Leider wurde unser Wunsch nur teilweise erhört. Wir hatten gestern noch gehofft, dass es über Nacht wieder etwas abtrocknet, sodass wir das Vorzelt halbwegs trockenen abbauen und gleich ordentlich verladen können. Es sollte aber nicht so sein und durch die Hanglage des Camping Platzes hatten wir nicht nur ein von außen nasses Vorzelt sondern auch einen fast durchgängig feuchten Boden im Vorzelt, sodass sich die Füße in den Boden eingegraben haben.
Gott sei Dank hörte es aber vor den Frühstück auf, sodass das Vorzelt wenigstens ein bisschen abtrocknen konnte. Nach dem Frühstück ging es dann geordnet los, alles abzubauen, sodass wir gegen 12:15 Uhr aufbrechen konnten. Beim Zusammenbau hat es sich dann aber gut gemacht, das einige Handtücher über Nacht auf der Leine verweilten und so als gut durchfeuchtete Putzlappen für den Zeltstoff fungieren konnten.
Da dieser Campingplatz der letzte Stop in Dänemark war und wir noch einige leere dänische Pfandflaschen übrig hatten, war noch offen, ob wir die Flaschen noch wegbringen, was aber mit dem angehängten Wohnwagen nicht so unbedingt einfach ist oder ob wir eine andere Lösung finden. Diese Lösung hat sich in Person eines Mitarbeiters des Campingplatzes gefunden. Ihm haben wir unser Leergut an der Hecke stehen gelassen und er wollte Sie dann abgeben.
Die Fahrt durch Dänemark über die Grenze bis Hamburg verlief einigermaßen Ereignislos. Erwähnen sollte man hier, dass die Einreise nach Deutschland wesentlich entspannter war als die Ausreise nach Dänemark. Wir konnten einfach über die zweispurige Autobahn fahren und waren wieder in Deutschland. Kein Stau, keine pseudo Kontrollen, alles entspannt.
Nur was auch auffällig war, die selben Autofahrer, die in Dänemark noch entspannt auf der Überholspur geduldig hinter einem blieben wurden kaum das sie die Grenze passierten zu den Dränglern bzw. wenn man nach dem Überholen wieder eingeschert ist einem schon auf der Stoßstange des Wohnwagens hingen.
Und nachdem wir bis Hamburg super in der Zeit geblieben sind, ging es dann etwas Zähflüssig weiter, aber wir mussten glücklicher Weise am richtigen Stauanfang von der Autobahn runter. Die letzten zwei Ecken waren dann etwas Eng aber doch ohne Probleme zu meistern und wir sind nach gut 4h gegen 17:00 Uhr an unserem Etappenziel in Rellingen angekommen und konnten es uns im Garten gemütlich machen.
Die Schote der Fahrt hat der Nick verbrochen als er uns weit nach dem Nord – Ostsee Kanal fragte, ob wir schon in Deutschland wären. Er hatte wie auch sein Bruder es vorgezogen zu schlafen, ist aber deutlich eher wieder in den Betriebsmodus zurückgekehrt. Nils wurde erst in Rellingen wieder so richtig Fit.
Über den Abend brauchen wir sonst keine großen Worte verlieren, man hat sich viel zu erzählen wenn man sich selten sieht. Eigentlich wollten wir dann die immer noch feuchten Handtücher nur auf die Leine hänge, damit sie über die zwei Tage nicht anfangen zu schimmeln, aber bei der Menge bot es sich an, Waschmaschine und Trockner zu bemühen, sodass wir diese Ladung nach dem Urlaub gleich wieder in den Umlauf bringen können. Auch über die Verpflegung kann man nur voll des Lobes sein, auch wenn bei unsern Gastgebern große Hektik herrschte, da ein Umzug am Samstag in der Planung war.