Was kommt raus, wenn man morgens nicht weiß, was man machen soll, aber ein paar Kleinigkeiten braucht und deswegen was unternehmen will. Eine Wanderung von 5,3 km Länge. Aber auch nur, weil TobbY vorgeschlagen hat wir können uns doch mal die Insel anschauen und mit einer anderen geplant hat als die Reiseleitung.

Bis es aber los gehen konnte hatten wir die üblichen Kämpfe auszustehen, vor allem den Nils aus dem Bett zu bekommen ist nicht sonderlich einfach, wenn er von TobbY auf dem Weg auf den Pott um 03:30 Uhr noch beim Video auf dem Laptop schauen erwischt wird.

Ach ja, ich bin euch ja noch zwei Nachträge schuldig. Zum einen freut man sich endlichen einen ruhigen Campingplatz an der Ostsee gefunden zu haben, an dem nicht mehr der Wind alle Nasen lang am Vorzelt zerrt, und dann wir man Donnerstag mit zwei runden Düsenflieger erfreut. Freitag bleiben sie Gott sei dank am Boden, dafür musste dann gegen 22:00 Uhr noch das Feld neben dem Camping Platz abgeerntet werden, sodass bis um 1 Uhr der Mähdrescher zu hören war. Und als ob das noch nicht reicht, lasse ich mich gerade von einer Strandparty beschallen.

So aber zurück zu dem Bericht von heute. Was machen wir, die Frage stand beim Frühstück im Raum und TobbY meinte, lass uns doch auf die Insel schauen. Der Nick machte gerade einen nicht sehr glücklichen Eindruck, rückte aber erst mit der Sprach nicht raus. Nach einiger Zeit hat dann geli die Wahrheit rausbekommen und ihn aufgefordert die den anderen mitreisenden auch zu verzählen. Er hat Bauchweh. Nach ein wenig weiterem Nachfragen stellte sich das Bauchweh dann aber als Muskelkater der Bauchmuskeln dar, da es schlimmer wurde, wenn man sich bewegt oder lacht und wenn man ganz steif irgendwie nur sitzt, geht es.

Also nach dem Frühstück Aufbruch, eine schöne Fahrt durch die Erntezeit und wir kommen an einem Hafen an. TobbY ist verwundert, denn die Insel die er im Blick hatte ist doch über eine Brücke zu erreichen, aber was die Reiseleitung vorschlägt wird gemacht.

Die Fähre liegt gerade noch im Hafen und schnell, dann kommen wir noch mit. Auf die Frage, wo wir uns die Fahrscheine besorgen können, werden wir auf die Fähre geschoben. Was die Reiseleitung im Vorfeld nicht recherchiert hatte, die Fähre ist im August und September für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge mit Behinderten incl. zweier Begleitpersonen frei.

Auf der Insel angekommen haben wir überlegt, was wir jetzt machen. Die Fähre fährt im Stundentakt, sodass wir jetzt mindestens 1 Stunde Zeit haben. Nach einem Blick auf die Karte entscheiden wir uns für einen Aussichtsturm 1 auf der Ost Seite der Insel, von dem man in das Naturschutzgebiet „Aro Kalv“ schauen kann. Irgendwo an der Karte hatte TobbY aufgeschnappt das diese Runde gut 2,x km lang sein solle.

Nach rund 1,5 km wurde der Weg dann auch noch nahrhaft und der Nick musste wieder Klettern. Gestern waren sie im Kletterwald in den Bäumen heute ging es auf einen Obstbaum reife Mirabellen ernten und die Familie versorgen. TobbY’s Base Cape wurde kurzerhand zur Obstschale und alle haben genascht. Anschließend gab es noch Brombeeren und nach 2,2 km und ca. 35 – 40 Minuten waren wir an dem Aussichtspunkt. Dort haben dann Nick und TobbY die Wassertemperatur getestet, die deutlich über der vom ersten Versuch Ostsee in „Sønderballe Strand“ unterschied.

Auf dem Rückweg haben wir dann entschieden, das wenn wir jetzt auf dem gleichen Weg zurückkehren sehen wir nicht so viel von der Insel, außerdem kommen wir eh zu spät für die nächste Fähre und bis zur übernächsten dauert es noch eine ganze Weile. Also biegen wir vom Weg ab und gehen noch am Camping Platz vorbei. Auf dem Weg haben wir einem Mähdrescher bei der Arbeit zugeschaut und verschiedene Tannenbaumfarmen gefunden. Was uns verblüfft hat, der Zaun der einen Tannenbaumfarm war mit Wein bewachsen, der sogar etliche Früchte trägt. Wir jetzt gerade der Blick in die Wikipedia verraten hat, gibt es „ein kleines Weinanbaugebiet (Årø Vingård), da das Klima in der dänischen Südsee mild und damit für den Weinbau geeignet ist.“ 2.

Wieder zurück am Hafen lag die Fähre schon an der Insel und zwei Busse wie auch etliche Fußgänger, Radfahrer und PKW’s wollten mit. Die Anzahl der Passagiere ist aber begrenzt und so kamen wir auf der Fähre nicht mit. Mist eine Stunde in der Schlange warten oder sollte der Fährmann ein Einsehen haben. Er hatte. Die Fähre fährt für die Strecke nur knapp 6 Minuten und kann so jeweils eine extra Tour pro halbe Stunde einschieben. Das haben sie auch gemacht und so kamen wir auf der Zusatzfähre mit. Da die Fähre auf der Insel schon 3 Minuten vor der Zeit abgefahren war hatte die reguläre Fahrt vom Festland auf die Insel dann auch nur knapp eine Minute Verspätung.

Danach sind wir noch fix im Rema und Netto in Hadersleben gewesen und „schon“ ging es wieder heim an den Wohnwagen. Dort angekommen mussten dann alle fürs Abendessen mit anpacken, nebenbei Funken war zwar angestrebt, aber leider nicht erfolgreich, sodass wir die Station schon wieder zusammengepackt haben.

  1. Wie sich herausstellt ein bessere Hochstand. []
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%85r%C3%B8 []

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