Auch wenn die Reisezeit sich nicht ändert, ist durch die Zeitverschiebung, und dieses Mal die mit der Flugrichtung gen Osten alles anders. Wir starten am 1.5. in den USA und kommen erst am 2.5. wieder in Deutschland an. Und dennoch ist ein solcher Reisetag viel Stress.

Aufstehen hatte ich auf 05:45 Uhr festgelegt, die Reste noch in den Koffer. Alles war erfolgreich verpackt und das Hotelzimmer leer, dann ging es runter zum Frühstück und erst mal mit Sebastians Kofferwage das Gewicht gecheckt, nicht das ich auch noch was wegtauschen muss; 21,85 kg also genug Luft das ich bei der Kofferaufgabe nicht noch eine böse Überraschung erlebe, hätte ich so aber nicht erwartet.

Nach dem Frühstück hat uns dann der Bus abgeholt und zum Flughafen nach Cincinnati gebracht. Dort auf der Wage hatte ich dann 48 Pfund 1 , eine Punktlandung. Damit war ich aber auch raus aus dem noch stattfindenden großen Umpacken. Daniel hatte schon im Vorfeld viel für den Transport an die anderen Mitreisenden verkauft, nur war ich auch da schon raus, denn mein Koffer war bis auf den letzten mm³ voll. Nur die Helme für Marco und mein beiden Jungs hatte ich vorher abgegeben, da sie eine solche komische Form haben, dass sie den Transport in meinem Gepäck nicht überlebt hätten. An der Kofferaufgabe ging dann für die anderen noch mal ein großes Umpacken los. Larissa hatte noch Bier im Handgepäck und teilweise stimmten die Gewichte nicht. Und anders als in Frankfurt wurden hier die Koffer jeweils einzeln eingecheckt worden. Larissa und ich hatten es gestern geschafft als erste für die beiden Gruppentickets online eigecheckt und daher schon unsere Sitzplätze, der Rest hat erst mal nur provisorische Bordkarten erhalten, die keine Sitzplatznummern enthielten. Diese wurden ihnen, während wir am Gate gewartet haben, noch nachträglich zugewiesen.

In der Sicherheitskontrolle, nach dem Check In vom Gepäck kam der Moment der Wahrheit. Was haben wir in unserem Handgepäck, was wir nicht hätten haben dürfen, so wie bei Larissa, die eine Flasche Barbeque Sauce noch im Handgepäck verstaut hatte oder div. andere Flüssigkeiten sind auch aufgetaucht. Ich hatte nur meinen Pass und die Kreditkarte aus dem Rucksack raus in meiner Hosentasche schon das war zu viel für den Sicherheitsscanner und so wurde ich noch mal abgetastet. Danach war ich dann aber schon durch.

Nun hieß es erst mal wieder warten. Bis zum Abflug der ersten Maschine nach Chicago saßen wir noch ca. 2 Stunden am Gate. Ein Teil unserer Reisegruppe hat sich zusammen mit unserem OB Daniel erst mal wieder in eine Bar aufgemacht und die Reise wieder mit einem Bier und Whiskey begonnen. Ich habe mit einigen anderen lieber am Gate gewartet und als dann unsere Boardinggruppe aufgerufen wurde habe ich einen Schnellstart hingelegt, denn bei den Amis wird das Gepäck anders berechnet als in Europa. Gepäck, das aufgegeben werden soll, kostet extra, Handgepäck ist im Preis inbegriffen. Wenn die Maschinen ausgebucht sind, wird beim Boarding angeboten, das man sein Handgepäck kostenlos aufgeben könne, nur habe ich im Handgepäck wirklich die Dinge, die ich nicht im Fluggepäck haben möchte. Also war mein Ziel, noch Platz für meinen vollen 2 Rucksack im Fach über den Sitzen zu ergattern um ihn nicht währen des 3 zwischen die Beine nehmen zu müssen.

Wie schon auf dem Hinflug ging der erste Hüpfer von Cincinnati nach Chicago. Die Maschine für diesen Hüpfer war ausgebucht und leider waren die Displays im Sitz nicht online. Dafür ging im Flieger aber das WLan und so konnte ich auf dem Handy vom Server in der Maschine die erste Hälfte von Top Gun Maverick in Englisch schauen. Knapp 35 Minuten später ging es also in Chicago wieder runter und dort werden wir im Transit Bereich bleiben, da wir von einem Inlandsflug kommen. Obwohl die Maschine randvoll war, ging das Auschecken richtig zügig und wir mussten am nächsten Gate wieder gut 2 Stunden warten. Auf dem Flughafen haben wir uns dann in der Abflughalle erst mal die Beine vertreten, denn der nächste Flug geht über den Atlantik. Mit Sebastian H., Larissa und Marion sind wir dann in den Star Bugs eingeschwenkt, haben uns jeder noch einen Kaffee und Marion auch ein Sandwich geholt.

Nach 2 Stunden ging es dann rein in den nächsten Flieger. Zur Ausreise aus den USA haben wir keine Officer der Grenzkontrolle mehr gesehen. Nicht mal die Pässe wurden noch mal gecheckt; wenn man den Warteraum am Gate verlässt und in den Finger geht, wird die Ausreisekontrolle und die Kontrolle der Bordkanten per Gesichtserkennung durchgeführt. Einmal in die Kamera schauen und weiter geht es. Im extrem vollen Flieger saß dann Horst neben mir, aber Gott sei Dank ging meine Planung auf, ich hatte mir wie in den letzten Jahren üblich einen Gangplatz gebucht und konnte mich so Richtung Gang ausbreiten. Zuerst wollte ich dann den Top Gun Maverick fertig schauen und konnte ihm jetzt sogar auf Deutsch lauschen. Leider war der Film auf dem Speicher beschädigt und ich konnte den Film nur schauen, indem ich regelmäßig zum Überspringen der beschädigten Stellen 15 sec. vorspulte.

Da dieser Flug jetzt der Zeit entgegen ging mussten wir versuchen nach dem Abendessen ein wenig zu dösen und zu schlafen, denn wenn wir morgen früh in Frankfurt landen, haben wir einen ganzen Tag vor uns.

  1. < 50 Pfund []
  2. voller als auf dem Hinflug []
  3. wenn auch erst mal nur kurzen Fluges []

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