Irgendwie beginnt der Aufenthalt am letzte Campingplatz mit einem 1 faulen Tag. Das war so geplant und da noch vor dem Aufstehen Regen auf den Wohnwagen prasselte fing schon alles wie ein Schlaftag an. Bis plötzlich, geli saß schon im Vorzelt ein Schrei über den Campingplatz hallte und geli ganz Aufgeregt schrie, „TobbY komm raus… schnell … da ist ein Wohnwagen abgestützt.“ Damit waren dann alle Wach und TobbY in 30 sec. In einer Hose und einer Jacke, noch Turnschuhe angewiesen für alle und los.
Glücklicherweise war außer Sachschaden nichts passiert, sodass die Überlegungen schnell in die Richtung gingen, wie bekommen wir den Wohnwagen aus dem Zaun und der misslichen Lage wieder raus. Die Belgier, waren mit dem Wohnwaten gerade aufgebrochen, und in der Straße hat sich der Wohnwagen abgekuppelt und ist den Berg runter gerollt. Eigentlich soll so einen Unfall durch die Handbremse verhindert werden, aber bei dem gerade zwei Monate alten Modell wird das Bremsseil mit einem Haken in der Bremse eingehängt und diesen Haken hat es aufgebogen und rausgerissen. Am Wohnwagen sah es so aus, als sei die Handbremse nicht gezogen gewesen 2.
Als der kleine Trecker vom Camping Platz vor Ort war, habe wir dann mit vereinten Kräften den Wohnwagen angekuppelt und eigentlich sollte jetzt alles schnell gehen. Sollte … wenn nicht der Trecker auf der linken Seite ordentlich Druck auf den Reifen hatte, während die rechte Seite durchdreht. Leider kannte der Mitarbeiter vom Camping Platz sich mit dem Trecker nicht ausreichend aus, um die Differentialsperre einzulegen. Unter dem Wohnwagen hatte sich auch noch ein Brett in der Bremse eingeklemmt. Also haben wir diesen Versuch abgebrochen und die Belgier wurden vom Campingplatz eingeladen sich erst mal im Haupthaus auszuruhen, vor allem da sie ein 2 Monate altes Baby mit hatten und von dort einen Abschlepper zu rufen.
Wir hatten ja eh nur einen faulen Tag geplant, sind also endlich mal dazu über gegangen unser Frühstück zu machen und dann haben wir uns jeder mit seinem Bastelzeug befasst bzw. die Jungs haben die Gegen ergründet, vor allem den Wald und den Spielplatz. Irgendwann im laufe des Nachmittags kam dann ein Abschlepper und hat den Wohnwagen mit der Winde aus der misslichen Situation befreit. Leider konnte der Abschlepper den Wohnwagen dann aber nicht an den Hamsterhakten hängen, da das Fahrzeug mit den Fahrrädern auf dem Träger nicht genug Freiraum an der Deichsel hatte und es mehr schaden gegeben hätte. Also kam wieder der Trecker und hat den inzwischen wieder ordentlich stehenden Wohnwagen auf einen Stellplatz neben uns gezogen. So kamen wir dann im Anschluss auch mit den Belgiern noch ins Gespräch.
Dieses mal wurde der Trecker dann von dem Campingplatz Chef gefahren. Dieser schien die passenden Hebel besser zu kennen, denn für ihn ging das alles ganz gemütlich und flüssig. Auf dem Stellplatz angekommen haben wir noch mal unsere Hilfe angeboten, wurde erst aber dankend abgelehnt. Ihr Mover schien auch auf den ersten Blick ordentlich zu arbeiten und somit wollten sie dann in Ruhe einparken und mit einem Unterlegkeil den Höhenausgleich vornehmen. Aber irgendwie hatte die Bremse doch ein Problem, sodass er nach kurzer Zeit um Hilfe ersuchte. Diese konnte ich in Form eines Unterlegkeiles und der Erklärung wie man die einsetzt auch schnell leisten. Damit stand dann der Wohnwagen schon mal fast ordentlich, bis das Baby anfing Hunger zu haben und er schon wieder mit der Versicherung bzw. dem Händler telefoniert hat. Also wurden die Jungs noch verdonnert zum Abstützen damit das Baby gestillt werden konnte.
Als Danke für die ganze Hilfe gab es zwei Flaschen belgisches Bier, denn wir hatten den Besitzer einer kleinen Brauerei geholfen. Alles in allem aber ein fauler Tag am Campingplatz.
- Retroperspektivisch mehreren [↩]
- Im Nachgang hatte der Belgier mit seiner Werkstatt telefoniert, und die hat ihm erklärt, das die Bremse ein langsames rückwärts Rollen nicht verhindern kann, da die Automatik für’s rückwärtsfahren bei dem Modell dann auch greifen würde. Dies halte ich persönlich für sehr gefährlich. [↩]



