Für heute hatten wir geplant, einen Tag in Göteborgs Freizeitpark Lieseberg zu erleben. Leider war der Tag irgendwie von Grund auf verhext. Frühs sind wir nur ganz gemütlich aus dem Knick gekommen, eigentlich nicht weiter tragisch, das der Freizeitpark erst um 11:00 Uhr öffnet, dafür aber bis 23:00 Uhr geöffnet hat.

Fahrtechnisch haben wir entschieden, dass es keinen Unterschied macht ob wir mit dem Auto bis zum Park durchfahren oder ob wir außerhalb der City Maut parken. City – Maut ist aktuell eh nicht fällig, da diese während der Ferien nicht erhoben wird. Am Park angekommen haben wir uns in ein Parkhaus gestellt und überlegt, wie lange wir ein Ticket buchen wollen. Am Ende haben wir uns für 7h entschieden 1 , nur leider war es eine Stunde zu wenig. Und diese eine überzogene Stunde hat uns eine in meinen Augen überzogen Strafe von 400 SEK eingebracht.

Weiter ging es in den Freizeitpark. Am Eingang haben wir noch diskutiert ob wir lieber Eintritt incl. aller Fahrgeschäfte oder nur den Eintritt bezahlen und die Fahrgeschäfte einzeln aussuchen. Papa hat sich dann durchgesetzt und wenn er richtig überschlagen hat, dann hat es sich zumindest bei Ihm und Nils auch gerechnet. Kaum waren wir im Park sind die drei Männer gleich zur ersten Bahn abgebogen. Wartezeit 40 – 50 Minuten, Mama wollte nicht mit. Nachdem die Wartezeit fast überstanden war an der letzten Kontrolle wurde der Nick dann leider wegen unterschreiten der Mindestgröße herausgefischt und durfte nicht mitfahren. Nils und Papa haben den „Ride“ aber gemacht und es war rotierend. Die Achterbahn bestand aus überwiegend Fassrollen. Der Nick der auf Papa und Nils warten musste hat ganz schön mit den Tränen gekämpft aber tapfer durchgehalten.

Von der „Helix“ ging es weiter zum Riesenrad „Lisebergshjulet“. Die Gondeln waren sogar klimatisiert. Das konnten wir alle gemeinsam fahren und so den Nick wieder etwas aufbauen. Als nächstes sollte es dann zum „Flume Ride“ gehen, einer Wildwasserbahn auf die sogar Mama mitkommen wollte. Auch hier waren wieder 40 – 50 Minuten Wartezeit angeschrieben, sodass wir erst mal weiter gegangen sind zur „Balder“, einer Holzachterbahn. Die wollte Mama auch wieder nicht mitfahren und ist mit Nick weiter zur „Kaninlandsbanan“. Während Papa und Nils noch in der Schlange standen fing es an zu regnen. Als der richtige Guss losbrach waren wir Gott sei Dank schon so weit vorgerutscht, dass wir im überdachten Teil anstehen mussten. Auch diese Bahn hatte es in sich. Es gab zwar keine Looping oder sonstige Überkopfpassagen aber dafür ganz viele Parabeln, sodass man sich ständig im 0 G Bereich befunden hat. Mama und Nick haben in Ihrer Bahn zu Beginn des Regengusses die vorderen, nicht überdachten Plätze erwischt. Durch die gute Übersicht über das „Kanninland“ haben Mama und Nick entschieden noch eine Runde in den „Kaffekoppen“ zu fahren. Dennoch sind sie, als wir uns wieder getroffen haben gut durchnässt angekommen. Im der gleichen Ecke wie die Holzachterbahn startet auch die Wildwasserbahn „Kallerado“. Als Mama und Nick dort vorbei gegangen sind, war sie gerade geschlossen, als Papa und Nils fertig waren mit ihrer Fahrt haben sie gerade wieder geöffnet, daher war die Wartezeit noch 0 – 10 Minuten. Nach der ersten Wildwasserbahn war die Sonne wieder draußen und so langsam trocknete man wieder ab.

Es ging dann weiter zum „Flume Ride“. Die gefühlte Wartezeit war deutlich kürzer als die angeschlagenen 40 – 50 Minuten. Es ging recht flüssig durch die Wartereihen und ab in die Bahn, die erst gemütlich dem Wasserlauf folgte, dann aber zwei steile Wasserfälle enthielt. Am Ende waren wir alle noch mal nass und sind zum Kettenkarussell „Slänggungan“ gegangen. Für fast alle die erste Fahrt in einem Kettenkarussel. Damit Papa sein Basecape nicht verliert hatte er es in Nils Rucksackgriff geklemmt. Mama hat dann aber die Rucksäcke gemeinsam genommen und das Basecape erst mal in der Schlange verloren, es ist aber nach der Fahrt wieder aufgetauch, die Service Kräfte sind echt spitze.

Nach dem Kettenkarussel wollte Papa als einziger noch die „Liesebergbanan“ fahren und der Rest der Sippe ist wieder ins „Kaninlandet“. Die Liesebergbanan war die „langweiligste“ von den Achterbahnen die Papa gefahren ist. Es ging nur rauf und runter, schnell und in starker Schräglage. Nach der Fahrt hatte Papa noch der Übermut gepackt und er ist in die Kotzmühle „Juke Box“ eingestiegen. Hierbei handelt es sich um eine Bahn die sich 3 mal in sich selbst dreht und dazu noch eine veränderliche Schräglage hat. Anschließend ging es zu Treffpunkt im „Kaninlandet“.

Nach dem Kettenkarussel ging es ins „Kaninaladet“ direkt zur Kinderachterbahn „Rabaler“ dann weiter zur Wasserbahn „Kaninresan“. Als nächstes ging es auf die fliegenden Untertassen der „Högspänningen“ und zum Schluss noch eine Runde auf die „Kaffekoppen“. Dort haben wir uns wieder mit Papa getroffen. Mama und Nils hatten keine Lust mehr und der Magen hing in den Kniekehlen. Nick wollte zum Abschied noch eine letzte Runde auf den Autoscooter „Radiobilarna“ und ist wie zu Beginn an seiner Länge gescheitert. Doch dieses Mal haben wir die Einschränkung vor der Wartezeit mitbekommen und sind dann gleich heimgegangen.

Am Auto angekommen gab es die oben bereits beschriebene große negative Überraschung. Dennoch müssen wir auf dem Weg heim noch im ICA Maxi Zutaten für’s Abendessen besorgen. So sehr sich Papa auch über die Strafe ärgert, eigentlich sollte es nicht auf die Urlaubsstimmung durchschlagen.

Daheim angekommen ist Papa gleich an der Toilette ausgestiegen und dann mit sauberen Händen zum Zelt gelaufen. Er wollte als nächstes Sala zubereiten und dafür waren die sauberen Hände gedacht. Auf dem Weg kam aber schon der Nick angelaufen und meinte Papa solle sich beeilen. Es gab die nächste Katastrophe zu behandeln. Den schönen Pavillon, der bisher sehr gut für Schatten auf dem karg bewachsenen Campingplatz gesorgt hatte, hatte sich am Nachmittag mit einer Windböhe angelegt und verloren. Also haben wir erst mal den Pavillion zerlegt in der Hoffnung noch etliche Teile bergen zu können und daheim in Ilmenau diesen wieder zusammenzuflicken.

Abendessen gab es dann mit Natokit, Köterbullar, Preiselbeeren und Salat.

Schauen wir mal, wie das morgen ohne Schatten auszuhalten ist.

  1. 125 SEK []

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