Der heutige Tag begann mit Verschlafen. Ich muss wohl irgendwie den Wecker erwischt haben die Nacht, jedenfalls war er ausgeschaltet. So bin ich erst gegen 07:39 wach geworden, nachdem ich schon mal gegen 05:30 nach einem gründlichen Magengrummeln einige Zeit auf der Toilette verbracht hatte. Noch kurz was frühstücken und dann „nahezu Pünktlich“ auf der Konferenz Anwesenheit zeigen.
Der Tag hat mit 2 Sessions und verschiedenen Themen begonnen.
Gegen 12:30 hatten wir dann den zweiten Halbtagesausflug, heute ging es in den Sommerpalast. Im Nachgang muss ich aber festhalten, ich hätte mehr vom Sommerpalast gesehen wenn ich allein unterwegs gewesen wäre als so, nur wie will man das vorher in Deutschland wissen. Also rein in den Bus, zusammen mit Rüdigers Frau und den Münchnern, die extra auf mich gewartet haben. In der letzten Session in der ich war, ist zwar ein Sprecher ausgefallen aber dafür hat der Vorsitzende dann eine recht ausführliche abschließende Diskussion zugelassen.
Also los mit dem Bus zum Sommerpalast. Ausgestiegen, eine Flasche Wasser an der Straße abgegriffen und rein ging es. An der Karte hat uns dann die Führerin die Ausmaße des Geländes demonstriert und uns auch unsere heutige Route vorgestellt.
Es ging vom südlichen Eingang am See entlang zum nördlichen Ausgang, Dauer des Spazierganges ca. 1.5 Stunden. Den Mittleren Teil und den Berg mit den Pavillons haben wir aber auslassen müssen. 1 geht.
Aber auf der anderen Seite muss man sagen, der Baustiel der Pavillons unterscheidet sich innerhalb Chinas nicht besonders. Rote Säulen mit Verzierungen unterhalb und auf dem Dach, ein paar Statuen aus Kupfer oder große besondere Findlinge und vor allem Massen an Menschen. Und ich hab vergessen, ob es in dem Park Wasser gibt oder nicht, Brücken müssen sein.
Auf dem See fahren einige Tretboote oder andere Ausflugsbote, da auch dieser Park der Bevölkerung Pekings nicht nur als Museum sondern auch als Oase der Erholung 2 dient.
Das Wetter ist wie die Tage zuvor schon so diesig / dunstig / smoggeschwängert, das Fotos von den Pavillons auf dem Berg mit dem Teleobjektiv nur möglich waren, nachdem ich den Autofokus ausgeschaltet und manuell auf unendlich fokussiert habe. Der Autofokus ließ mich ansonsten nicht auslösen.
Nach ungefähr der Hälfte unseres Rundganges stiegen dann die Akkus von der Kamera aus, eigentlich kein Grund, das hier zu erwähnen da der geprobte Tourist immer ein paar Ersatzakkus in der Tasche hat, aber die erweisen sich als defekt. Somit musste ich für die nächste ca. halbe Stunde das Fotografieren nahezu einstellen.
Dann kam es noch zu einer weiteren „witzigen“ Begegnung. Mich sprach jemand an, ob er meinen Stift haben dürfe. Es handelte sich dabei um eine sehr billigen deutschen Werbekugelschreiber. Also gab ich ihm den, und bekam nur nebenbei mit, wie er anfing in dem Stift herumzuschnitzen. Ich wollte sonst nix von dem Menschen und „geschissen“ auf den Kugelschreiber folgte ich unserer Gruppe. Nach ca. 5 min kam der Mann wieder und gab mir den Stift zurück. Zeigte mir noch, das er in den Stift „Peking 27-7-2007“ geschnitzt hätte. Ich bedankte mich artig und steckte den Stift ein. Der Mann wollte dann aber nicht weiter gehen, sondern blieb an mir dran und tippte mich immer wieder am Arm an und faselte irgendwas von 10… ich weiß nicht ob er YUHA oder ct EUR meinte, da er auch mit EUR Münzen hantierte. Ich ließ ihn weiterhin links liegen und folgte meiner Tour. Nach ca. 10 min war ich diesen Zeitgenossen los und konnte mich, nun mit einem beschrieben Stift wieder meiner Tour widmen.
Dann wollten kurz vor Ende der Führung einige in einem Teehaus in diesem Park etwas essen, da sie wie ich nicht dazu gekommen waren, nach der letzten Session etwas zu essen. Somit mussten wir an diesem Teehaus eine ca. 15 minütige Pause einlegen. 15 min sind für die Akkus besser als keinen neuen Strom, so habe ich die Führerin gefragt, ob sie mir vielleicht helfen könne. Sie konnte und fragte für mich, ob ich mal einen Akku kurz an den Strom hängen dürfe. Ich habe ja sonst keine weitere Fototasche mit gehabt und konnte somit das Ladegerät mit dem Akku und einem entsprechend Anschlusskabel gleich nutzen.
Nach den 15 min war ich, das heißt meine Kamera wieder einsatzbereit und ich wieder motiviert zu einer neuen Runde, so dachte ich jedenfalls. Ergebnis: wir sind Zielstrebig zum Ausgang weitergegangen. Rein in den Bus und los zum Süßwasserperlenmarkt. Ja, Frisch- oder halt Süßwasserperlen sind halt was ganz besonderes, das es nur in China gibt. Nach einer kurzen Einführung und Vorführung zum Thema Perlen, stand den Kauf“un“willigen Touristen eine gute Stund in der Klimatisierten „Markthalle“ zur Verfügung um sich mit den Perlen verschiedener Größe Form und Farbe einzudecken. Man stellt auch Schmuckstücke nach eigenen Vorstellungen der Touristen zusammen.
Zurück am Bejing International Convention Center waren wir gegen 17:00 und ich konnte die Zeit bis ca. 19:00 Uhr nutzen, um mich noch mal mit dem Internet zu beschäftigen. „Internet war aber auch am letzen Tag immer noch so eine Sache, an vielen Stellen war das Trägernetzt allein schon wieder so überlastet das ich bis ich meine Arbeit im Netz verrichten konnte ca. 30 min gebraucht habe.
Abendprogramm für heute stand mit der Siemensgruppe und den Münchnern eine Pekingente auf dem Programm. Nach Studium des Reiseführers haben wir uns für Dian Dong Roasted Duck entschieden. Nach ca. 30 min Fahrt mit zwei Taxis sind wir am Restaurant angekommen, und mussten noch eine weitere halbe Stunde warten, bis ein Tisch für uns frei geworden ist. Ja, die Roasted Duck ist schon etwas besonderes, auch dem Koch zuzuschauen wie er die Ente zerlegt, doch muss ich feststellen, das wir von einem Hähnchen in Deutschland besser satt werden als von so einer Ente in Peking. Zwei Enten für 8 Personen sollten doch eigentlich genug sein will man meinen, aber weit gefehlt. Mit 3 Enten und ein bisschen Gemüse und Reis sind wir dann einigermaßen ausgekommen.
Nach dem Entenessen wollte der größte Teil von uns noch zur Karaoke, mir war es nicht unbedingt danach, so bin ich dann mit einem von den Münchnern schon früher wieder ins Hotel zurückgefahren.



















