Wie jedes Jahr am letzten Tag wird ein Urlaub mit Zelt in knapp 1000 km Entfernung vom Heimatort noch mal zu einer echten Belastungsprobe für die erfolgreiche Entspannung im Urlaub. Warum? Na weil der Urlaub im Zelt damit endet, das man nach der Nacht die Isomatten zusammenräumen und die Feldbetten einpacken muss. Nach dem Frühstück und dem unvermeidlichen Spülen kann dann die Küchenkiste 1 fertig gepackt werden. Außerdem müssen Stühle Tische abmarschbereit zusammengelegt werden. Bevor dann das Zelt innen und die Zelthaut außen zusammengepackt werden können, werden die bereits am vorherigen Tag gepackten Kisten eingeladen. Danke des entsprechenden Umbaus des Anhängers im vergangenen Jahr können die Fahrräder bereits am vorletzten Tag verladen werden und sind nicht auch noch dabei.

Alles in allem waren kam um 11:30 Uhr das Kommando: „Zum Abmarsch Fertig“. Leider machte der Anhänger, bzw. jetzt der rechte Blinker Probleme, aber dazu später mehr. Erst mal musste es jetzt so gehen. Die Fahrer Einteilung:

  1. Turn: Osby – Gedser Fährhafen / TobbY
  2. Turn: Rostok – ca. Mitternacht / geli
  3. Turn: Rest bzw. ca. 1,5 h / TobbY
  4. Turn: Rest / geli

Der erste Turn führte über knapp 300 km vom Campingplatz an Lund und Malmö vorbei über die Öhresundbrücke 2 3 . Direkt nach der Brücke in Dänemark ging es durch den Großstadtverkehr von Kopenhagen weiter über die Brücke bei „Faro Broerne“ und dann zum Fährhafen in Gedser. Dort sind wir nach knapp vier Stunden angekommen, und konnten dank des Flex Tickets bereits zwei Fähren vor unserer Gebuchten Zeit nehmen 4 . Auf der Fähre standen wir dann in der ersten Reihe und bewunderten die Logistik, die es ermöglicht, das die Fähren in 15 min komplett ent- und beladen werden können.

Gegen 18:30 Uhr kommen wir mit der Fähre in die Hafeneinfahrt von Rostock und sind verwundert, wieviel Segelschiffe vor der Hafeneinfahrt kreuzen. Auch steht direkt vorn an der Hafenpromenade ein Riesenrad und eine Fregatte liegt am Kai vertäut. Auch am Kreuzfahrt Pier liegt ein schwimmendes Hotel. Ein Mitfahrer hat uns dann verraten das in den nächsten Tagen in Rostock die Hansesail stattfindet und daher die ganzen Segelschiffe im Hafen liegen.

Um 19:00 Uhr in Rostock von der Fähre runter, haben wir noch getankt und bei KFC das Abendbrot gemacht und dann ging es auf die Autobahn. Gegen 23:30 Uhr auf der Höhe von Bitterfeld wollte Mama dann abgelöst werden und Papa hat wieder übernommen 5 . Kaum hatten wir den Fahrerwechsel auf einem Parkplatz zwischen den ganzen LKW durchgeführt und Papa hatte das Auto wieder bei Nenngeschwindigkeit auf der BAB war Mama auf dem Beifahrersitz auch schon eingeschlafen. Nach gut einer Stunde am Hermsdorfer Kreutz wurde Mama wieder wach und hätte auch ein zweites Mal übernommen. Aber Papa konnte noch und ist weitergefahren. Der nächste Wechsel wäre sinnvollerweise auf Höhe Erfurt sinnvoll gewesen, aber so hat sich Papa dann ab dem Behringer Tunnel bis in den Amselweg gequält. Um 02:30 Uhr waren wir nach insgesamt knapp 2600 km wieder daheim, haben nur unser Bettzeug mit rein genommen und den Rest räumen wir morgen auf, darüber berichte ich aber dieses Jahr nicht mehr.

Was ich euch aber noch schuldig bin, ist die interessante Entwicklung mit dem Blinker am Anhänger. Während des 1. Turns durch Schweden und Dänemark mussten wir mit einem ausgefallenen Blinker leben. Nach der Fähre in Rostock ging der Blinker plötzlich wieder ohne das wir an der Elektrik, an den Steckern oder Birnen etwas verändert hätten. Dieser Zustand blieb bis Ilmenau, wir werden die Birne dennoch austauschen, sobald ich die neuen Birnen geliefert bekommen habe.

  1. die grundsätzlich als erste Kiste vorne rechts im Anhänger verstaut werden muss, damit die Gewichte einigermaßen ausgeglichen verteilt sind []
  2. Maut war zusammen mit dem Fährticket bereist bezahlt []
  3. Die Öhresundbrücke wollte Papa unbedingt auf einer der Routen überqueren []
  4. 17:00 Uhr statt 21:00 Uhr []
  5. auch wenn er nur gerade mal eine dreiviertel Stunde geschlafen hat []

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *