Für den heutigen Tag hatten wir schon vorgeplant. Relativ nach Ankunft hatten wir festgestellt, dass es in Svensburg einen Kletterwald unter dem Namen Gorilla Park gibt. Für diesen Kletterwald muss man Tickets im Vorfeld buchen, was geli Ende letzter Woche für die Jungs gemacht und für heute welche bekommen hat. Leider bin ich zu kaputt und zu schwer um mitzuklettern.
Die Tickets waren für 11:00 Uhr gebucht. Die Fahrtstrecke hat Google Maps mit 30 Minuten angegeben. Man sollte ein paar Minuten vor Beginn da sein. Also stand der Plan, wir müssen gegen 10:00 Uhr hier los. Das heißt dann aber auch 09:00 Uhr frühstücken und damit wir auch das Fürhstück incl. schöner Eier noch vorbereitet bekommen, zwischen 07:00 und 08:00 Uhr aufstehen.
Dann sind wir gemeinsam zu dem Ketterwald gefahren. Dort haben wir den Jungs während ihrer ersten zwei Bahnen noch über die Schulter geschaut und einige Fotos gemacht. Als sie dann über die lange Slip Line verschwunden sind 1, sind wir auch das weiter gezogen.
Was haben wir vor? Zum einen wollten wir noch einkaufen, zum anderen brauchte ich auch noch neue Verbände, denn die Variante die Wunde mit Betaisodona Salbe 2 einzureiben, mit zwei Kompressen abzudecken und mit dem selbstklebenden Verband zu umwickeln, dann aber nicht die Strümpfe drüber zu ziehen hat heute Nacht sehr gut funktioniert. Die Kompressen konnte ich heute abnehmen, ohne dass Schorf an der Kompresse geklebt hat und ich mir so die Wunde wieder aufgerissen habe. Ich hoffe, dass sie jetzt endlich zügig zuheilt.
Also vom Gorilla Park los und als erstes auf dem Weg lag eine Apotheke. Danach sollte es in Richtung Rema in Svendborg gehen. Auf der Hinfahrt hatte ich schon links der Straße den Wegweiser zu einem Bunkermuseum 3 gesehen. Da wir jetzt drei Stunden Zeit hatten, haben wir uns entschieden einen Abstecher dorthin zu machen. Vom Schild bis zum Museum waren es vielleicht noch 50 Meter.



Der Bunker steht aus drei Niedergängen, drei langen Gängen und zwei Nischen. Wie man auch auf der Webseite lesen kann, wurden die Nischen zur aktiven Zeit des Bunkers als Toiletten verwendet. Ansonsten war es ein einfacher Bunker aus drei langen Gängen. Warum wurde dieser Bunker überhaupt gebaut? Im Zuge des Zweiten Weltkrieges hatten die Deutschen die drei benachbarten Schulen beschlagnahmt und dort zwischen 500 und 800 Soldaten stationiert. Gegen Ende des Krieges führte eine der Haupteinflugschneisen der Alliierten Bomber mit Zielen im Ostseeraum, Mecklenburg bis Berlin über Dänemark. Da vor suchten die Soldaten Schutz. Bedingt durch diese Bauform können nicht viele Ausstellungsstücke im Bunker untergebracht werden. Nur Nischen sind mit Ausstellungsstücken verschlossen. Ansonsten hängen an den Wänden etliche Berichte über diese Zeit. Leider fast ausschließlich in Dänisch, sodass ich sie nicht lesen kann, sie deshalb fotografiert, aber bisher noch nicht ausgewertet habe.
Was ich mir schon angehört hatte in der Übersetzung war die Tafel, die oben oberhalb des Bunkers stand. Aber leider finde ich auch die nicht mehr wieder. Denn dort war ein Zitat ganz nett. Der Bunker ist von April bis November hier offen 4 und steht unter dem Schutz der Bevölkerung. Also verlasst ihn bitte so, wie ihr ihn vorgefunden habt.
Nachdem wir mit dem Bunkermuseum durch waren, sind wir noch ins Einkaufszentrum von Svendborg gefahren, eigentlich wollten wir in den REMA, sind dann aber doch am Ende im Kvickly gelandet und da es bereits 14:00 Uhr war, als wir den Einkauf beendet hatten direkt zurück zum Kletterwald.



Womit wir 5 bei Ankunft am Kletterwald gar nicht gerechnet hatten, die beiden Jungs saßen auf der Plattform, als ob sie auf uns warten. Eine kurze Nachfrage ergab, sie hatten die Strecken 1 bis 6 erfolgreich gemeistert, ihnen fehlte aber jetzt die Kraft die Strecken 7 und 8 noch durchzuziehen. Wie Nils beschrieb, ist die senkrechte Kletterwand mit Netz eine Herausforderung für die Arme und die waren bei beiden schon ganz schön lang und schwer.
Er konnte sich dann aber noch mal aufraffen einen weiter Durchlauf auf der Bahn 3 zu machen, während Nick sein Kletterzeug abgab und den Tag für beendete erkläter. Aber auch Nils war dann so fertig, dass er das erste Mal in diesem Urlaub eine kurze Strecke nicht selber gefahren ist, sondern sich hat lieber von geli hat chauffieren lassen.



Es ging auf nahezu direktem Wege zurück zum Campingplatz, Auto ausladen, Eis essen, Geschichte schreiben, am Rechner basteln und Funken. Ich habe mich heute entschieden mal auf 17m QRV zu werden und war sehr überrascht. Es kamen zwar kaum QSOs mit Deutschland, aber dafür ganz viel weltweit unter anderen Brasilien, USA, Japan, China, Indonesien, oder dem Libanon ins Log.
Als wir dann kurz vorm ins Bett gehen mein Bein wieder verbinden wollten, haben wir festgestellt, dass das Recycling des Verbandsmaterials keine gute Idee ist. Das selbsthaftende Verbandsmaterial haftet nur einmal, nicht mehrfach.

- und über Ihre Erlebnisse während wir unterwegs waren gibt es hier eine eigene Geschichte https://holiday.indiancoder.de/?p=7144[↩]
- Die Salbe hatte ich von meiner Hausärztin für die Wunde am Bein im Frühjahr verschrieben bekommen.[↩]
- Bunkeren i Ollerup – https://ollerupbunkeren.dk[↩]
- ohne Eintritt[↩]
- geli und ich[↩]