Seit wir in Gouda waren, sind wir auf der Suche nach einem Bourenkaas der den Vorstellungen von Oma entspricht. Und da kam dann geli auf die Idee, wir können ja heute mal auf den Wochenmarkt in Noordwijkerhout an der Weißen Kirche anfahren. Vielleicht bekommen wir auf dem Einheimischen Wochenmarkt den von Oma gewünschten Käse.

Der Wochenmarkt hat von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Also haben wir so ca. 13:00 Uhr angepeilt, da wir im Anschluss noch an den Strand wollen. Dann kam aber raus, das 1. der Zugang zum Strand in Noordwijk deutlich einfacher ist und wir 2. doch kein so gutes Wetter und sehr viel Wind haben, also das mit dem Schwimmen wohl ausfallen muss. TobbY Hat aber genölt, das wir in Dänemark vor ein paar Jahren jeden Tag versucht haben den Strand und das Meer zu genißen, hier aber gerade ein mal am und im Meer waren. Also wenigstens die Füße wollte TobbY ins Wasser tauchen.

Los ging es mit den Fahrrädern und nach nicht mal 3 km (10 min.) waren wir an der Weißen Kirche angekommen, und auf dem Platz findet auch der Markt statt. Während der Marktzeit ist dort das Fahrrad fahren untersagt, also haben wir die Fahrräder erst schön brav geschoben und dann angeschlossen. Der Markt bestand aus einem Käsewagen, einmal Delikatessen 1, einem Blumenstand, einem Waffelwagen, einem Gemüsebauern und einem Klamottenstand. Dann ist an dem Platz auch noch ein Käseladen. Erst haben wir im Käseladen gefragt ob es einen Bauernkäse gibt, die Verkäuferin hat uns auch einen angeboten aber so richtig hat der uns nicht zugesagt. Also sind wir weiter, haben am Gemüsestand eine Tüte Paprika für 1,50 € gesehen und sind dann erst mal in den Dirk, da wir auch noch überlegen mussten was die Küche für den Abend, für den wieder Regen angekündigt ist, bieten soll.

Nicht wirklich schlauer wieder auf dem Markt haben wir dann 2 Beutel Paprika mit genommen und sind dann noch an den Käsewagen. Die Verkäuferin war sehr hilfsbereit sprach gut Deutsch, auch wenn sie irgendwann fragte ob wir nicht auch auf Englisch uns unterhalten können und hatte dann Bauernkäse, die wir erst probiert und dann auch gekauft haben. Nicht den jungen Gouda, auch wenn der schon mehr Geschmack hatte als der, den du in Deutschland bekommst, sondern den Mittelalten und Alten. Sie hat auch auf die direkt geäußerten Wünsche meiner über 80 Jahre alten Eltern, die vor ca. 30 Jahre mal mit mir eine Radtour durch Holland gemacht haben und dort beim Bauern direkt Käse gekauft haben, die richtige Antwort. Sie lässt übrigens schön grüßen unbekannter Weise. 200 g von jedem wollten wir mitnehmen, das Augenmaß war etwas großzügiger aber alles im Rahmen. Der Mittelalte ließ sich noch mit dem großen Käsemesser schneiden, beim Alten hat diese Methode versagt und das kleine Stück ist leider zerbröselt. Ich hätte mich gar nicht getraut, zu fragen, ob ich ein nicht zerbröseltes Stück bekommen kann, aber Sie hat es von sich aus angeboten. Dafür hat sie dann aber kein Messer mehr genommen sondern einen Draht angesetzt. Nils sollte davon ein paar schönen Bilder geschossen haben. Danach hab ich noch erzählt, das wir zwar lieber die Käse essen, die mit Pfeffer oder Chili oder Kräutern versetzt sind, und auch dazu hat sie verraten, das die Bauern hier in der Gegend auch in der Richtung sehr Experimentierfreudig sind. Leider hab ich die Orte wieder vergessen aber sie kommen aus dem Ort der „Käsehändler“ während im Nachbarort die Käsebauern beheimatet sind. Als ich dann meinte, das man die Auswahl an Käsen bei uns nicht bekommt, meinte sie abschließend noch, wir sollen doch einfach vorbei kommen, als ich dann aber erzählte das wir gut 4 h zu meinen Eltern und weitere 4 h bis hierher fahren musste sie schmunzeln, denn nach 4 h Fahrtzeit mit dem Auto bist du durch Holland duch und schon in Deutschland.

Jetzt haben wir zwar den Käse für meine Eltern aber immer noch kein vollständiges Gericht für heute Abend. Also in unseren Lieblingsladen Albert Heijn. Eigentlich ist das keine Geschichte mehr wert, hätten wir nicht angesichts des angekündigt Regens für heute abend noch etwas gesucht, das nicht auf dem Grill sonder auf dem Gasherd in der Wohnwagenküche gekocht werden kann. Hin – Her und am Ende standen wir vor dem Tiefkühlregal und wollten schon Stäbchenfisch mitnehmen als uns eine Packung „Mini Snacks 96 Stuks“ in die Hand gefallen ist. Nick der Cheffkoch für die Warme Küche polterte rum, „die Koche ich nicht, könnt ihr selber machen“ und als dann geli und Nils noch mal ausgeschwärmt sind um Beilagen zu holen meinte er noch „und dann nehmt Ihr am Ende noch was davon für Ilmenau mit“. Sogar als wir dann bezahlt haben, hat Nick bis auf das Büchsenbier 2 und die Snacks alles in seinen Rucksack verpackt. Das Büchsenbier kam zu Nils in den Rucksack unter die Kamera und die Snacks zu geli, zusammen mit den Eiern.

Nun konnten wir los in Richtung Strand starten, und auf wen mussten wir immerzu warten? Nick. Nach gut 1,5 km ist TobbY dann erst mal hinter Nick her gefahren und nach weiteren 700 m hat sich TobbY gefragt, warum er bei Nick jede Umdrehung des Hinterreifens einzeln zählen kann. Nick meinte, der Rucksack würde ihn behindern, so bekäme er keine Luft. Also hat TobbY den Rücksack übernommen, erst mal alle Träger wieder richtig eingestellt und dann trotzdem den Beckengurt über der dicken Wampe nicht ordentlich geschlossen bekommen. Also weitere 500 m weiter haben wir dann noch mal die Rucksäcke getauscht. Nils hat den von TobbY übernommen und TobbY hat von Nils seinen mit Bier und Kamera bekommen. Der lässt sich für TobbY passend einstellen, während TobbY und Nils dann erst mal umfassend den von Nick eingestellt haben, das er auch für Nils gut zu Tragen war.

Nach dem Rucksacktausch konnten wir die kommenden 1,4 km erst mal entspannt fahren, dann hieß es wieder, alles abschließen wir gehen an den Strand. Kaum kamen wir aus den Dünen heraus, fingen an unsere Beine wie Sandgestrahlt sich anzufühlen, denn noch ging es vor bis ans Wasser. Schaut euch die Bilder an, wir haben versucht einen Eindruck des tief fliegenden Sandes aufzunehmen. Geli meinte noch, sie fühlt sich wie damals in Hivide Sande, wo es eigentlich auf dem Dühnenweg dir immer den Sand ins Gesicht geblasen hat.

Wieder zurück vom Strand auf dem Weg zu den Fahrrädern haben wir Socken und Schuhe wieder angezogen und die Jungs wollten sich aus dem Rucksack Ihrer Regenjacken nehmen. Irgendwie waren die aber ganz schön Schmierig geworden und wir haben erst mal gesucht, was vom Einkauf da jetzt ausgelaufen sein mag. Es war aber nicht der Einkauf, sondern eine Flasche Sonnenkreme die sich noch im Rucksack verkrümelt hatte und sich durch den Einkauf in den Rucksack entleert hat. Nick freut sich, denn er darf dann am Wohnwagen die Jacken, die Mützen und den Rucksack auswaschen.

Weiter ging es jetzt über den Fahrradweg durch die Dühnen zurück zum Campingplatz, insgesamt eine kleine Radtour über 13,2 km. Und Pünktlich als wir wieder alle Trocken im Vorzelt angekommen war, fing der angekündigte Regen an. Mit der Zeit kam zu dem Regen noch Wind, nein ein richtiger Sturm dazu, der unser Vorzelt mehrfach einknicken ließ. Daher hat sich Nils dann an die zweite Stütze, TobbY mit dem Tisch an die Dritte Stütze gesetzt und immer wieder die Stützen hoch gedrückt, damit das Zelt nicht irgenwelche Technik abräumt.

In diesem Sturm wurde dann das Abendessen zubereitet und was passiert? Richtig, Nick der von den Snacks erst gar nicht’s wissen wollte und das mit dem Mitnehmen nach Deuschland als Spass meinte, dem haben die Teile so gut geschmeckt, das er jetzt ernstlich überlegt, wie er die passend im Eisfach für die Fahrt unterbringen kann.

Der Sturm hat sich über das Abendessen so richtig ausgetobt, das wir immer wieder die Luftstützen bei ihrer Arbeit die Zeltplane zu tragen unterstützen müssen. Beim essen ist dann aufgefallen, das die Abspannleinen irgendwie an der zweiten Stütze etwas zu sehr durchhingen und Nils die Arbeit des Nachtspannens auf seinen Bruder abgewälzt hat, haben wir jetzt ein Ausgleichsgummi mit Kugel bzw. die Kugel weniger. Gut das TobbY und Nils bei der Gewichtsreduktion nicht alle Abspanngummis raus geschmissen haben. Anschiss hat es auch nicht wegen der fehlenden / rausgerissenen Kugel gegeben, sondern weil wir gestern noch erklärt haben, worauf beim Abspannen geachtete werden muss.

Und jetzt gegen Mitternacht kann man wieder in aller Seelenruhe seinen Tagebucheintrag verfassen als ob nix gewesen wäre.

  1. Nüssel, Oliven, Käsemischungen[]
  2. ja so was gibt es hier noch und wird auch viel gekauft und getrunken.[]

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