Für Hamburg war ein Tag mit dem Miniatur Wunderland und etwas Kultur / Stadtbummel eingeplant. Wie Nils im Wunderland dann anmerkte hatten wir vor 4 Jahren angenommen, dass der Ausflug in diese doch andere Welt einmalig bleiben würde. Aber wie auch die Wunderländer selbst behaupten, wer einmal von dem Virus infiziert ist, der kommt immer mal wieder. Und wir sind von dem Virus infiziert worden und wollten die Weiterentwicklung nicht nur in der virtuellen Welt betrachten, sondern auch in Realität. Corona bedingt sind aber aktuelle nicht so viele Besucher im Wunderland zugelassen und man muss seinen Eintritt und sein Zeitfenster im Vorfeld buchen. Auch wenn wir schon im Juli gebucht hatten, blieb uns nur das Zeitfenster um 17:30 Uhr, wobei das Wunderland bis 01:00 Uhr geöffnet hatte, was für einen ruhigen Besuch vollkommen ausreichen sollte.

Aber auch so ein Tag fängt morgens mit einem gemütlichen Frühstück beim Gastgeber an. Um von Rellingen nach Hamburg zu fahren, hatten wir wie in den meisten Großstädten vorgesehen, den ÖPNV zu nutzen. Da der HVV ein Tagesticket für zwei Zonen incl. bis zu 3 Kindern anbietet, haben wir entschieden erst um 11:00 Uhr mit diesem Ticket zu starten. Von unserem Gastgeber haben wir noch einiges an Infomaterial zu möglichen Programmpunkten bekommen. So war der Vorschlag beispielsweise ein Besuch der Besucherterrasse der Elbphilharmonie oder der Besuch des Maritim Museums.

Aber Eltern müssen auch praktisch denken und da die Jungs, vor allem der Nils aus seinen Sachen mal wieder rauswächst, wollten wir auch noch einen Shopping Ausflug machen. Galeria Karstadt Kaufhof, in der direkten Nachbarschaft zum Hauptbahnhof schließt und wir konnten von den Angeboten 1 profitieren. Nach dem wir die erst Fuhre mit Poloshirts 2 bezahlt hatten sind wir im Erdgeschoss noch an Koffern mit 50% Rabatt vorbei gekommen. Der Bedarf sagte, wir brauchen noch einen, die Situation, den Koffer jetzt den ganzen Tag mit uns rum und durch die Stadt zu schleppen, hat uns aber erst abgeschreckt.

Also erst mal in den gegenüberliegenden Karstadt Sport rein und nach Badesaschen geschaut. Hier war die Rabattschlacht richtig in Aktion. Zwei Bikinis, drei Badehosen und nicht mal den regulären Preis eines Bikinis auf der Rechnung. Leider waren bei den ganzen Sachen aber noch nicht alle Bedarfe abgedeckt, sodass geli mit Nils noch weiter in den C&A wollte. Also sind Nick und TobbY dann doch noch mal in den Karstadt rein um den Koffer zu kaufen. Dort haben wir uns dann den Koffer ausgesucht und sind zur Kasse gegangen. Und damit Nick nicht zu langweilig wurde, hat er den Koffer gezogen. An der Kasse mussten wir dann den Koffer hoch auf den Tresen wuchten, er passte nur knapp am Tresen zwischen den Spuckschutz und die Arbeitsfläche. Als wir fertig waren, hat der Nick beim wieder runter nehmen den Koffer noch vor die Platte bekommen. 3m von der Kasse weg, hat TobbY sich dann entschieden, das er noch schnell einmal die Kundentoilette aufsucht und hat noch mal an der Kasse nachgefragt. Dies hatte ein weitere Kunde, der auch die Geschichte mit dem Koffer zuvor mitbekommen hatte, mitbekommen und uns dann gefragt, ob wir das Blut an Nicks Kopf abwaschen müssen? Aber ein Softschalenkoffer und Nicks Dickschädel waren unfallfrei für beide Parteien auseinander gegangen.

Anschließend haben wir uns dann vor dem C&A getroffen, die Beutestücke alle in den Koffer umgeladen und sind an der nächsten U-Bahn Station in eine Bahn zu den Landungsbrücken umgestiegen. Alles in allem hatte der Einkaufsbummel aber schon so viel Zeit gefressen, das wir das Kulturprogramm deutlich zurückfahren mussten. Also ging es an den Landungsbrücken zur Abfahrtsstelle der Hafenfähre (Linie 62), welche von unserem Gastgeber und auch verschiedenen Reiseführern als Alternative zu einer Hafenrundfahrt angepriesen wurde. Während der Fährfahrt nach Finkenwerder und zurück haben wir verschieden Schiffe, Krananlagen, umstiege von Lotsen, aber auch eine landende Beluga gesehen. An der Nautischen Zentrale gibt es einen Uhrenturm mit einer darüber angeordneten Digitalanzeige. Diese zeigte „E20“ bei der Hin- und „E18“ auf der Rückfahrt an. Wer uns dazu etwas verraten kann, der möge es bitte in die Kommentare schreiben, da wir damit nicht zurechtgekommen sind, und auch unserem Gastgeber leider dazu keine Infos bekannt waren.

Wieder zurück an den Landungsbrücken haben wir uns entschieden, dass wir noch einen zweite Fährfahrt genießen wollen, und zwar die Linie 72 zur Elbphilamonie. Mit einem ständigen Blick auf die Uhr fiel dann die Entscheidung, dass wir uns jetzt hier an den Landungsbrücken um unser Abendbrot kümmern sollten. Wir wollten ursprünglich bei der Nordsee einkehren, sind dort aber vom Angebot sehr enttäuscht worden und weitergezogen. Als wir fast die gesamten Landungsbrücken abgelaufen waren, ging es dann noch unverrichteter Dinge erst mal zum alten Elbtunnel. Dort angekommen sind Nils und geli über die Treppe herunter gelaufen, während Nick und TobbY mit dem Koffer den Personenfahrstuhl genommen haben.

Unten angekommen haben wir die Imposanten Fahrzeugfahrstühle noch bewundert, sind kurz einige Meter in den Tunnel gelaufen und mit einem der Fahrzeugfahrstühle wieder aufgefahren. Es zeigte sich oben, das die Zeit jetzt soweit fortgeschritten war, das wir an einer Bude uns mit „Fish and Chips“, „Brackfisch & Kartoffelsalt“ oder auch einfachen „Fischbrötchen“ eingedeckt und diese nicht Magenfreundlich beim Spaziergang in die Speicherstatt vertilgt haben.

So sind wir aber dann genau passend zu unserer Einlasszeit am Miniaturwunderland angekommen und konnten uns mit Maske bewaffnet in die Anlage begeben und mit deutlich weniger Gedränge und an die neuen Corona MiniaturWunderlandVerkehrsregeln haltend die Miniaturwelt bewundern. Die Anlage ist immer wieder Beeindruckend und ich lasse hier auch die Bilder für sich sprechen.

Ein paar Worte will ich nur noch kurz über unseren Koffer verlieren. Da es aktuell nur „eingeschränkten Betrieb“ im Wunderland gibt, ist die Gardrobe nicht besetzt. An der der Kasse haben wir dann gefragt, ob wir den Koffer auch dort abstellen dürfen, und während TobbY den Koffer einstellen wollte, wurde er von der Verkäuferin des Shops entdeckt und auf einen guten versteckten Stellplatz hingewiesen. Auch sollten wir uns melden, wenn wir den Koffer wieder abholen, was wir auch ordnungsgemäß gemacht haben. So hatten wir den Koffer auch im Griff.

Abschließend sind wir dann zur S-Bahn gelaufen, haben uns dort niedergelassen und einmal mehr musste ich mich über die Maskenpflicht amüsieren. Man wartet gegen 22:00 Uhr am Bahnhof, fast allein und muss eine Maske tragen. In der S-Bahn sitz man in der 4er Sitzgruppe, die nächste Belegte Sitzgruppe ist min. 3 Sitzgruppen entfernt und muss eine Maske tragen. Also ist mir doch klar, das die Masken hier meist nicht mal mehr ein „Mundschutz“ sondern nur noch ein Accessoire im Gesicht für die Kinnatmer wird. Mit unserem Gastgeber hatten wir vereinbart, das wir ihm eine WhatsApp schicken, wenn wir abschätzen können wann wir in Rellingen ankommen, und er uns dann antwortet, ob es noch einen Absacker gibt oder nur das Bett im Wohnwagen auf uns wartet. Leider war die Antwort mit „Gute Fahrt Frühstück 9uhr.“ zu missinterpretieren, sodass wir uns nicht noch einmal auf einen Absacker getroffen haben. Auf dem Weg von der S-Bahn Station zum Wohnwagen noch schnell volltanken damit wir morgen starten können, bevor wir dem Möbelwagen im Weg stehen.

  1. bis zur 80% []
  2. auch für TobbY []

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *