Heute ist leider der letzte Tag in Schweden. Die Nachtfähre für die Rückfahrt ist gebucht, also heißt es die Zelte abbrechen … nein, den Wohnwagen für die Rückfahrt startklar zu machen und bis 12:00 Uhr ausgecheckt haben. Die Fahrtzeit von Karlshamn bis Trelleborg beträgt auf der schnellsten Route (190 km) mit dem Gespann ca. 2, 5 Stunden und die Fähre legt 22:30 Uhr ab. Also bleiben uns gut 10 Stunden, die wir noch sinnvoll füllen wollten.

Also musste die Reiseleitung mal wieder ran und hat uns mit folgendem Programm beglückt:

1. Zwischenstopp Kristianstad, dort gibt es ein Eisenbahnmuseum. Das klingt doch nach einem Zwischenstopp der alle motiviert. Das Eisenbahnmuseum ist zwar recht klein, kostet dafür keinen Eintrag und hat uns doch knappe 2 Interessante Stunden beschert.

Für die Fahrt musste TobbY wieder ran. Vorher haben wir gemeinsam noch abgebaut und schon ein wenig die Küche ausgeräumt, da wir ja eigentlich im Wohnwagen nix mehr brauchten und so daheim etwas Arbeit einsparen können. Und wieder haben wir es genossen, dass wir bis 09:00 Uhr ausschlafen konnten, dann mit einem entspannten Frühstück bereits 11:30 Uhr Abreisefertig waren. Das hat mit dem Zelt in den vergangenen Jahren immer deutlich mehr Stress gemacht.

Aber zurück zu dem Eisenbahnmuseum. Neben kleinen Ausstellungsräumen im Erdgeschoss sowie im ersten Stock mit drei Modellbahnplatten gab es im Schuppen drei Normalspur und ein Schmalspur Gleise mit interessanten Schienenfahrzeugen. Neben einer Dampflock mit dritte Klasse Wagen und Güterwagen mit Bremserhäuschen gab es auch ein Schienenauto, Draisienen und Schienenbusse.

2. Zwischenstopp, aber der, den wir als erstes geplant haben war dann Ystad. Die Stadt sagt dem ein oder andern etwas, da dort die Filme des Kommisars „Kurt Wallander“ 1 spielen. Auch hier zeigte sich, ähnlich wie in Kristiansstad, warum geli TobbY das Fahren überlassen hat. In der Stadt mit dem Gespann einen Parkplatz zu finden, in dem man auch kein Schlechtes Gewissen haben muss wenn man vorn und hinten etwas überlänge hat ist nicht einfach und bedingt, das man gerade steht auch, den Anhänger mal ein paar Meter rückwärts zu schieben. Nun in Ystad haben wir einen Stadtspaziergang gemacht, sind durch den Klostergarten geschlendert und haben einige Gassen rechts und links der Fußgängerzone angeschaut.

Von Ystad sollte es dann über die Küstenstraße 9 nach Trelleborg gehen, aber zum einen, ist die Küstenstraße kruz nach Ystad gesperrt und zum anderen war das Wetter umgeschlagen, sodass uns der Regen ins Gesicht aka an die Frontscheibe gepeitscht hat. Also ist TobbY um die Kreisel am Ortsausgang jeweils eine Ehrenrunde gefahren und dann auf die E22 abgebogen. Nach gut 5 km hat geli dann gemeint, wir sollten jetzt mal links abbiegen und versuchen uns auf die Küstenstraße durchzuschlagen. Auch wenn das Navi immer anders fahren wollte, sind wir bei unserem Plan geblieben bis wir die Küstenstraße erreicht hatten. Dort wurden wir dann eines besseren belehrt. Wir waren noch vor der Baustelle wieder auf die Küstenstraße getroffen, sind dann also die Küstenstraße nach Trelleborg zurückgefahren und haben uns angesichts des Wetters entschieden doch lieber die Autobahn zu nehmen.

In Trelleborg stand dann noch ein abschließender Besuch des ICA an der Hafengrenze an. Geli hatte in Erfahrung gebracht, dass es ein Store ist, der sogar eine „heiße Theke“ haben sollte, an der wir unser Abendbrot beschaffen wollten. Außerdem haben wir noch einige Mitbringsel beschaffen wollen. Vom Parkplatz kann man schon bis zur Ostsee schauen und es roch richtig nach Meer. Im Markt wurden wir dann aber von der heißen Theke so enttäuscht, dass wir erst mal durch den Markt geirrt sind und nachgedacht haben, wie wir denn jetzt das Abendbrot gestalten. Der Bedarf für das morgige Frühstück war schnell beschafft 2 , aber das Abendessen. Plötzlich hatte TobbY dann die entscheidende Idee. Wir haben doch eine komplette Küche mit an Bord. Warum nicht den Vorteil eines Wohnwagens ausspielen, das hatten wir doch auf der Hinfahrt von einem anderen Wohnwagen vorgemacht bekommen. Wir können doch in der Wartezeit aufs Boarding noch mal in den Wohnwagen und kochen. Mit der Idee im Hinterkopf ging es dann recht schnell. Bockwurst … muss nicht sein … Köttbular … hatten wir gestern also Bratwurst mit Kartoffelsalat und Rotebete Salat.

Aus dem ICA raus, einchecken für die Fähre und dann … es ist 19:30 Uhr und die Huckleberry Finn 3 liegt schon im Hafen. Leider konnten wir niemanden ausfindig machen, der uns sagen konnte, wann das bording beginnen wird. Also haben wir uns dann entschlossen schnell noch das Abendbrot zu machen, was an einer Stelle noch etwas spannend wurde, denn Die Fahrräder lassen sich nicht ausreichend wegklappen, wenn das Auto noch angehängt ist, aber es ging und wir konnten die Gasflasche aufdrehen und die Würstchen in der Pfanne fix braten. Als dann alle Würstchen auf den Tellern bzw. im Bauch verschwunden waren, stellte TobbY die Pfanne zum abkühlen auf den nassen Asphalt, denn gerade als wir in der Wartelinie angekommen waren fing es an zu schütten. Aber die Zeit war dicke ausreichend und alles waren zufrieden. Nur geli hat dann auf den letzten 100 m verloren. Bis in die Wartelinie ist TobbY noch gefahren, hat dann aber zum Abendbrot eine Mischung getrunken und gemeint, er hat schon genug Schaden angerichtet und wenn geli nix getrunken hätte soll sie doch lieber auf die Fähre fahren. Da, wie wir später erfahren haben, die Crew der Huckelberry Finn an dem Tag ein gepalte Motorwartung durchgeführt hat, musste sie nach dem Entladen den normalen Anleger wieder frei machen und stand auf einem Reserveplatz. Dort gab es aber nur eine Ladebrücke für das unterste Deck, sodass wir, obwohl dieses mal auf dem 3 Deck eingeparkt, innnen eine Rampe hoch mussten.

In der Warteschlange hat der Nils festgestellt das der Nick wieder mal 4 etwas müffelte, sodass wir noch mal fix einen Schlüpfer aus dem Wohnwagen brauchten, und nachher in der Kabine noch etwas Spaß mit dem Nick hatten. Der Spaß ging so lange, bis Papa der Kragen geplatzt war und der Nick gegen die Kraft von Papa verloren hatte. Dann haben wir die Augen geschlossen und uns von dem Wellengang in den Schlaf schaukeln lassen.

  1. Wikipedia []
  2. Maurerfrühstück, es wurden aber nur die Brötchen verspeist []
  3. TT Line Fähre []
  4. es war lange nicht []

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