Der heutige Reisetag ist von vielen Pleiten gezeichnet. Wie sich gestern beim ins Bett gehen schon andeutetet hat, hat TobbY irgendwie mit seinem Bauch zu tun. Dies sorgte dafür, dass er mehr schlecht als recht geschlafen hat. Gegen 03:40 Uhr war er das erste Mal so wach, das er aufgestanden und auf das richtige Klo gelaufen ist, damit er die Luft aus dem Darm raus bekommt. Danach ist er zwar wieder eingeschlafen, aber nicht alle Liegepositionen waren möglich.

Gegen 06:00 Uhr ging es dann das nächste mal auf den Pot, nur war jetzt auch geli wach und hat das Drama mitbekommen Also hat sie geholfen und TobbY den Bauch massiert, und darauf hin ist er noch mal für gut 30 min eingepennt. Damit war aber die Zeitplanung schon massiv über den Haufen geschmissen, denn entgegen der ursprünglichen Planung musste ja zusätzlich noch das Vorzelt abgebaut werden, dem Regen gestern sei es zu verdanken.

Das mit dem Vorzelt ging dann Gott sei Dank recht flott, auch unter der Prämisse, dass wir ja heute Abend wieder das Vorzelt aufstellen wollen und damit alles nur in den Wohnwagen schmeißen können. Einräumen in die Taschen hätte verlangt, dass die doppelten Schmutzstreifen hätten zuvor sauber gemacht werden müssen. Dann ging es aber mit den Pleiten weiter, denn eigentlich wird ja immer den Männern vorgeworfen, sie würden anstelle die Anleitung zu lesen, lieber einfach nur ausprobieren, aber beim Entlüften des Zeltes zeigte sich, das an drei der vier Stützen, an denen die Jungs der Reisegruppestanden, die Ventile richtig aufgedreht wurden, während geli das Ventil und den Arretierungsring des Schlauches verwechselt und damit für Chaos sorgt. Gut das TobbY bei einem Rundblick über den Platz die Verschraubung noch gesehen hat, so kann er sie am nächsten Stellplatz wieder einbauen, auch oder gerade weil sie eigentlich nicht ausgebaut werden sollte.

Damit waren wir dann gegen 08:45 Uhr so weit gewesen, dass wir den Wohnwagen vom Stellplatz rangiert und am Auto angekuppelt hatten. Dann ging es los, hinten um die Kurve und schon standen wir im Stau. Ein Wohnwagen aus Eilenburg parkte gerade aus und wir mussten warten, bis der Wohnwagen am Auto angekuppelt und das Auto mit dem Wohnwagen losgezogen ist.

Danach ging es mit TobbY am Steuer gemütlich über die Bundestraße nach Rostock. Über die A20 wäre es gut 35 km mehr gewesen, und das hätte unser Tank nicht mehr mitgemacht. So hat es gut gepasst, dass wir im Fährhafen kurz vor der Fähre noch mal volltanken konnten und dann, oh Wunder, wir waren noch im Zeitlichen Korridor für die angepeilte Fähre, also doch alles im mehr als grünen Bereich.

Die Überfahrt nach Gedser war eigentlich unspektakulär, außer das die beiden Hybrid Fähren die scandlines auf der Route im Einsatz haben interessante Segel einsetzen. Beide Fähren sind mit 30 m hohen rotierenden Zylindern ausgerüstet worden 1 . Diese Zylinder, Rotorsegel genannt, funktionieren nach dem gut 100 Jahre bekanntem Konzept der Flettner-Rotortechnik. Die Druckunterschiede, die bei der Umströhmung des Rotren entstehen, Unterstützen den Schiffsantrieb in Fahrtrichtung und reduzieren so den Spritverbrauch um 4-5%.

In Gedser angekommen haben wir gleich getauscht und geli ist die Streck zum Campingplatz nach Hornbæk gefahren. Nebenbei haben wir noch den Sonntagsanruf absolviert aber die Strecke verlief im Grundsatz ereignislos.

In Hornbæk angekommen haben wir fix eingecheckt, den Wohnwagen auf den Stellplatz rangiert und begonnen das Vorzelt aufzubauen. Diesen Teil incl. der Reparatur, der von geli versehentlich gelösten Verschraubung haben wir gut und problemlos hinter uns gebracht. Dann mussten geli und TobbY aufs Stille Örtchen und als TobbY aus selbigen wieder rauskam, vermisste er seine Regenjacke. Damit gingen die nächsten Schritte des Vorzeltaufbaus leider nicht mehr so flüssig von der Hand. Schell den Tisch raus damit wir eine Ablage im Trockenen haben, dann mit den vorderen drei Wänden beginnen, denn über die läuft das Wasser überwiegend ab. Selbst beim Einfädeln der Reisverschlüsse wurden die Jungs und sogar TobbY, der hinter ihnen stand und die Wände hoch gehalten hat nass.

Nachdem alle Wände eingebaut waren, haben wir erst mal im trocken 2 Schuhschrank und Stühle aufgebaut und gewartet bis … ja bis es nur noch nieselt, damit man die Abspannungen am Vorzelt anbringen kann.

Während Nils und TobbY sich weiter um das Vorzelt kümmern, sind geli und Nick zum Einkaufen aufgebrochen. Irgendwie haben wir es dann aber bis zum Abendessen mit Unterbrechungen und einigen Nassen Klamotten hinbekommen, das Vorzelt zu sichern und nach dem Abendbrot 3 auch hinbekommen noch ein wenig 4 zu Funken.

Der letzte macht im Vorzelt das Licht aus, wenn er ins Bett kommt, und der letzte ist unser Nils, der ja wieder mal den überwiegenden Teil der Fahrt verschlafen hat.

  1. https://www.scandlines.de/uber-uns/unsere-grune-agenda/wind-im-rotorsegel/ []
  2. wenn man vom Fußboden und dem einlaufenden Wasser mal absieht []
  3. Spagetti Bolognese mit Salat []
  4. 12 QSO’s sind sehr wenig []

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