Der heutige Bericht beginnt nicht wie üblich mit dem Aufstehen, denn leider wurden wir während der Nacht gleich zweimal daran erinnert das wir Campen sind und wir uns mit dem Wohnwagen entsprechend verhalten sollten. Die erste Erinnerung bekamen wir knappe 2h nachdem TobbY ins Bett gegangen ist so gegen 2:30 Uhr. Es fing an zu regnen. Da es die letzten Tage so problemlos gelaufen ist mit dem Wetter, hatten wir zwar die Markise draußen und alles unter der Markise verstaut, aber keinen echten Regenschutz und die Stühle nicht zusammengeklappt und Regensicher verstaut. Also hieß es für geli und TobbY Aufstehen und die Stühle beräumen. Vom Licht her war das Beräumen nicht problematisch, denn wir hatten immer noch oder schon wieder Dämmerung und konnten daher schnell wieder in unser Bett krabbeln.
Wieder gut zwei Stunden später kam die nächste Erinnerung 1. Diesmal war es ein heftiger Windstoß. Und wieder rächte sich die Faulheit, die sich nach den Tagen guten Wetters in Mora sich eingeschlichen hatte. Wir hatten zwar die Markise mit zwei Schrauben an den Stützen im Boden verankert, aber wir haben die Markise nicht mit den Sturmbändern noch mal gesichert. Diese Runde ging an Nils, er durfte also raus, denn Sturmbänder und Heringe sind seine Aufgabe. Die Sturmbänder hat der Nils dann um 04:40 Uhr montiert und schon zur geli gemeint, er könne dann sicher nicht wieder einschlafen. So sollte es dann auch sein, als TobbY Frühs gegen 09:00 Uhr aufgestanden und zum Funken gegangen ist, saß / lag der Nils in seinem Bett und hat gelesen. Nur dann als alles aufstehen wollte / sollte, sind ihm endlich noch mal die Augen zugefallen.
Für heute haben wir uns kein großes Programm vorgenommen, aber ein wenig müssen wir doch unternehmen, nur am Wohnwagen rumsitzen macht auf dem Platz hier wenig sinn. Und TobbY wollte bis hier hoch, da er sich Östersund und die Biathlonanlage mal anschauen wollte.
Aber bevor es ins Ski Station ging, war auch ein kurzer Stadtbummel angesagt. Es ging also in die Innenstadt und ein wenig durch die Fußgängerzone und ins Bad am Strand des See Storsjön. Wie ihr den Bildern entnehmen könnt, ist in der Innenstadt moderne mit klassischer Architektur gemischt. Eine Geschichte, die uns dieses Jahr immer intensiver auffällt, ist das Thema Bargeld. So hat geli gestern am H&M in der Innenstadt auch das Schild übersetzt: „Hier kann nicht mit Bargeld bezahlt werden.“
Wenn man in der Stadt über den Storsjön auf das ansere Ufer schaut, sieht es so aus, als ob es dort auch eine Alpinpiste mit Skilift gibt.
Anschließend ging es wie geplant ins Biatholn Stadion. Auf der einen Seite der Straße findet man die Östersund Arena (ein Fußballstation) und die Eishalle, auf der anderen Seite der Straße das Skistadion. Insgesamt liegt das Ski Station nicht mal 2 km Luftlinie vom Stadtzentrum entfernt und Östlich des Skistadions bis an die E45 finden sich im Wald die Loipen.
Kommen wir nun zu den Eindrücken aus der Besichtigung des Ski Stadions: Die größte Verwunderung galt der Bodenbeschaffenheit im Stadion. Man kennt es aus dem Winter, wenn alles mit Schnee bedeckt ist, daher hat TobbY mit einer Rasenfläche gerechnet, dass es sich aber und eine gut asphaltierte Fläche handeln muss, darüber hatte bisher keiner nachgedacht. Wieso muss? Als wir uns das Stadion angeschaut haben, Trainierte gerade die Mannschaft einer Schule aus dem Süden Schwedens wie wir später noch erfahren haben. Dieser Trainingswettkampf fand auf Rollerski statt und für die Rollerski wir ein glatter Untergrund benötigt. Dem Trainingswettkampf konnten wir kostenlos doch etliche Minuten zusehen, bevor wir uns weiter machen wollten. Trainiert wurde mit „eigenen“ Waffen oder aber auch in bestimmten Altersklassen mit Laserwaffen.
Beim Verlassen des Stadions haben wir zufällig jemanden getroffen der mit Waffe vom Stadion auf den Parkplatz gekommen ist. Da blieb TobbY nix anders übrig als zu Fragen 2 . Und nun wissen wir auch noch, dass am Wochenende die Schwedische Meisterschaft im Sommer Biathlon hier in Östersund ausgetragen wird. Dazu reisen Sportler aller Altersklassen aus allen Teilen Schwedens an und messen sich hier.
Auch interessant / neu war das auf jeder Schießbahnen zwei Zielanlagen stehen. Bei den Fernsehübertragungen sieht man immer nur eine. Wir vermuten, das haben wir aber nicht weiter hinterfragt, dass es sich um eine Zielanlage für den stehenden Anschlag und eine Zielanlage für den Liegendanschlag handelt.
Anschließend ging es ncoh kurz einkaufen, auch für den morgigen Abend, da wir eigentlich nicht geplant hatten, morgen noch mal einkaufen gehen zu müssen. Nur wenn man so was plant sollte man im Vorfeld die Bestände genau kennen. Das ist zwar nicht so schwierig wie daheim, denn die Vorratsmöglichkeiten im Wohnwagen sind doch recht begrenzt und mit vier Personen wird auch einiges verbraucht, aber das die mitgebrachte Öl Flasche so gut wie leer ist, das sollte man schon auf dem Schirm haben, vor allem wenn man vor hat, etwas mehr in der Pfanne zu braten.
Dann noch etwas abseits der Straße. Wenn man sich die Briefkästen an der Straße und ihre Höhe anschaut wir man etwas stutzig. Aber die Lösung ist ganz einfach. Der Briefträger hat einen Rechtslenker und fährt die Briefkästen direkt an. So kann er, ohne auszusteigen, die Post ausliefern.
Wieder am Wohnwagen hat Nick bei den Abendbrots Vorbereitungen das vermisste Paket Kaffee wiedergefunden, da es aber länger haltbar ist als das in Schweden gekaufte Pakte wird TobbY den in Schweden gekauften testen.
Und während TobbY abends gefunkt hat, ging hier ein erster Wolkenbruch runter, so dass TobbY nicht aus dem Auto aussteigen mochte. Leider hat er die Warnung vom Himmel nicht verstanden, aber das ist eine Geschichte, die uns erst in der Zukunft ereilen 3 und einiges an Geld kosten wird.














