27.06.2026
Im Grundsatz beginnt der zweite Messetag wie der erste. Aufstehen, nur dass ich heute die Dusche weggelassen habe. Denn duschen, um dann zehn Minuten später wieder wie durchs Wasser gezogen zu sein, ist nicht wirklich sinnvoll. Also aufstehen, aufs Klo gehen, Frühstücken, dabei Zeppeline angucken.
Was mir bei den Zeppelinen aufgefallen ist, hier starten immer zwei und die werden nachts wechselseitig in den Hangar gefahren. Der, der die letzte Nacht draußen war, kommt diese Nacht rein und umgekehrt. Auch interessant ist, wie so ein Zeppelin an seinem Mast angeschlagen ist. Der Mast steht auf einem Lkw mit vier Stützen. Mit dem Lkw kann der Zeppelin über das Vorfeld gezogen werden. Dann werden die Motoren warm laufen gelassen. Wenn die Gäste eingestiegen sind, lässt man die Leinen an Mast und Zeppelin lang, klinkt sie aus, hängt die Leine am Zeppelin ein und der Zeppelin kann weg fliegen. Der Mast fährt zurück zur Halle. Das für zwei Zeppeline. Und wenn die beiden weg sind, ist es auch für mich Zeit Richtung Messeeingang zu starten.
Auch der Tagesablauf war vergleichbar mit gestern: Vorträge und Flohmarkthalle.
In der Flohmarkthalle habe ich überraschend Hans Reichl DD7MH / OE5MHX, den Hersteller der Ringfeeds getroffen. Er hat eigentlich seine Firma 2021 aufgegeben und ist in Rente. Aber seine Frau drängelt ihn hin und wieder noch etwas zu machen. Ich überlege jetzt, ob ich meinen Feed durch Jens erweitern lasse oder mir einen neuen bestelle.
Kurz vor dem letzten Vortrag, habe ich in der Flohmarkthalle zwei Endstufen entdeckt. Jeweils eine für 2 m und eine für 70 cm. Röhrenendstufe jeweils 1 Kilowatt. Preis je Endstufe 1000 €. Also eigentlich ein ganz annehmbarer Preis mit 1 € / W. Wie gehe ich damit um? Für 2 m baut Jens ja eine, aber für 70 cm?



Den ersten Vortrag heute morgen habe ich ausfallen lassen. Er wurde eine dreiviertel Stunde später auf englisch wiederholt, war aber nicht ganz so gut wie in der deutschen Fassung. Dafür habe ich am Stand von Elecraft einer Beratung zu einem K4 gefolgt. Er klingt schon interessant und einige Mankos die uns beim K3 gestört haben scheine behoben, aber ob er wirklich ein Ersatzgerät für unsere Kenwoods ist, müssen wir mal überlegen.
Und am Ende der Messe wurde es wieder interessant. Da die Ilmenauer alle heute noch aufbrechen und zurück nach Ilmenau fahren wollten, galt es noch ein Abschlussfoto zu machen. Der letzte Vortrag sollte bis 17:30 Uhr gehen. 17:45 Uhr lief er immer noch und Joe und ich mussten ihn dann in der Fragerunde schon verlassen. Mir wäre es egal gewesen, da ich meine Rückreise erst für morgen geplant habe, um ausgeschlafen mit dem Wohnwagen nach Hause zu kommen. 18:00 Uhr, Abschlussfoto, die Ilmenauer brechen auf.
Ich habe mich mit Paul und Kim noch mal im Fischerstüble zum Abendbrot verabredet, denn Paul konnte und wollte von seiner Unterkunft nicht mehr zu weit laufen. Wieder zurück am Wohnwagen musste ich grinsen. In der Signal Gruppe schrieben Ben und Ralf, dass sie in Ilmenau angekommen sind. KDS und Frank,y die bei Joe mitgefahren sind, hingen noch mindestens eine Stunde auf der Autobahn fest, da sie sich beim Essen gehen in Friedrichshafen verfahren hatten und in Österreich gelandet sind.