Dieses Jahr beginne ich unseren Reisebericht einen Tag vor der Abreise. Wir wollen wieder nach Schweden, die Fahrtroute ist wie im vergangenen Jahr übrer Rostock nach Trelleborg und dann weiter zum ersten Stopp in Gränna geplant. Also eigentlich kein Grund den Reisebericht bereits am Samstag zu beginnen, wenn, ja wenn wir nicht im vergangenen Jahr unser Zelt eingebüßt und damit ein andere Variante hätten finden müssen.
Also sind wir bereits im vergangenen Jahr auf die Idee gekommen, doch alternativ zukünftig ein wenig aufzurüsten und nicht mehr das Zelt, sondern zukünftig einen Wohnwagen spazieren zu fahren. Also ging es vergangenen Herbst in Erfurt auf die Camping und Caravan Messe. Ergebnis: Wir wussten hinterher nicht, ob es bei der Entscheidung zum Wohnwagen bleiben wird, da wir uns in einen modernen „Klappfix“ verliebt hatten. Vorteil gegenüber dem Wohnwagen war in unseren Augen das große Vorzelt.
Da wir aber auch die Idee Wohnwagen nicht sofort verwerfen wollten, haben wir entscheiden, für dieses Jahr wird ein Wohnwagen gemietet. Leider hatte der Ilmenauer Händler keinen für uns passenden mehr in der Zeit frei sodass wir in Erfurt im Wohnwagenkombinat fündig wurden.
Also musste der Wagen in Erfurt abgeholt und nach Ilmenau überführt werden. Und das passierte heute durch geli und die Kinder, da TobbY Ausbildungsbedingt noch nicht so früh Zeit dafür hatte. Das Wohnwagenkombinat hat nur einiges früher angerufen und mitgeteilt, dass der Wagen bereits bereitsteht. Zu guter Letzt war dann TobbY aber doch noch vor dem Wagen daheim und konnte mit ein paar Tricks, gutem Zureden, etwas erhöhter Belastung auf der Kupplung den Wagen in die Einfahrt Amselweg 7 zirkeln. Mit Muskelkraft haben wir den Wohnwagen dann wieder in Fahrtrichtung gedreht und beladen.
Zum Beladen vielleicht noch ein kurzes Wort: Der Wohnwagen hat ein max. zul. Gesamtgewicht von 1360 kg und ein Leergewicht von ca. 900 kg. Daher bleibt eine max. zulässige Zuladung von 460 kg. Unser Zugfahrzeug darf gebremste Anhänger bis zu einem Gewicht von 1600 kg ziehen. Also wurde alle was in den Wohnwagen geladen werden musste zuvor auf einer Personenwage gewogen und die leeren Transportbehältnisse abgezogen. Überrascht waren wir am Ende des Tages als fast alles eingeladen war, das von den 460 kg noch gut 249 kg Reserve übrig. Das hat mich zwar verwundert, da ich aber alles von unserer Liste abgehakt hatte … aber lassen wir es gut sein, es fehlen:
- 10 Paar Socken von TobbY
- 1 kurze Hose einschließlich Gürtel von TobbY
- Eine blaue Badehose von TobbY
- Kleiderbügel für die Jacken
- Die Grillzange
- Untersetzer für die Töpfe
- Und die Spiele für schlechtes Wetter
Zusätzlich vermisst der Nils jetzt auch noch die beiden „Herr der Ringe“ Bände, die er eigentlich fressen wollte. Die liegen mit auf dem Wäschekorb mit den Socken und Spielen und der steht vermutlich noch im Wintergarten.
Durch das Abholen und die Fahrt nach Ilmenau ist geli aufgefallen, dass das Wohnwagenkombinat keine Zusatzspiegel mitgegeben hatte. Eine kurze Recherche im Internet und wir wissen, das man mit den Spiegeln die hintere Kante des Anhängers erkenne sollte und wenn möglich auch noch den Verkehr rechts und links des Gespannes. Also hat sich geli noch mal auf den Weg, erst zu ATU und dann in den Baumarkt gemacht. Für die komischen „modernen“ – „stromlinienförmigen“ Außenspiegel des Opel passten keiner der gängigen Allzweckspiegel von ATU und auch die Verkäufer im Baumarkt wollten keine Garantie übernehmen, das ihre 20 € Teile unser Problem lösen können. Nachdem TobbY dann endlich daheim das Patent der Gummis der Spiegel verstanden hatte hat er sie so fest bekommen, dass wir morgen damit aufbrechen werden.

