Heute war ein Faulenzertag am Campingplatz geplant. Wir haben also nach dem Frühstück erst mal unter dem Pavillon gesessen und Papa hat seinen Tagebucheintrag von gestern fertiggestellt. Nils musste noch einige Tage mehr schreiben und hat wieder mal massive gebockt. Mit den vielen Bildern dauert so ein Eintrag schon mal locker eine Stunde.
Anschließen haben wir alle im Schatten mit einem Buch in der Hand gesessen bzw. die Jungs haben das Wasser genossen. Da wir für das Abendbrot noch einige Tipps bekommen hatten, wollte geli noch mal schnell in den ICA fahren. Heute sollte dort noch ein Fischwagen vor dem Supermarkt stehen. An diesem wollten wir eine halben Lachs kaufen, den kann man in Alu Folie gewickelt in den Ofen schieben und hat ein super leckeres Abendessen.
Bei unseren heute abgereisten Nachbarn mit ihrem selbst konstruierten Klappfix haben wir gesehen, dass sie einen Isolierbehälter für das hier üblich Leitungswasser haben. So kann man kaltes Leitungswasser 1 am eigentlichen Zeltplatz länger bei einer angenehmen Trinktemperatur halten. Also hatte Mama auch den Auftrag, einen solchen Behälter aufzutreiben. Da der Nick liebend gerne mit seine Mama einkaufen fährt, durfte er auch mit, während Papa und Nils weiter gelesen haben. Den Fisch Stand haben die beiden leider nicht gefunden, sind aber dann dennoch mit einem Halben Lachs und nach langem Suchen auch mit einem entsprechenden Kühlbehälter wiedergekommen.
Den Kühlbehälter hat der Nick bewacht wie seinen Augapfel, der wahr wohl nicht so einfach zu finden. Ganz Stolz hat er den dann auch mit dem ersten Wasser gefüllt, ihn auf den Tisch gestellt, sich Apfelsaft geholt und das erste und auch gleich das letzte Glas eingeschenkt. Er hatte das Patent mit dem Auslauf aus dem Behälter nicht ganz raus und ihn dann erfolgreich so abgebrochen, das eine Reparatur auf dem Zeltplatz nicht möglich war. Vor lauter Schreck hat er auch noch den frisch eingegossenen Becher mit Saft-Wassergemisch fallengelassen. Anschließend musste er die Schipftarade vom Papa überstehen. Da der Auslauf blockiert war wurde der volle Behälter in den Beifahrer Fussraum gestellt und, wie sollte es anders sein, ist er umgefallen und ausgelaufen. Glückliches Ende dieser Episode: Der Laden hat sich den Schaden angeschaut, den Beleg geprüft und den Behälter umgetauscht.
Während Nick mit Mama noch mal los ist, haben sich Papa und Nils endlich mal um die Anhänger Elektrik gekümmert. Ihr fragt sicher was war denn damit los, aber das ist einfach und schnell erzählt. Wir haben seit gut 3 Monaten ein neues Auto. Dieses ist mit einem modernen Steuergerät für die Anhängerelektrik ausgestattet. Diese modernen Steuergeräte sollen Kurzschluss wie auch kaputte Leuchtmittel erkennen und auf dem Display anzeigen. Das hat das Steuergerät auch gemacht und daher hat Papa den Anhänger, dummerweise aber am Quad geprüft. Dort angeschlossen haben alle Leuchten funktioniert und Papa hat den Anhänger als alles OK beladen. Am Sonntag beim Aufbruch in Ilmenau haben wir dann routinemäßig die Beleuchtung am Anhänger vor der Abfahrt geprüft und ach du Schreck, Links keinen Blinker und keine Bremsleuchte. Da wir Zeitlich knapp waren, und sich Papa sicher war, das die Elektrik am Anhänger funktioniert, wurde das Problem auf den ersten Zeltplatz vertagt. Also ging es dann los mit Lampen aufschrauben, und die einzelnen Birnen prüfen. Dabei war vor allem interessant ob der Widerstandswert für die rechte und linke Birne jeweils gleich groß war. Im Internet hatte Papa schon die Stecker Belegung herausgesucht und dabei herausgefunden, das Blinker und Rückleuchten einzeln mit dem Fahrzeug verbunden sind, Masse und Bremslicht für beide Seiten gemeinsam zum Auto geführt werden. Beim Ausmessen der Widerstandswerte stellte sich heraus, das die linke Bremsleuchte einen unendlich hohen Widerstand hatte. Das heißt wenn Mama mit dem Auto wieder da ist, in den tiefe der Lichtreserven nach einer passenden Birne suchen und die kombinierte Brems und Rücklichtbirne rechts austauschen. Bleibt also nur noch die Birne für den Blinker. Diese wiesen an dem Leuchtmittel vergleichbare Widerstandwerte aus, am Stecker unterschieden sich die Wiederstände aber um gut 100%. Die detaillierte Betrachtung der Situation ergab dann, dass die Übergangswiderstände zwischen Lampenfassung und Lampe auf der linken Seite verdammt hoch waren. Mit etwas kratzen konnte ich sie hoffentlich wieder auf einen vom Auto akzeptierten Wert reduzieren.
Was haben wir an dem Tag noch gemacht. Ich wollte endlich erfolgreich QRV werden, also habe ich heute schon im laufe des Nachmittages angefangen meine Funkstation in Betrieb zu nehmen. Also wieder alles aufgebaut, die Zeit per LTE synchronisiert und los. Aber leider blieben mir QSO’s weiterhin versagt, obwohl ich sogar Japaner hören und dekodieren konnte. Irgendwas muss ich doch falsch machen. Also bin ich auf Fehlersuche gegangen. Wenn ich mit dem Programm Sende geht keine Leistung raus, wenn ich mit dem Micro sende sieht das anders aus. Ist das vielleicht das Problem. Wenn ich den TRX auf USB stehen habe, dann kann ich FT8 Signale Empfangen und dekodieren, aber nicht über die PC Schnittstelle senden. Wenn ich den TRX auf DIG stelle, dann kann ich zwar endlich senden, aber nix mehr empfangen. Schaut man dann aber in die Bedienungsanleitung vom FT-817 findet man, das die Bandbreite für den PC Eingang im Menue 21 eingestellt werden kann. Dort wählt man dann einfach USB-H aus und alles klappt auf einmal und man hat auch auf Anhieb das erste QSO im Log. Endlich.
Den Fehler konnte ich noch vor dem Abendessen diagnostizieren, die Lösung mit dem Menu habe ich aber erst nach unserem leckeren Lachsabendbrot gefunden. Schaut euch dazu einfach das Titelbild an. Und dank etwas suche haben wir inzwischen auch herausgefunden, dass der Romana Salat im ICA für 5 SEK im Angebot ist.
- Das wird einem hier sogar in den Restaurants angeboten. [↩]

