Auch heute begann der Ausflugstag um 10:00 Uhr, nachdem ich meine erste Mahlzeit in China, das Frühstück genossen hatte. Ein kurze Rückfrage bei der Tagungsorganisation hatte ergeben, dass das Internet Cafe erst im Laufe des Tages eröffnet wird. Aber so hatte ich meine Konferenzregistration ohne Andrang hinter mir.

Also noch mal: Aufbruch 10:00 Uhr mit dem Taxi am Hotel zum Panijayuan-Markt. Ein Markt der vom Reiseführer als besonderes Highlight hervorgehoben wurde. Ein Wochenendflohmarkt von dem ich mir ein wenig das Flair und die Auswahl des Chatuchak-Markte von Bangkok erhofft hatte. Als ich das Taxi verlassen und den Eingang zum Markt betrachtet habe, dachte ich mir schon, das wird ähnlich wie  in BKK werden, doch dann im Mark war ich sehr enttäuscht.

(Das Bild mit Matraze auf dem Fahrrad ist für dich Floh….)

Ansonsten war es ein Flohmarkt, also von Nippes können die beiden Märkte miteinander konkurrieren, von der Auswahl an sinnvollem leider nicht. So konnte ich keine weiteren Kleidungsstücke erstehen, noch konnte ich lebendes Viehzeug erspähen. Auch die Auswahl an Speisemöglichkeiten war sehr begrenzt. Ein paar weitere Mitbringsel, so z.B. die Bestecksätze für meine Kollegen sind mir in die Finger gefallen aber das war es dann auch.

Nach ca. 2h bin ich dann weiter gezogen. 2 Querstraßen nach westen und ich fand mich im 49,2 ha großen Longtan Park wieder. Eine weitere Stunde habe ich nun in diesem Park zugebracht, den ich am östlichen Eingang betreten und über den Nördlichen Eingang verlassen habe.

Besondere Erwähnung sollten die Wasserbälle für die Kinder erhalten. Die Kinder konnten in diese durchsichtigen Plastikkugeln einsteigen, die Kugeln wurden dann mit Luft aufgeblasen und die Kinder nur an einem Band befestigt ins bzw. aufs Wasser geschubst.

Der sich in westlicher Richtung an den Longtan Park anschließende Bejing Amusement Park ließ sich schon von Außen als großer Freizeitpark ausmachen.

Also hab ich mich gleich hier wieder von einem Taxi aufnehmen und zum Tian’anmen Platz (Platz des Himmlischen Friedens) fahren lassen. Der Taxifahrer hat mich dann am Südwestlichsten Ende raus gelassen und ich hab mich irgendwie mächtig verlaufen. Angefangen habe ich also Südlich des Platzes am Tor Tian’an Men. Dort wieder mal mit der Karte kämpfend wurde ich in gebrochenem Englisch von einer ganz jungen Chinesin angesprochen, ob Sie mir helfen könne. Sie wäre zwar selbst nur Touristin aber zu zweit tue man sich halt nur halb so schwer, vor allem da sie Chinesisch spricht.

Da ich aber vorher noch im Reiseführer unter den ganz großen DON’Ts gelesen hatte, nicht in die Fänge von Schleppern zu gehen war mir da gar nicht wohl dabei. Nun ja, das Mädchen hat dann selbst noch mal gefragt, weil auch ihr das komisch vorkam, das man um auf die andere Straßenseite zu kommen, durch die U-Bahn gehen sollte, aber das war der richtige Weg.

Auf der anderen Seite, sprich am Südlichen Ende des Platzes habe ich mich dann bei ihr bedankt und mich von ihr verabschiedet. Sie hab ich dann auch recht schnell auf dem Platz verloren, sie wollte also wirklich nur helfen.

Dafür bin ich dann den echten Schleppern als nächstes in’s Netz gegangen. Ich war noch dabei und wollte Fotos vom Mau Mausoleum machen als mich die beiden in recht gutem Englisch ansprachen. Was ich denn vor hätte wo ich noch hin wolle, und sie ließen sich nicht abschütteln. Und da sie wohl angeblich dieselbe Richtung hätten wie ich wollten sie sich dann anschließen bzw. booten sich als Führer an. Anfänglich war diese Führung auch noch sehr interessant, auch wenn ich dadurch nicht auf den eigentlichen Platz, also hinter das Mausoleum gekommen bin.

Mein Reisführer hatte als 1 Stadtspaziergang einen Weg vorgeschlagen, der am Tian’anmen Platz enden sollte. Diesen Weg wollte ich dann rückwärts gehen. Ich hab auch die kleinen „schopping Gässchen“ kennengelernt, nur haben es die beiden Damen dann geschafft mich in ein Teehaus zu schleifen.

Die  Vorführung / Einführung in das Thema Tee mit den verschieden Methoden den Tee zu brühen, die verschiedenen Gefäße dafür und von welchem Tee man welchen Aufguss trinkt war schon sehr interessant, nur war dieser Ausflug mit 3 EUR / Tasse Tee bei 9 Sorten und 3 Leuten leider auch nicht besonders billig.  Aber in der Situation muss ich sagen, dumm gelaufen, ich war irgendwie zu empfänglich dafür und hab mir dann auch gesagt, lieber bezahlen und dafür gesund wieder nach Deutschland kommen als sich jetzt hier aufregen und hinterher evt. einen auf die Nase zu bekommen.  Ein kleines Trostpflaster am Ende gab es auch noch. Ich wollte keinen Tee kaufen, und konnte mich so in der Hinsicht vor erhöhten Kosten schützen. Aber als Gast bekam ich dann doch noch eine Packung Tee geschenkt, die zwar sicher überteuert in der Preisliste stand, aber den Preis dann ein wenig gedrückt hat.

Nach dem Ausflug ins Teehaus, das ich sonst nicht aufgesucht geschweige denn gefunden hätte 1 war ich dann die beiden Damen auch sehr schnell los, sie müssten jetzt unbedingt heim und noch was machen.

Währen ich dann versuchte mich auf der Karte erst mal wieder zu sammeln um herauszufinden wo ich denn jetzt sei hab ich dann 2 Schweizer getroffen, die auch mit der Orientierung zu kämpfen hatten. Ich habe es in den 7 Tagen nicht geschafft mich in dieser Stadt zu Recht zu finden. Ich hab kein Gefühl dafür bekommen können, ob ich denn jetzt richtig sei, oder ob mich der Taxifahrer gerade mal wieder abzocken will und aus der kürzesten Strecke eine Weltreise macht.

Nachdem wir dann wussten wo wir waren haben wir uns dann auf den Weg gemacht die Einkaufs / Bummelstaße genauer unter die Lupe zu nehmen. An einem Straßenstand habe ich dann BBQ aus Tintenfisch, Schweinefleisch und Würstchen eingekauft und somit etwas als Abendessen im Magen gehabt.

Die Einkaufstraße mit ihrer Asientypischen Stromverkabelung und China üblichen Kamera Überwachung  bin ich dann so lange gelaufen, bis ich im Bereich war, wohin sich wohl kein Tourist mehr verirrt. Unterwegs hab ich beiden Schweizer ein zweites mal getroffen. Auch musste ich auf diesem Weg mal eine der vielen öffentlichen Entsorgungstationen aufsuchen. Als ich die Straße dann wieder zurück zur Hauptstraße laufen wollte, sah ich die beiden Schweizer ein drittes mal, diesmal in einer kleinen Kneipe sitzen und hab mich auf ihre Einladung dazugesellt.

Dort haben wir dann 3 Bier getrunken und uns ein wenig über unsere Reiseerfahrungen sowie über aktuelle Politik unterhalten. Als letzten Zielpunkt haben wir uns dann nach meinem Reiseführer eine der letzten Fressmeilen ausgesucht. Sie sollte von unserem Standort eigentlich „nur“ einmal rum um den Tian’anmen Platz und dann noch ein bisschen parallel zur Verbotenen Stadt sein, aber nach einem weiteren ca. 45 min. Spaziergang hatten wir sie nicht gefunden, sodass wir uns getrennt haben und ich mich mit Resthunger bestraft auf den Weg ins Hotel gemacht habe.

Ca. 23:00, also 13h Stadtspaziergang, ist auch für den 2. Tag denke ich voll ausreichend.

  1. der Eingang ging in einem Supermarkt hintern rechts weg nach oben []

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