Samstag, 06.07.2024

Auch zu dem heutigen Tag gibt es keine wirkliche Geschichte. Ein stink normaler Reisetag. Aufstehen, bei 400 km sind wir etwas zu spät aufgestanden, sodass wir erst 12:05 Uhr den Campingplatz verlassen haben. Nach dem Aufstehen ging es wieder mit Vorzeltabbau und aufräumen und Packen los. Obwohl wir mehrfach gestern nach dem Museum Nick gedrängt haben sich um den Grill zu kümmern ist auch der wieder stehen geblieben und so hat er es geschafft, heute mit seinen Spülorgien genauso lange zu brauchen, wie der Rest der Mannschaft, um alles abzubauen und zu verladen. Pünktlich als das Vorzelt unter dem Bett verstaut war, stand unser Nick mit Abwasch in der Tür.

Danach ging es über 300 km entlang der 50 1, 51, 211 und 34 bis kurz vor Berg. Ja ihr lest richtig, hier waren wir in diesem Urlaub schon mal und auch an der Preem Tankstelle Ljungsbro haben wir schon mal getankt. Bei unserem letzten Stadtbesuch in Linköping hatten wir als Kunst am Kreisel einen Hund entdeckt, diesen aber zwei Mal vergessen zu fotografieren. Um das nachzuholen haben wir den 6 km Umweg über Berg und die E4 in Kauf genommen und sind dann über die 34 und 23 durch Vimmerby nach Hultsfred.

Dort ging dann auch wieder das übliche Spiel los, Wohnwagen in Position stellen und in Wage ausrichten. Anschließend das Vorzelt einfädeln und aufblasen. Nachdem der Teppich ausgelegt ist, brechen Nick und Geli auf zum Einkaufen und TobbY und Nils stellen in, inzwischen gewohnter Routine den Wohnzimmeraufbau fertig. Da es schon etwas windig war und noch eine Gewitterfront angekündigt ist, hat Nils heute auch mal die Sturmleinen eingesetzt und die Zeltwände zumindest außen vollständig verschraubt. Eine weitere Idee zum Upgrade des Wohnwagens ist eine zusätzliche 12V Steckdose im Türbereich um zukünftig den Kompressor für das Vorzelt über die Moverbatterie zu betreiben und nicht jedes Mal nach dem Funk Netzteil suchen zu müssen.

Während Nils das Vorzelt gut verschraubt hat und TobbY mit den Möbeln beschäftigt, war fragte uns von vor dem Zelt ein anderer Gast, wo wir herkommen würden. Ich meinte aus dem Thüringer Wald. Antwort: „Ich arbeite im Wald…“ Es stellte sich heraus, dass er aus dem Norden Deutschlands kommt und Holzfäller ist. Er war unter anderem in Ilmenau mit der Ernte der letzten Wochen beschäftigt und hat unseren Hausberg nackig gemacht. Grundsätzlich waren wir uns aber einig, dass das Holz geerntet werden musste. Er berichtete dann noch über die Nordeuropäische Holzwirtschaft. Dort werden ca. alle 50 Jahre die Flächen radikal geerntet und sich wieder erholen gelassen. Damit ist der „jungen nachwachsende Wald“ widerstandsfähig gegen die Schädlinge, ohne dass man dort besonderes Augenmerk drauflegen müsse. Er lobte auch den Ilmenauer Stadtförster der grundsätzlich einer modernen Wald- und Forstwirtschaft aufgeschlossen gegenüber steht und der wohl auch meinte, wenn ihr jetzt die Waldwege verwüstet, dann machen wir sie im kommenden Jahr wieder neu.

Leider musste sich die Wetterankündigung beim Abendbrot auch bewahrheiten und seit dem Sitzen wir im Trockenen aber ungeheiztem Vorzelt, währen immer wieder unterschiedlich stark der Regen auf uns niederprasselt.

  1. bis Örebro []

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