Nach etlichen Tagen mit dem Besuch verschiedener Museen hatte meine Sippe heute keine Lust weitere Musen zu besichtigen und hat sich lieber für einen faulen Tag entschieden. Ganz Faul ging aber nicht, da zum einen ein paar Lebensmittel gefehlt haben 1 . Außerdem hat am Sonntag von 10  – 16 Uhr „Dänemarks Motorrad Museum“ 2 incl. des angeschlossenen Radiomuseums geöffnet.

Damit war das Programm für den Tag eigentlich schon klar. Alle machen einen faulen Tag, max. einen ca. 900 m langen Spaziergang, um noch fehlende Lebensmittel zu besorgen. Diesen Spaziergang unternahmen nach dem Frühstück geli und Nick, da ein Rucksack für den geplanten Einkauf nicht ausreichen wird. Nils hatte zu gar nix Lust, während TobbY mit den beiden aufgebrochen ist, dann aber am Netto vorbei weitere 500 m bis zum Motorradmuseum gelaufen ist.

Das Museum geht über zwei Etagen und beherbergt sehr viele 3 alte historische Motorräder. Einige zeige ich euch auf den kommenden Fotos. Genauso wie einige interessante Details, so hatte ich bisher noch keine Motorräder mit offen liegendem Riemenantrieb gesehen. Die Verschlüsse der Riemen waren auch sehr interessant. An einem der Fahrzeuge gab es auch An einem Fahrzeug war auch die Bremse sehr interessant. Ein Lederriemen wird über einen Hebelmechanismus gegen eine Metallscheibe gezogen; bei heutigen Geschwindigkeiten muss man über diesen Mechanismus sicher nicht mehr nachdenken, aber zur Zeit des Fahrzeuges schien das wohl ausreichend.

Auch einige Gespanne waren ausgestellt, eins sogar mit einem Beiwagen für den Lastentransport. Und wie man mit einer Plane und einem Motorrad zeltet, konnte man auch bewundern.

Im Kellergeschoss gab es neben der Ausstellungshalle für Motorräder noch einen Raum mit alten Radios. Gerade bei den Geräten aus der Anfangszeit des Rundfunks konnte man noch richtig erkennen, wie sie Funktionieren und was technisch gemacht werden muss, damit man erfolgreich die Sendungen verfolgen kann. Auch alte Aufzeichnungsgeräte wurden ausgestellt. Wenn ich mich an mein Studium erinnere, denke ich mit Schrecken an Grundlagen Elektrotechnik und Magnetkreise, die für uns als Medientechniker zu der Zeit noch eine hohe Bedeutung hatten, denn aufgezeichnet wurde vieles noch auf Magnetban. Hier im Museum konnte man noch die Vorläufergeräte bewundern, die haben nicht auf Magnetband, sondern auf Draht aufgezeichnet. Von dieser Aufzeichnungstechnik hatte ich schon im Technik Museum gelesen, aber hier bekam die Technik ein Bild.

Als ich das Museum verlassen wollte habe ich mich noch an dem Kaffee bedient und wurde von einer der Damen im Museum informiert, das es auf der Insel noch ein Traktro Museum gibt 4 und das heute am Hafen eine Fahrzeugshow stattfindet. Also bin ich nicht direkt zurück zum Campingplatz, sondern habe noch einen Umweg von ca. 1 km in kauf genommen und bin noch am Hafen vorbeigelaufen. Unterwegs wollte ich noch meinen Kaffeebecher wegschmeißen und bin über die Mülltonnen hier gestolpert. Während es bei uns in Deutschland einzelne Tonnen für die unterschiedlichen Recycling Stoffe gibt, sind hier die Tonnen intern, teilweise sogar am Deckel geteilt, sodass die Tonne weniger Platz weg nimmt, aber die Wertstofftrennung möglich ist. Als Techniker frage ich mich nur, wie das dazu passende Müllauto aussehen muss, das z.B. die 1/2 geteilte Tonne für Papier/Pappe und Glas/Dosen entleert werden kann.

Etliche Trecker aus dem Museum waren auch heute hier zur Fahrzeugshow und als ich kurz vor dem Heimweg war, konnte ich noch erleben wie ein Porsche Diesel einen Hannomag angezogen hat.

Zurück am Campingplatz habe ich mich bis zum Abendbrot dem Faulen Tag angeschlossen. Für das Abendbrot haben wir uns heute alle beteiligen müssen. Nick hat sich um den Salat gekümmert, geli und Nils haben die Pizza belegt und ich habe den Grill und den Pizzastein auf dem Grill unter meine Fittiche genommen.

Eine Storry muss ich noch ergänzen: Nachdem ich heute Früh vom Duschen wieder zurück zum Wohnwagen gekommen bin, war die Tür vom Leuchtturm offen und ich hatte die Chance mal einen Blick hineinzuwerfen. Eine ganz kleine Birne 5 steckt auf einem Revolver hinter der Fresnellinse. In der Scheibe zum Sund Stecken rote und grüne Farbscheiben und färben so passend das Licht, was aber schon seit wir hier sind, nicht funktioniert. Dies habe ich dem Wartungstechniker auch gesagt. Er erzählte mir, dass er diese Funktionskontrolle jede Woche durchführt aber den Fehler aktuell auch nicht sieht und daher noch einen Elektriker rufen muss. Der Leuchtturm funktioniert ganz einfach ohne viel Schnickschnack. Außen oberhalb der Scheibe ist ein Dämmerungssensor montiert und sobald es Dämmerich wird, wir das Leuchtfeuer eingeschaltet und morgens, wenn es hell wird, wieder aus. Nach der Reparatur heute, während ich noch im Hafen war, konnte ich heute auch das erst mal dieses Leuchtfeuer blinken sehen. Als ich meine Familie gefragt habe, was kaputt war, konnte mir keiner die Frage beantworten, dass der Elektriker nur so kurz da war, das sei es kaum mitbekommen haben. Also kann es nix wildes gewesen sein.

  1. Ja ich weiß, heute ist Sonntag, aber wir sind in Dänemark und dort sind die Supermärkte all dage 7-21 oder ähnlich geöffnet []
  2. http://www.danmarksmotorcykelmuseum.dk/de/ []
  3. ich habe sie nicht gezählt []
  4. das ist sicher was für meine Jungs []
  5. nicht größer als die H7 aus den Scheinwerfern unseres Autos []

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