Heute stand, nach einer Nacht in der es sogar gewittert hatte, der Tagesausflug an die „Große Mauer“ an. Wenn ich vorher gewusst hätte, das diese vom Konferenzkomitee organisierten Touren reine Verkaufsveranstaltungen werden sollten, dann hätte ich wohl besser gleich alle Touren auf eigen Kappe organisiert.
Nun ja, alles der Reihe nach: Aufstehen wie jeden Tag, ca. 06:30. Dann so gegen 07:00 zum Frühstück und anschließend auf zum Bus. Ich hab zwar die Münchner irgendwie heute nicht gefunden, dafür aber dieselbe Reiseführerin abgefasst wie an den andren Tagen. Unser Bus ist dann auch recht gut und als erster gegen 08:15 los gekommen.
Erster Stopp, wie sollte es auch anders sein, war dann eine mittlere Fabrik zur Herstellung der Chinesischen Kupfer / Emaille Vasen. Die Besichtigung der Arbeitsstätten war sehr interessant, Ornamente Kleben, 6-mal Farben auftragen Brennen, und anschließend mit 3 verschiedene Steinen schleifen. Nur das übliche, sich an so eine Besichtigung anschließende, shoping war eindeutig zu lange.
Dann ging es wieder mit dem Bus weiter, durch den Stau zur großen Mauer. Auf dem Weg wurden wir von der Führerin heiß gemacht, ob wir doch alle „Helden“ seien und bis ganz hoch auf die Mauer müssen. Als wir noch als einer der ersten Busse ankamen und ausstiegen war mir der Weg nach rechts / Westen die Mauer rauf eindeutig zu stressig. Nach Osten über die Straße und dann über den angestauten Fluss, die Route war nicht mal ¼ so überlaufen und deutlich angenehmer zu gehen. Das heißt nicht, das ich dort nicht hätte auch Stufenhöhen von ca. 10cm bis 50cm gehabt hätte, aber es war halt nicht so voll, sodass man sich ordentlich auch am Handlauf hat festhalten können.
Ich bin dann auf der Ostseite bis zum ersten Wehrturm gestiegen, hab mir auch den Wehrturm von innen und oben angeschaut 1 und bin wegen ein paar schöner Fotos dann noch ein wenig den Kronenweg entlanggelaufen. Bei der Feuerwehr lernt man, plane für den Rückweg die doppelte Zeit ein, wie du für den Hinweg gebraucht hast. Diese Regel dachte ich mir auch hier an der großen Mauer zu beherzigen. 90 min. standen uns insgesamt zur Verfügung also 30 min für den Auf- und 60 min für den Abstieg. Dieser gestaltete sich zwar schwierig aber nicht so schwierig wie ich befürchtet hatte, sodass ich noch Zeit fand, einen kleine Pavillon zu besuchen.
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Wieder auf Höhe des Busses angekommen musste erst mal was zu trinken her. Ca. 1l Eistee und mir ging es wieder ein wenig besser. Noch ein bisschen dem Treiben zuschauen und dann kamen die ersten aus dem Bus von dem westlichen Pfad wieder, und wir sind zusammen zurück zum Bus gelaufen. Hätten wir gewusst, das wir zu der Zeit noch keine Hektik hätten machen müssen, da doch einige den Ehrgeiz entwickelt hatten ganz rauf zu kommen, dann hätte ich noch ein wenig dort auf der Mauerkrone verbracht und mich nicht schon auf den Parkplatz und in den überhitzten (31°) Bus begeben.
Abfahrt gegen 12:20 2 zum Mittagessen. Ein echtes Chinesisches Mittagessen. Es gab bis dato Konferenzteilnehmer die noch keine Zeit gefunden hatte, außerhalb des Hotels zu essen, somit war das für Sie das erste chinesische Essen. Nur erstmal, eh man in dem Restaurant angekommen ist, musste man mal wieder, ja … Richtig … durch einen Freundschaftsladen. Damit man in der Summe auch genug Zeit für den Freundschaftsladen und das Mittagessen hat, wird der Stopp auf ca. 90 min angesetzt. Das Essen an sich war nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt überragend. Garlic Shrimps waren das besondere Highlight dieses Essens. Wir haben dieses an einem Runden Tisch mit drehbarer Platte mit 9 Personen teilweise mehr in die Länge gezogen und den Freundschaftsladen eher in den Skat gedrückt. Das Gespräch mit dem Amerika-Deutschen von SAP, seiner Freundin, einem Ami und einer „ex Russin“ war dann doch sehr aufschlussreich und unterhaltsam.Nach diesem Zwischenstopp fing an sich unserer Zeitplan endgültig total zu verschieben. 14:15 sollte es weiter gehen, 14:45 waren dann endliche die fehlenden zwei shoppingsüchtigen gefunden worden, also auf zu den Ming Gräbern.
Dort angekommen ging es nun in wilder Hast, viele wollten nicht mehr und waren müde, durch die Vorhöfe zu der eigentlichen Grabstätte. In zwei geordneten Reihen durch die Sicherheitsschleuse, einmal durch den Piepser und die Fototasche durch die Durchleuchtung ab über „wieder endlose aber diesmal gleich hohe“ Treppen in die Keller Gewölbe. Ob ich mir bei der gestrigen Tour dann endgültig den Klimaanlagen Schnupfen geholt habe kann ich im Moment nicht mal sagen. Jedenfalls, die Chinesen haben versucht mit sehr hohem technischen Aufwand dort klimatisierte Frischluft in der Gewölbe zu bringen, die Durchgeschwitzten Touristen tragen aber so viel Feuchtigkeit mit in die Gruft, das es sich an der Steinmauern der Gruft niederschlägt. Und nach dem man nun auf einem vorgegeben Pfad einmal durch die Grabkammer gejagt wurde mussten wir 3 feststellen das wir uns das auch hätten sparen können. Aber seht auf den Bildern selbst.
Dann mit hastigem Tempo zurück zum Bus, es war inzwischen schon fast 17:00 und dort … wieder warten, da zwei Frauen auf einmal weg waren. Somit hatten wir es geschafft, zu Beginn der Tour der erste Bus, am Ende der letzte.
Der Rückweg verlief dann problemlos, nach ca. 1 Std. und einer weiteren „sightseeing“ Fahrt durch das entstehende Olympische Dorf waren wir dann wieder an unserem Hotel. Damit war dann zwar die Tour aber noch nicht der Tag zu Ende.
Während ich noch relaxend und die Wunden haltend auf dem Bett lag klingelte mein Handy und Rüdiger rief an. Sie wollten sich eigentlich gegen 18:00 mit Nu treffen, nur da ja heute jeder sein Programm gemacht hat, war Nu nicht am Treffpunkt erschienen und ich wusste nicht mal was von der ausgemacht Zeit bzw. dem Treffpunkt.
Ok. Treffen wir uns um 19:00 bei Ihnen im Hotel, dann ging es zurück in den Biergarten von unserem Hotel. Nach ca. 3 Bier und ein wenig fried noodels meldete sich Nu dann, er war gerade erst zurückgekommen und wo wir wären. Er hat uns dann so gegen 21:00 noch überredet wir sollten doch noch mal mit zum HotPot kommen. Auch wenn wir vielleicht nur 3 Bier trinken, macht sich das „all you can eat and drink“ für 29 YUHN bezahlt. Bevor es dann zum HotPot ging, hat sich Rüdigers Frau von mir den Gelben Rucksach geben lassen, sonst wäre sie mit Ihrem Gepäck nicht heim gekommen. Ich hatte vorher schon geschaut, und es geht alles in den neuen Rucksack rein. Er ist zwar gekrachte voll aber das sollte er schon aushalten. Ich hatte mit meiner Frau ansonsten auch ausgemacht, das ich den gelben Rucksack hier in Peking lasse, er ist nun immerhin 6 Jahre alt geworden und war durch die häufig Benutzung zerschlissen und speckig. Ich hoffe wenn Chris & Nuit nun heiraten, kann mir vielleicht Nuits Bruder einen neuen aus BKK mitbringen.
Als ich dann gegen 23:30 im Bett war, wollte ich erst noch ein wenig Film schauen, habe es aber dann doch vorgezogen lieber zu schlafen.
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