäcke beschrieben. Hier konnte ich leider die Beschreibung nicht lesen, denn anders als auf Jütland, wo in jedem Museum die Beschreibungen in Dänisch, Englisch und Deutsch ausgeführt sind, sind hier die Beschreibungen in Dänisch und bei den neueren noch in Englisch 4

Interessant war auch der Übertragungswagen mit Kameras und einer kleinen Sattelitenschüssel auf dem Dach und ein dazu passender Wagen mit einem Stromerzeuger. Beides vom dänischen Fernsehen und das Ensemble hatte man so aufgebaut, das eine dritte Kamera auf den Roten Teppich an der Gangway der DC3 stand. Kameras noch mit Diskreten Bauteilen und teilweise sogar Röhren, Röhrenfernseher die neben der Bildröhre auch noch Zeilenröhren in der Frequenzaufbereitung haben.

Auch interessant, vor allem für den Wimpel, war eine mechanische Zigarettenpapierhülsen Form- und Klebemaschine.

Gut was habe ich noch Interessantes entdeckt? Überall standen Zapfsäulen aus den verschiedenen Jahren rum. Man muss dazu sagen, die alten Säulen sehen viel Schmucker und Dekorativer aus als unsere heutigen Säulen.

Dann gab es auch einige Sonderausstellungen, z. B. zu KI, der Geschichte der Mobilkommunikation, vielleicht haben meine Jungs ja das Koffer Telefon abgelichtet oder die Sonderausstellung zu den Aktivitäten und Ideen Dänemarks bezüglich des Klimawandels und des sich daraus entwickelnden Energieproblems. Vor allem spannend in der Richtung finde ich einen Projektidee: In der Nordsee, knapp 100 km vor der dänischen Küste soll ein Riesiger Windpark entstehen. Die Windenergie soll dann auf einer künstlichen Insel zusammengeführt und für den Transport nach Dänemark und Europa vorbereitet werden. In der ersten Ausbaustufe sind 3 Windparks mit zusammen 3 GW im Endausbau bis zu 10 GW geplant. Auf der Insel sollen dann auch Technologien „Power -to-X“ etabliert werden.

Eine letzte Ausstellung war auch noch sehr interessant, auch wenn sie nur sinnvoll besucht werden konnte, wenn man die Texte 5 gelesen hat. Sie ging über verschiede Erfindungen und ihre Erfinder. Wie sind sie zu ihren Ideen gekommen, waren die Erfindungen und die daraus resultierenden Patente ein wirtschaftlicher Erfolg oder eher ein Misserfolg? Dabei ging es auch um das Patent zur Insulinherstellung. Dieses ist eigentlich eine echte Erfolgsgeschichte, aber mit dem Patent wurde kein Gewinn gemacht, denn es wurde von der amerikanischen Universität an die Däne für $ 1 US weitergegeben denn man wollte auch die Diabetiker in Europa an dem Fortschritt und der sich damit einstellenden Lebensqualität teilhaben lassen sich nicht primär daran bereichern.

Und über die Entwicklung von Edison mit der Glühbirne gab es etwas zu erfahren, auch wenn mir das schon länger bekannt und vor allem klar ist. Edison war nur der Kopf eines Teams aus Ingenieuren und Forschern, die diese Entwicklung realisiert haben. Er hat es erfolgreich vorangetrieben und auch kommerziell den Hut aufgehabt. Denn mit dem elektrischen Licht für den Haushalt kam die Geschichte der Elektrizität ins Rollen, und nachdem jeder Haushalt mit Strom versorgt war, setzte sich die Entwicklung von elektrischen Haushaltsgeräten fort, so der Staubsauger oder das Bügeleisen.

Vom Museum ging es noch an einer Tankstelle vorbei zurück zum Wohnwagen. Während es noch leicht tröpfelte als wir ins Museum rein sind, schien als wir rau kamen die Sonne und auch am Wohnwagen konnten wir uns über ein stabil stehendes, trockenes Vorzelt freuen. Leider hielt diese Freude nicht lange an und wir können nur hoffen, dass morgen zum Abbau der Regen ein wenig ein Einsehen mit uns hat und zumindest zeitweise aufhört, dass wir einigermaßen trocken hier los kommen. Da wir dann ca. 3 h später alles wieder hinstellen dürfen, sollte ein Nasses Vorzelt im Wohnwagen weder am Wohnwagen noch am Vorzelt schaden anrichten.

  1. https://tekniskmuseum.dk/ []
  2. https://tekniskmuseum.dk/about/ []
  3. Pferde im Morast []
  4. Und somit sind die Jungs überwiegend raus, was dazu führt das wir stark unterschiedlich lange für das Museum brauchen. []
  5. in diesem Fall auf Englisch []

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