Am ersten Campingplatz sollen wir nicht wie in den vergangenen Jahren einen Tag zum Faulenzen und Ausspannen haben, sondern werden die ganze Woche halbtags in Kultur machen. Dies liegt zum einen daran, dass wir uns in diesem Jahr entschieden hatten, drei Orte zu besuchen. Wie mehrfach bereits beschrieben haben wir einen Wohnwagen gemietet um für uns zu entscheiden, ob wir uns das vorstellen können oder ob wir lieber was anderes haben wollen. Und um die Entscheidung nach gründlichem Test treffen zu können, wollten wir mindestens dreimal auf und Abbauen um das, und auch das Fahren mit dem Wagen reiflich testen zu können. Also geht es am Freitag bereits weiter, sodass wir das Husqvarna Museum, das Gränna Freilicht Museum und den Ausflug auf die Insel genau in die verbleibenden Tage aufteilen müssen.
Heute hat uns wieder die Sonne geweckt, auch wenn die Temperatur insgesamt nicht mehr so hoch ist wie noch bei der Anreise am Montag. In der Sonne lässt es sich dann auch ohne Jacke, aber doch in langer Hose und Socken aushalten. So haben wir gegen 09:30 Uhr gefrühstückt und uns danach noch ein wenig vor dem Zelt aufgehalten. Nils schreibt fleißig an den Geschichten zum Reisetagebuch und Nick kümmert sich, wenn auch wiederwillig um ein paar Textaufgaben, die Nils nebenbei immer gleich mit gelöst hat. Papa hat versucht ein wenig in einer neuen Programmiersprache Fuß zu fassen, da diese in seinem Umfeld immer beliebter wird.
Gegen 13:30 Uhr sind wir dann aufgebrochen zu dem Freilichtmuseum, nur wie das meist so ist, dürfen wir morgen noch mal hin 1 . Das Freilichtmuseum in Röttle besteht aus ein paar Häusern und viel Natur. Ein kleiner Rundgang lässt einen an allen Gebäuden vorbeikommen. Die Erklärungen sind aber leider meist nur auf Schwedisch gewesen und da konnte sogar uns Familieneigene Dolmetscherin nicht helfen. So weit war sie in ihrem Kurs noch nicht.
Nach dem Museum in Röttle ging es dann weiter zum Freiluftmuseum Grännabergets, welches doch etwas besser für Touristen mit wenigstens englisch beschreiben ist. Auf dem Fußmarsch vom Parkplatz zu dem „Dorfplatz“ ist der Nick wieder als Jacken ankauendes Wesen aufgefallen, sodass TobbY dann an dem Bergflüsschen die Jacke erst mal „auswaschen“ 2 musste. Danach wurde die Sippe mit ignoranz bestraft, und die Jacke blieb auch an dem Fluss liegen. Nach gut einer halben Stunde war diese Erdung dann abgeschlossen und Nick hat schmusend wieder Anschluss an die Gruppe gesucht.
Am Ende der Besichtigung war uns allen nach einem Eis, das wir in Gränna in der italienischen Eisfabrik einnehmen wollten. Beim wollen ist es dann aber auch geblieben, denn die Kugel Eis für 30 kr 3 war dann Papa doch deutlich zu teuer. Für den Weg zwischen Grännabergets und Grännar gibt es zwei Wege: den Direkten, die Treppe an der Steilwand runter und den langen, Autotauglichen. Nils wollte laufen, also die Treppe. TobbY war danach ihn zu begleiten und konnte noch einmal ein paar Bilder von „Natur“ erhaschen. Geli ist mit Nick wieder zurück und mit dem Auto in den Ort gekommen. Sie waren auf der Strecke somit zweite Sieger.
Da das Eis essen dann ausgefallen ist, wir aber noch etwas aus dem ICA brauchten ging es noch kurz einkaufen. Beim ersten Ausflug in den ICA in Grännar waren die Jung nicht mit, kannten also auch nicht die Zuckerstangenmanufaktur. Diese wurde also noch mal besucht und die Herstellung live verfolgt. Da man ja für die Zuckertüte von Ole und Jona noch etwas brauchte, kam das Angebot 12 Stangen für 100 kr 4 gerade recht.
Am Campingplatz zurück wollte geli Haare waschen und auch TobbY war nach einem „Bad“. Leider kostet die Dusche hier 5 kr und das noch als Münze für den Automaten, sodass wir lieber den See vorgezogen haben. Währen es für Nils überhaupt kein Problem war, in dem See zu plantschen, hat TobbY beim ersten Versuch kapituliert und sich von allen den Hohn und Spott der Memme eingefangen. Da eine Katzenwäsche dennoch dringend nötig war hat er kurze Zeit später einen zweiten erfolgreichen Versuch unternommen. Auch wenn die Aufenthaltszeit im Wasser < 5 min. betrug 5 .
Anschließend wurde das erste mal für diesen Urlaub versucht ein QSO zu fahren. Nach etlichen Fehlversuchen und dem notwendigen update der Software hat es dann mit einem Nord Iren und einem Engländer geklappt. Weitere QSO’s wollten nicht zustande kommen. Morgen werde ich es mal mit einer Kohle mehr 6 versuchen.
Außerdem haben wir uns im vergangenen Jahr auf der Camping Messe einen Rauchfreien Tischgrill für den nächsten Urlaub gegönnt. Diesen haben wir heute auch erfolgreich mit Bräteln und Sparerips in Betrieb genommen. Leider kann ich mit dem Grill nicht so gut umgehen, sodass es zum einen nicht 100% Rauchfrei funktionierte, noch bin ich mit einer Holzkohlefüllung hingekommen. Aber am ende hat alles geschmeckt und wir sind satt und zufrieden im wärmeren, wenn auch nicht geheiztem Wohnwagen.













