Jetzt muss ich schon am Samstag weitermachen, denn der Flug startete 14:15 CEST gestartet sind, und am nächsten morgen 06:16 CST landen sollten. Wir sind auch pünktlich in Peking angekommen. Aussteigen auf einem Stellplatz ohne Terminal Verbindung, dann erst mal mit dem Bus zum Terminal und durch alle Einreisekontrollen. Nach dem Aussteigen war mein erster Eindruck, ich laufe nicht ganz so vor die Wand wie in BKK. Die Einreisekontrollen zogen sich am Anfang ein bisschen, bis dann eine weitere Schlange für „foreigner“ geöffnet wurde. Der Beamte dort hat uns dann auch sehr schnell abgefertigt.
Nach Ankunft am Gepäckband war noch kein Gepäck in Sicht und da ich von den Kollegen erfahren hatte das ich für das Taxi vom Flughafen zum Hotel schon CNY brauche, hab ich die Wartezeit gleich genutzt um 150 EUR zu wechseln. Ich habe erst überlegt ob ich nur 50 oder 100 EUR wechseln sollte, nur nachdem die beiden vor mir jeweils ca. 500 EUR / 600 EUR gewechselt hatten, und ich die Gebühren mitbekommen habe, habe ich es vorgezogen doch gleich 150 EUR zu tauschen. Als ich dann mit dem Tauschen fertig war, war auch das erste Gepäck am Band und ich habe recht schnell meinen gelben Rucksack entdeckt. Nun nix wie raus. Aber erst mal noch ein Formular ausfüllen, das hatte ich wohl mal wieder vergessen.
Draußen mit dem Zettel und dem Fahrtwunsch zum Convetion Center auf Chinesisch auf in die Stadt. Im Taxi kam dann ein Gefühl auf: Endlich wieder daheim in Asien. Ein Geruch wie ich ihn aus BKK kannte, auch die Fahrweise der Autofahrer erinnerte mich an BKK und dann noch die Tollwaymaut. Alles so „wohl vertraut“. Nur hat mich der Taxifahrer dann glatt um 2,90 EUR betrogen. Er hat den Rest als Trinkgeld angesehen und ich was zu platt um das mitzuschneiden oder mich darüber aufzuregen.
Dort angekommen hab ich mich am Infostand von der Tagung erst mal nach dem Tagungshotel erkundigt und bin dann außen herum dorthin gelaufen. Einchecken im Hotel und gegen 07:45 Uhr war ich dann nach ca. 20h Reise endlich angekommen.
Im Hotel wollte ich dann erst mal 2h schlafen, war aber nicht richtig in der Lage dazu. Also wieder raus, den Reiseführer gewälzt und mich entscheiden, den kleineren von den beide empfohlenen Spaziergängen „Die nördlichen Seen“ für heute als Programm zu wählen.
Also anziehen, Kamera fertig machen, Reiseführer mit und los geht’s. Vor dem Hotel ein Taxi genommen und auf zum Südtor vom Beihai-Parks. Ich hatte den Spaziergang noch um die Durchquerung des Beihai-Parks (68ha, 2h) erweitert. Da es heute Samstag ist, konnte ich auch viel von der Freizeitbeschäftigung der Chinesen miterleben. Einige haben sich auf dem See mit Tretbooten oder Elektroboten vergnügt. Andere, vor allem ältere, haben mit Wasser und großen Pinseln Schriftzeichen auf den Boden gemalt. Eine Gruppe hat Diabolo gespielt oder auch welche haben in einem nicht gerade kleinen Orchester musiziert.
Nach ca. 2 Stunden verließ ich planmäßig den Park, den ich am Südtor betreten habe am Nordtor, dem Startpunkt des Fußweges. Die ersten 100m musste ich mich mit den Rikscha Fahrern rumschlagen die mich unbedingt zu den Sehenswürdigkeiten fahren wollten. Ich wollte mir die aber entlang des Spazierganges erlaufen.
An einer Stelle hieß es dann „gehen sie in die Gasse in Fortsetzung der Brücke hinein und das nächste Gässchen nach rechts.“ Diese kleine Einkaufsgasse haben ich insgesammt 4 mal durchschritten. Beim Zweiten durchlauf habe ich bereits für mich 2 Poloshirts und für geli einen Stempel mitgenommen. Anschließend ging es dann hinauf auf den Trommelturm. Die Steile Treppe und die unebenen Stufen machten das besteigen zu einer anstrengenden Aktion, doch der Ausblick über die im Smog liegende Stadt hat ein wenig für die Mühe entschädigt. Auch das Trommelkonzert war den Eintritt wert.
Neben dem Trommelturm liegt der Glockenturm. Das besteigen dieses Turmes war nicht weniger anstrengend, doch leider entschädigte dann die Platform nicht für die mühen.
Wieder unten und auf dem Rückweg auf dem Spazierpfad gönnte ich mir ein paar blaue Trauben. Sie enttäuschten mich vom Geschmack, sie wären für die Weinproduktion sicher gut geeignet gewesen, zum so essen schmeckten sie ein wenig zu sehr angegoren.
Vom restlichen Spazierpfad gibt es dann kaum noch was zu erzählen. Vielleicht noch das ich Zeuge einer Fernsehproduktion werden durfte. Keine Ahnung ob das Profis, Amateure oder Studenten waren. Auch wenn ich nicht verstehen konnte um was es dort ging war es doch eine gute Möglichkeit mal eine Pause einzulegen. Am Ende des Fußweges, ich kann nicht sagen ob ich noch richtig oder irgendwo falsch war, war ich dann so platt, das ich nur noch fix Getränke fürs Hotelzimmer gekauft habe und ein Taxi geentert habe. Bei dem Taxifahrer war ich dann so überrascht ich dachte halt, ich würde in der größten Pampa feststecken, aber das war fast die schnellste und billigste Taxifahrt zurück ins Hotel.
Gegen 15:00 Uhr wieder im Hotel habe ich, auch wenn es komisch klingt, den Tag für heute beendet und mehr oder weniger geschlafen, gedöst und ferngesehen.















