Das Motto könnte aber auch lauten 260 km, zwei Wasserfälle und 853 Höhenmeter.
Beim Aufstehen und Duschen ist TobbY aufgefallen, dass er vermutlich sein Duschgel auf dem letzten Campingplatz hat, stehen gelassen. Aber egal nach dem Duschen ging es gleich wieder an die Funkstation, die noch im Auto stand und mal schauen, wie es weiter geht. Und es ging mit fast vergleichbaren Bedingungen auf 20m weiter wie zum ins Bett gehen gestern Abend. Bis wir nach dem Frühstück also gestartet sind, standen bereits weitere 50 QSO im Log.
Auch wenn wir einen weiten und vollgepackten Ausflug vor uns haben, haben wir es nicht geschafft vor 12:00 Uhr zu starten. Grund dafür waren zum einen die guten Funkbedingungen die, die es für TobbY schwierig gemacht haben sich vom Funkgerät zu lösen, dann aber auch die notwendigen Vorbereitungen fürs Abendesse, da TobbY gebeten hatte, das er Nudelsalat bitte über den Tag abkühlen möge. Geli hattes es gut gemeint und den fertigen aber noch warmen Nudelsalat in der Schüssel mit dem Brett von der Spüle abgedeckt. Leider ging damit aber auch das Schlachten des Wohnwagens und seiner Einrichtung / Anbauteile los.
Also ging es bis zum weitesten Wasserfall, dem Tännforsen Wasserfall in 126 km zuerst. Der Wasserfall liegt noch ca. 24 km nordwestlich von Åre. Auf der Fahrt vom Campingplatz dahin sind wir zwangsläufig durch Åre gekommen, da es hier kaum unterschiedliche Straßen zu einem Ort gibt. Als wir dann Åre und die Lift- und Gondelanlagen gesehen haben ist recht schnell die Entscheidung gefallen, auf dem Rückweg auch in Åre anzuhalten und eine Gondelfahrt zum Gipfel zu unternehmen.
Am Tännforsen Wasserfall angekommen mussten wir mit der Parkgebühr auch gleich die Kurtaxe bezahlen, dafür konnte dann aber auch das Service Gebäude nutzen. Neben dem Automaten für die Parkgebühr 1 hing gleich noch ein Schild auf mit dem Angebot des Sommerkiosk. Der Sommerkiosk ist eine Art Caffè das in den touristisch aktiven Sommermonaten bewirtschaftet wird. Das alles wäre nicht so interessant, wenn auf dem Schild nicht eine kleine Ergänzung mit drauf gestanden hätte: “ONLY CARD NO CASH“. TobbY meint die Tage bei der Recherche nach einem anderen Thema bereits folgende Einschätzung gefunden: „Am 24. März 2023 endet die Ära der schwedischen Krone, lautet die Prognose eines Forschungsberichts“ 2 . Entlang des kurzen Wanderstrecke 3 vom Informationszentrum bis zum Wasserfall waren einige Informationsschilder aufgehangen. Wenn in Schweden fast überall die Chane genutzt wird, aus der Wasserkraft Strom herzustellen, ist am Wasserfall noch während der Planungsphase die Entscheidung getroffen worden, dass das Gelände um den Wasserfall zum Naturschutzgebiet deklariert wird und somit kein Kraftwerk gebaut werden kann. Der Wasserfall wird also noch so lange als Wasserfall zu erleben sein, bis er sich selbst weggespült hat. Wikipedia 4 sagt zu dem Tännforsen das es sich um einen der Mächtigsten Wasserfälle Schwedens handelt, andere Quellen, unter anderem auch vor Ort wird er als Schwedens größter Wasserfall bezeichnet.
Aber Strom wird auch im Wald gebraucht, dafür wurden an beiden Wasserfällen Steckdosen oder Lampen im Wald am Bäumen montiert.
Im Anschluss an die Besichtigung ging es zurück nach Åre. Die auf der Hinfahrt bei der Bergfahrt beobachtete Kabinenbahn soll uns auch für einen „kurzen“ Rundblick auf die 1274 m ü. N.N. den Berg Åreskutan 5 bringen. Vom Auto aus hatten wir schon mitbekommen das neben der Kabienbahn etliche Sessellifte aktiv sind. Sessellifte im Sommer aktiv in dem für Alpine Wintersport bekannten Ort, das müssen wir uns doch mal näher anschauen. Und TobbY meinte schon während der Autofahrt Mountainbikes an den Sesselliften ausgemacht zu haben. Und so war es auch. Im Winter ist Åre ein ausgedehntes Skigebiet, im Sommer lockt es als Trailpark Touristen in diese Abgelegene Gegend im Norden. Da wir aber weder Downhill Mountainbiker noch Wanderer sind, haben wir uns die mit umgerechnet 77 € nicht ganz billige Fahrt mit der Kabinenbahn für den doch überwältigenden Ausblick gegönnt. Leider hatten bis auf Nick alle ihre Jacken vergessen, sodass wir uns gerade mal eine halbe Stunde dort oben aufgehalten haben und mit der übernächsten Bahn bereits die Reise nach unten wieder angetreten sind.
Interessant war für TobbY wie ein Skigebiet hoch im Norden wohl auch mit Schneemangel zu kämpfen hat. Während oberhalb der Buschgrenze in schattigen Nordlagen immer noch Schneelinsen zu finden und teilweise in die Mountainbike Trails integriert sind, scheint es unterhalb der Baumgrenze mit Schnee nicht weit her zu sein. Dort ist eine ausgefeilte Infrastruktur mit Schneekanonen und Rohrleitungen fest installiert worden.
Nach dem Ausflug auf den Gipfel waren es noch mal 18 km die Strecke entlang bis zum Ristafallet – Wasserfall 6 . An diesem Wasserfall liegt wunderschön gelegen ein Campingplatz, nur haben wir die Tour heute nicht mit dem Wohnwagen gemacht sondern wie vorgesehen den Wohnwagen in Lit stehen gelassen und sind nur mit dem Auto allein unterwegs. Der Ristafallet ist besonders bekannt du den Film Ronja Räubertochter nach dem gleichnamigen Roma von Astrit Lindgren. Für ihren Frühlingsschrei sitzt Ronja auf einem der großen Steine mitten im Wasserfall 7 . Da wir uns dieser Geschichte nicht sicher waren, haben wir auch hier nur einen kurzen Abstecher gemacht und sind nicht noch mal am Fall und dem Wasser entlang gewandert um nach der richtigen Einstellung zu suchen.
Über die weitere Rückfahrt zum Campingplatz gibt es wenig zu berichten. Ein paar weitere schöne Fotos von der Landschaft, den Flüssen und Seen haben wir noch gemacht, aber damit sollte der Ausflug an seinem Ende angekommen zu sein. Wieder am Platz hat TobbY gleich seine Station wieder aufgebaut, aber die Bedingungen haben etwas abgebaut sodass nach dem notwendigen WSJT-Z Update nicht an den Rhythmus vom Vormittag aufgeschlossen werden konnte.
Als wir angereist sind und nach einem Platz gefragt hatten, wurde uns mitgeteilt das wegen eines Hundewettkampfes am Wochenende einige Parzellen bereits im Vorfeld reserviert wurden. Wir hatten dann einen Platz gewählt, der uns von der Veranstaltung unabhängig machte. Jetzt war die Veranstaltung angelaufen und geli und TobbY sind mal für eine halbe Stunde als Zuschauer zum Sportplatz rüber gegangen. Dieser Hundesport ist eine interessante Sache, aber unser Sport wäre es nicht.
Genug erlebt für einen Tag aber Nils und geli hatten sich ausgemacht, das sie den einen Zug 8 der Inlandsbanan 9 an der Brücke bewundern und fotografieren wollen. Dazu waren sie bereites aufgebrochen als TobbY von den Hunden wieder gekommen ist, er hat sie aber noch rechtzeitig von Eintreffen des Zuges erreicht.
Danach wurde nur noch etwas gefunkt sodass die 100 QSO’s für den Tag erfolgreich ins Log gekommen sind und dann ging es gegen Mitternacht ins Bett. Der letzte Zeitpunkt zu dem der Wohnwagen incl. des Zubehöres überwiegend intakt war.
- natürlich mit Kreditkarte zu bezahlen [↩]
- https://orf.at/stories/3135486/?utm_source=pocket-newtab [↩]
- 200 m [↩]
- https://de.wikipedia.org/wiki/T%C3%A4nnforsen [↩]
- https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%85reskutan [↩]
- https://de.wikipedia.org/wiki/Ristafallet [↩]
- https://www.ristafallet.de/waterval-ristafallet/ [↩]
- https://res.inlandsbanan.se/upload/A3_TIDTABELL2022.pdf [↩]
- https://de.wikipedia.org/wiki/Inlandsbahn [↩]


























































