Grundsätzlich hatten wir uns ja schon beim ersten Urlaub in Schweden und seitdem auch für die Zukünftigen vorgenommen nicht die kompletten drei Wochen an einem Standort zu verbleiben, sondern mind. einmal den Campingplatz zu wechseln um mit den älter werdenden Jungs auch etwas in Kultur zu machen. In Schweden mit dem Zelt waren es zwei Standort, im Jahr drauf mit dem gemieteten Wohnwagen in Schweden sogar drei, um gerade die Handhabung eines Wohnwagens ausführlich auszuprobieren. Im vergangenen Jahr in Dänemark hatten wir uns auch für zwei Umzüge entschieden (die Zwischenstopps während der An- und Abreise nicht mitgezählt).
Die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr war aber dann, dass drei Standorte in drei Wochen mit zwei Tagen anreise doch etwas viel sind und wir haben uns in diesem Jahr entschieden, wieder auf zwei Standorte zu reduzieren. Nachdem wir in diesem Jahr auch nicht mehr wirklich vorbuchen mussten, konnten wir auch den Umzug frei wählen. Leider lässt uns aber auch in diesem Jahr Corona nicht ganz aus seinen Fängen, sodass wir auch bei der Auswahl des zweiten Standortes die aktuellen Entwicklungen im Blick haben sollten.
Und eine dritte Bedingung hatte sich irgendwie noch ergeben, da geli eine Reservierungsbestätigung in ihren Mails übersehen hatte. Im vergangenen Jahr hatten wir nach fast 15 Jahren unser Hochzeitsgeschenk in Rellingen endlich einlösen wollen. Auch wenn damals noch für zwei Gäste ausgesprochen, wurden wir vier herzlich empfangen, und da wir außer der Dusche, dem Klo und einem leckeren Abendbrot / Frühstück keine Ansprüche hatten 1 war das alles kein Problem. Diesen Zwischenstopp hatten wir für den Rückweg nicht wieder geplant und auch gar nicht auf dem Schirm, auch wenn der Zwischenstopp auf dem Hinweg ja schon der gleich war. Das aufgrund eines Fotos vom Elbtunnel uns der Zwischenstopp wieder angeboten wurde, war so ja nicht auf dem Radar. Nach einem Telefonat vom ersten Campingplatz stellte sich dann aber raus, dass es trotz der erneuten Einladung dieser Zwischenstopp leider nicht werden kann, denn die einladenden sind leider zeitgleich im Urlaub.
Also ist für die Rückfahrt jetzt ein Zwischenstopp in Haithabu bei Schleswig geplant. Für diesen Zwischenstopp haben wir auf dem dazugehörigen Camping Platz zwei Nächte gebucht, die Bestätigung aber erst übersehen. Damit wir unter den Umständen dann aber nicht in Probleme mit der Streckenlänge kommen und da auch so richtig der Plan für den zweiten Standort durch Corona ein wenig in’s Wanken gekommen ist, haben wir uns etwas an der Ostseeküste weit im Sünden Dänemarks gesucht. Die Reise geht also von Hvide Sande nach Haderslev in Nordschleswig.
Wie an so einem Tag üblich folgendes Programm: Aufstehen, Frühstück machen incl. Erneutem Stromausfall wegen abgesoffen, dabei schon aufräumen was geht, nach dem Frühstück die Campingmöbel aus dem Vorzelt und das Vorzelt abbauen, nicht ganz so einfach, wenn der Wind nicht nachlassen mag und es nebenbei immer mal wieder anfängt zu tröpfeln. Wenn alles Verladen ist den Wohnwagen noch mal auf seine Fahrbereitschaft kontrollieren und dann geht es zur Kasse.
Ca. 3 h gemütliche Fahrt durch Dänemark später sind wir dann auf dem neuen Camping Platz angekommen. Einen kleine Zwischenstopp mussten wir einlegen, weil von den vier Versorgungsklappen, von denen eine nur noch vom Klebeband gehalten wird, eine mit Klebeband gesichert war, da sie nicht einrasten wollte, dann doch eine weitere anfing zu flattern.
Angekommen sind wir mit dem nächsten Campingplatz in einer anderen Welt. Nachdem wir auf einem Platz gestartet sind, dessen Betreiber es den Besuchern überlässt, sich selbst zu organisieren, sind wir jetzt auf einen gut Strukturierten Platz mit überwiegend Dauercampern angekommen. Niedrig gemähtes Gras, genau abgesteckte Parzellen und für die Zeit die wir bleiben wollen können wir es uns aussuchen ob wir eine Parzelle am Spielplatz, in der Nähe des Einganges oder Parzelle 117, auf der ersten Terrasse mit viel Sonne 2 nehmen wollen. Unsere Platzanfrage per E-Mail war gestern noch bestätigt worden. Wir haben uns für die „Sonne“ auf der Terrasse entschieden, uns den Fahrweg erläutern lassen und nach der ersten Kurve die Entscheidung fast bereut 3 . Nach der zweiten Kurve kamen wir dann aber auf einer frisch gemähten, leeren Terrasse, mit vier Stellplätzen an und konnten in aller Ruhe aufbauen.
Gefühlt ging der Aufbau bei Windstille und inzwischen auch schon wieder ein wenig geübter flott von der Hand. Noch während des Aufbaus fiel uns leider auf, das unser großes Kind Nils sein neues 4 Handy schon geschlachtet hat. Beide hatten in der vergangenen Woche mehrfach eine Ermahnung bekommen, dass sie mit der Technik pfleglicher umgehen sollen, dennoch muss das Handy trotz Schutzhülle so unglücklich abgeschmiert sein, dass die Glasscheibe der Kamera gebrochen und abgesplittert ist. Wie schon in der Überschrift erwähnt, das Jahr der kleinen und größeren Schäden während des Urlaubes.
Nachdem der Grundaufbau geschafft war, gab es für TobbY und geli den restlichen Räucherfisch, die Jungs haben davon nix probieren wollen und anschließend hat sich geli auf gemacht, den notwendigen Einkauf durchzuführen. TobbY hat mit den Jungs den Aufbau in der Zeit abgeschlossen und sich ein wenig zum Radio hören aufs Bett gelegt.
Anschließend gab es das Nowacksche Standartessen 5 und den nächsten Krach. Nick hat gestern den Bar Keeper gegeben und Papa mit seinem Drink versorgt. Leider hat er mal wieder nicht gemeldet, das die Getränke zur Neige gehen und somit hat geli auch nicht mitbringen können. Da auch TobbY heute früh ins Bett gefallen ist, reichte der Rest noch aus und morgen müssen wir wohl wieder Einkaufen fahren.


