… oder auch der Tag der Wutausbrüche…

Fangen wir also den Tag am Morgen an. Wir hatten ja gestern beschlossen das wir heute den „Natur Kraft“ 1 Park besuchen wollten. Also hatte geli gestern bereits die Online Tickets beschafft. Online Tickets für den Park sind günstiger als wenn man sie vor Ort kauft. Gegen 08:30 Uhr hat dann geli auch im Wohnwagen zum Wecken gerufen, nachdem ihr gestern Abend sogar so kalt war, das sie von TobbY eingeklammert werden wollte.

Nach dem Aufstehen war dann Kinder aus dem Bett treiben angesagt und der Nick hat sich wie fast immer um das Rührei gekümmert, bis … ja bis ihm dann beim Zwiebeln schneiden der Zwiebelschneider aus der Hand gerutscht ist und er die Zwiebeln im Wohnwagen verteilt hat. Auf dem elterlichen Bett, auf dem Fußboden und an den Wänden. Da wir aber los wollen und Nick mit dem Aufräumen sich sehr viel Zeit lässt haben wir ihm gestattet die zweite halbe Zwiebel zu nehmen und damit das Rührei fertig zu machen. Aufräumen war damit nicht aus der Welt, aber wir kommen gegen den ersten Wutausbruch an und können einigermaßen im Zeitfenster loskommen.

Nach dem Frühstück waren dann auch noch die Vokabeln dran, sodass sich TobbY hat überreden lassen zu fahren. So konnte der Nils mit der Mama noch nach einer erfolgreichen und schnellen Runde Englisch seinen Kampf mit dem Lateinischen aufnehmen. Da er da nicht wirklich Fit ist und etliches nachzuholen hat, verging so fast die komplette Autofahrt. TobbY zum zuhören verdonnert konnte sich an seinen eigenen Kampf mit den Vokabeln nur zu gut erinnern und hat zwischendurch einige Worte schneller wieder draufgehabt als der Nils. Mal schauen, ob die bei TobbY auch wieder in das aktive Gedächtnis rüber gewandert sind, oder ob das nur das Kurzzeitgedächtnis war, das schneller angesprochen hat.

Am Natur Kraft Park angekommen ging es ca. 500 m vom Prakplatz zum Eingang und dann wurden wir zum ersten mal nach den Impfbescheinigungen gefragt. Diese hatte ich bisher noch nie gebraucht, aber hier haben wir sie elektronisch auf meinem Handy vorgezeigt, also für geli, TobbY und Nils. Nick hat lautstark protestiert das er ja noch zu Jung sei und nicht geimpft werden durfte. Also haben wir drei jeder ein weißes Armbändchen bekommen und konnten dann mit den Onlinetickets in den Park eintreten. Im Vorfeld hatte TobbY in den Regeln für den Besuch des Parkes in Corona Zeiten gelesen, dass der Impfnachweis bzw. die Testbescheinigung nur benötigt werde, wenn man das Restaurant besuchen wolle, was wir aber nicht auf dem Plan hatten.
Was gibt es noch über den Park zu berichten. Ich 2 fand den Park eher enttäuschend. Die Analgen außerhalb des Walls waren in meinen Augen schon etwas abgeranzt 3, und die in meinem Augen Hauptattraktion Große Luftgefüllte Kugeln für 2 Personen mit denen man bergab die Schwerkraft erfahren können soll, ist ausgerechnet am Wochenende nicht in Betrieb, was man aber auch erst auf Nachfrage erfährt.

Nur im Bildungssektor hat es mir zwei Informationen gebracht. Zum einen habe ich erfahren, das der „Holmsland Klit“ 4 5 gerade erst 3 – 400 Jahre alt ist. Davor, so kann man aus alten Karten entnehmen gehörte der „Ringkøbing Fjord“ noch zur Nordsee. Vor gut 100 Jahren war der Zufluss des Fjordes von Mehr dann soweit abgeschnitten, das das Ökosystem zu kippen drohte und man mit einem neuen Durchstich für den Schiffsverkehr und über eine Schleuse auch für den Salzhaushalt im neu gegründeten Ort Hvide Sande dem entgegenwirken konnte.

Und weiterhin haben sich geli und TobbY beim Rückweg von der Düne zum Campingplatz immer gefragt, welche Getreidesorte mit Ähre dort an der Düne wachsen würde. Auch dahingehend wurde ich mit neuen Informationen versorgt, es muss wohl Strandroggen sein. Von Strandjoggen hatte ich noch nichts gehört, nur von Strand Hafer und Hafer hat keine Ähren, konnte es also nicht sein.

Als wir dann am „Natur Kraft“ Park wieder gestartet sind, hat TobbY als Fahrer noch mal in’s Auto gefragt, ob es gleich nach Hause oder erst noch mal nach Ringkøbing gehen sollte. Da geli kein bedarf bekannt war, meinte Sie, wir können gleich zurückkehren zum Zeltplatz. Dort hat uns der Nick erst viel später mitgeteilt, das es morgen kein Rührei geben könne, da er heute alle Eier aufgebraucht hätte. Aber zu diesem Akt kommen wir jetzt im Anschluss noch mal etwas detaillierter.

Wieder am Wohnwagen angekommen waren ja noch Aufgaben offen. Vor allem für den Nick. Er musste ja seinen Mist vom Frühstück noch beseitigen. Dies hat er angefangen und wieder so motivationslos schnell … schnell versucht das er an seien Eltern erst mal gescheitert ist. TobbY hat die Leistung beim Reinigen der „mini“ Küche nicht abgenommen, da das Zuklappen der Abdeckung für den Herd nicht einer Reinigung entspricht. Nachdem sowohl TobbY als auch geli diese Form der Reinigung nicht akzeptiert hatten explodierte die Bombe das nächste mal und am Ende haben geli und TobbY die arbeiten übernommen, nicht ohne das sich Nick gleich wieder mit anderen Aufgaben beschäftigt wiederfand. TobbY hat sich um den Aufwasch gekümmert, eigentlich gemeinschaftlich mit Nils der im inzwischen vom Himmel kommenden Wolkenbruch erst mal den Wasserstand des Wohnwagens nachgefüllt hat. Geli hat sich hingegen dem Kehrblech angenommen damit man im Wohnwagen endlich wieder treten kann.

Diese Aufgabenverteilung hielt aber nicht lange, denn während noch mit dem Wasserkocher die zweite Runde warmes Spülwasser produziert werden sollte, sah als erstes TobbY das sein Rechner einen Kommunikationsfehler zum Funkgerät meldete. Diesem auf den Grund gehend fiel dann auf, das Funkgerät bzw. Netzteil aus waren. Auch der Wasserkocher auf dem Schuregal gab keine Geräusche mehr von sich. Also mal im Wohnwagen geschaut 6 , aber auch da war der Strom weg. Also ging Nils auf die Suche und stellte fest, das wohl eins unserer Kabel hin sein müsse. Das konnte sich TobbY nicht vorstellen, also gingen geli und Nils 7 mit einem Handy plus Netzteil auf die Suche. An der Campingplatzverteilung an der wir uns angeschlossen hatten waren alle Sicherungen drin. Nach dem TobbY dem Nils auch noch ein Multimeter, eingestellt für 230 V Wechselstrom mitgegeben hatte, war sich, an der Dose gibt es keinen Saft mehr. Inzwischen waren auch andere Camper die an der Verteilung angedockt hatten zusammengekommen und es stand fest, hier ist die gesamte Verteilung ausgefallen. Also sind geli mit Nils Fahrrad und Nils mit Nicks zu Rezeption vor. Nick hat o Wunder endlich mal ein wenig im Wohnwagen mitgemacht.

Nach der Rückkehr der beiden Radler ging man wieder am Sicherungskaten auf die Suche, denn unter der Plastikabdeckung sollte sich ein „Relais“ befinden und das wäre wohl draußen. Gut wenn der Elektriker in Dänemark ein Ungar ist, dann wird aus einem Fehlerstrom Schutzschalter (FI) auch schon mal eine „Relais“. Bei der näheren Untersuchung unseres Sicherungskastens kam dann raus, dieser ist noch einer der älteren Bauart, der noch ohne FI auf dem Feld steht. Inzwischen hatten sich von den neun angeschlossenen Parteien wohl fünf am Kasten eingefunden und man kam nicht weiter. Eine zweite Radtour kam auch nicht in Frage, da beide Fahrräder ihren Fahrern nicht behagten und wohl erst mal noch etwas Pflege bedurften, was aber keiner im Regen machen wollte.

Der Nächste Ausflug zur Rezeption mit dem Auto brachte dann aber die notwendigen Erklärungen und Hilfen. Dank der Fotos von den verschiedenen Sicherungskästen wurde festgestellt, dass dieser Kasten noch von der alten Bauform und Ausstattung war und der FI für den Kasten irgendwo anders versteckt ist. Also musste der ungarische Elektriker vorbeikommen und hat dann nach ca. 10 min wieder für Strom gesorgt. TobbY war fertig mit Spülen und konnte dank Strom auch wieder weiterfunken also sollte der Tag doch gemütlich ausklingen.

Aber weit gefehlt. Als nächstes sollte der Nick unter Aufsicht von TobbY sich um den Salat kümmern, damit er ein wenig mit den Küchengeräten übt und nicht wieder Chaos verzapft. Vom Klo kommend hatte er aber einen bekannten Jungen vom den Nachbarn im Schlepptau und beide wollten trotz Regen eine Runde auf den Luftball zum Hüpfen und sich austoben. Und obwohl es „NEIN“ geheißen hat, war den nick inmitten seiner Tätigkeit verschwunden und alle wurden immer stinkiger auf ihn. Also hat sich TobbY dem Salat gewidmet und sich was einfallen lassen.

Als Nick wieder am Zelt angekommen war, gab es die Ansage: Es gibt nur was zu essen, wenn die zwei noch offenen Tagebucheinträge erledigt wurden. Daraufhin hat er begonnen, aber über drei Sätze ist er nicht wirklich hinausgekommen.

Abschließend bleibt eigentlich nur noch zu erwähnen, dass es gut war, den Vorzeltheizer umbauen zu lassen und noch so viel druck zu machen, das er auch mitkommen konnte und zum anderen das TobbY die angebrochene Klappe von der Gas Außensteckdose mit Klebeband gesichert hatte. Hätte er sich nur auf die Aussage der Caravan Werkstatt verlassen, wäre das Geschrei jetzt größer. So sind noch zwei weitere Streifen Gaffer Tape drangekommen und die Klappe kann hoffentlich die restliche Fahrt über ihren Dienst verrichten. Wieso mussten wir dort überhaupt noch mal dran? Weil es durch Regen und ein wenig Wind jetzt so frisch geworden ist, das TobbY den Luxus der Vorzelt Heizung ausnutzen wollte.

  1. https://www.naturkraft.dk/de []
  2. TobbY []
  3. vor allem da der Park erst 2020 eröffnet worden ist []
  4. dt. Holmsland-Düne []
  5. https://de.wikipedia.org/wiki/Holmsland_Klit []
  6. Die Steckdosen im Vorzelt werden außen am Versogungsstecker des Wohnwagens mit einer 5 Fach Verteiler Steckdose mit eigenem FI abgegriffen []
  7. TobbY Hatte ja dank Nick die Hände in der Spülschüssel []

1 Comment

  1. Hurra, Onkel Heiko steht wieder in Nick auf. Nerven muß man haben. Versucht es dochmal mit links liegen lassen und nichts zu essen und spielen geben. Langsam muß er es doch lernen, daß ernicht immer seinen Kopf durchsetzen kann. Tyranneen braucht man nicht.

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