Sonntag war schon nicht als Sonnentag angesagt, und so ist es nach dem Aufstehen schon diesig aber noch trocken. Der Wetterbericht aus ganz Europa spricht von Regen Vb-Tief, Island-Tief und wir sollen auch die westlichen Ausläufer mitbekommen. Daher hatten wir gestern umgeplant und die Sonne zum Schwimmen genutzt, denn København können wir auch machen, wenn es nicht ganz so gutes Wetter ist.

Nach dem Frühstück wollten wir gleich aufbrechen, wenn das nur auch beim Nick angekommen wäre, hätte er nicht nur alle Eier verbraucht, ohne Bescheid zu geben, sondern hätte auch Rührei anstelle von schönen Eiern gemacht, was signifikant schneller geht. Nach dem Frühstück abräumen und dann zum Vorortzug, denn für den Besuch in København macht sich die Fahrt zu einem Park and Ride mit anschließender Zugfahrt sicher stressfreier, auch wenn heute Sonntag ist.

Von Snekkersten 1 ging es mit dem Zug in knapp einer Stunde bis Copenhagen Central Station (København). In København selbst sind wir dann um den Tivoli herum, am Rathaus vor bei ca. 2,6 km durch die Stadt bis zum Nyhavn gelaufen. Einen Eindruck werden euch sicher noch die Bilder von Nils und Nick liefern.

Aber ein paar kleine Storys sollte ich dann doch zum Besten geben.

  1. Am Rådhuspladsen 2 gab es einen Trödelmarkt, nur leider waren wir so spät dran, das viele Händler schon beim Abbau waren. Aber grundsätzlich hatte ich den Eindruck, dass der Trödelmarkt den Charm eines richtigen Trödelmarktes hat, eigentlich nur altes Zeug und Einzelstücke, keine Handelsware.
  1. Vom Rådhuspladsen runter in die nächste Gasse führte eine Fußgängerüberweg mit Ampel, an der auch alle Fußgänger schön brav stehen bleiben. Nur fährt über den Fußgängerüberweg kein Auto max. ein paar Fahrräder, denn die Straße ist nach dem Überweg mit schweren Betonsperren stillgelegt.
  1. Dann sind wir an einem echten, klassischen pissoir vorbei gekommen, und da alle Jungs gerade mussten, bot es sich an. Man konnte sich erleichtern, aber so wie geli uns beschrieben hat, waren Nyhavns offentlige dame toilet die vermutlich bessere Wahl. 3
  1. Am Kongens Nytorv hatten sich unsere beiden Fotografen so lieb, dass ich erst mal regulierend Eingreifen musste. Während Nils die Statuen vor dem „Det Kongelige Teater“ ablichten durfte, bekam Nick den Auftrag, das „Reiterstandbild von König Christian V“ einmal rundum abzulichten und zwar alle 10 °. Auf dem Nordwestlichen Teil desPlatzes hatte der Dänische Volleyballverband ein Beachvolleyballfeld mit Tribüne aufgebaut und es fand trotz leichen Regens ein Spiel der Herren statt.
    Gesponsort wurde das Event von 7 up und während wir uns an dem Glücksrad anstellten, bekam jeder von uns eine Dose. Da ich meine nicht sofort trinken wollte, verschwand sie in der rechten Jackentasche und meine Jungs haben es mir nachgemacht. Dann waren wir dran und nur Nils hatte am Glücksrad Glück und hat eine Sonnenbrille gewonnen. Da wir aber alle noch keine Dose 7 up in der Hand hatten, haben wir alle noch eine zweite 4 bekommen.
    Auf der anderen Seite des Spielfeldes hatte auch die Dänische Volleyball Liga ein Glücksrad aufgebaut. Dort gab es keine Nieten, und Sponsor hier war „Fisherman’s Friend“ und es gab nur die Sorte „Salmiak & Raspberry“. Hier haben wir dreimal diese Sorte und eine andere Süßigkeit gewonnen. Nick musste die dann gleich probieren und hat sie fast gleich wieder Ausgespuckt 5 . Er hat dann aber entsprechend des Werbespruches von „Fisherman’s Friend“ – Sind sie zu Stark, bist du zu schwach. – die Zähne zusammengebissen und nur die restliche Packung weitergegeben 6 .
  1. Als wir dann am Ende des Nyhavn am Steg des Haven Bus standen fing es an zu tröpfeln. Da wir eine Tageskarte hatten, konnten wir auch den Haven Bus verwenden und haben uns entschiede die gesamte Route abzufahren. Also sind wir erst Richtung Orientkaj St. (Orientkaj) gefahren. Von hier konnten wir drei Kreuzfahrer am Oceankaj sehen 7 , Teilweise hatten wir Gäste schon als Reisegruppen oder in kleinen Gruppen mit Fahrrad und Warnwesten in der Stadt getroffen.
  1. Gut 2 h haben wir dann auf der Hafenfähre verbracht und sind in die Gegenrichtung bis zum letzten Anleger „Teglholmens Østkaj“ gefahren. Während der Fahrt nahm wie versprochen der Regen immer zu. Verschiede Quartiere entlang des Hafens mit interessanter Architektur könnt ihr den Fotos entnehmen. Für mich stellt sich aber die Frage, warum in København so viele Runde Gebäude erbaut wurden. Ich frage mich halt, wie soll ich in Runden Gebäuden meine Möbel aufstellen, denn die meisten Möbel wie Schränke oder sogar Betten sind doch in der Regel rechteckig.

Vom Anleger „Teglholmens Østkaj“ ging es dann mit dem Bus zurück zum Hauptbahnhof und mit dem Zug zurück nach Snekkersten. Dieses Mal haben wir keinen Doppelstockzug, sondern einen Öresundståg nach Helsingør erwischt. Was schon auf der Fahrt nach København für etwas Verwunderung bei TobbY gesorgt hat, musste er auf der Heimfahrt natürlich recherchieren. Der Bahnhof von Humlebæk wurde angekündigt mit der Ergänzung Louisiana, und so steht es auch auf dem Schild am Gleis. Aber Louisiana ist doch ein Bundesstaat in den USA 8 und nicht hier in Dänemark. Nach etwas Recherche wurde dann aber schnell klar, Humlebæk wird dominiert vom „Louisiana Museum of Modern Art“ 9 . Und laut Wikipedia geht „Der Name des Museums [] auf den Vorbesitzer des 1855 erbauten Haupthauses, Alexander Brun (1814–1893), zurück, der das Anwesen nach seinen drei Ehefrauen benannt hatte, die alle den Vornamen Louise hatten.

Anschließend ging es mit dem Auto zurück zum Campingplatz. An der Rezeption haben wir unseren Aufenthalt hier noch um zwei Tage verlängert. Geli hat heute auch die Reservierungsbestätigung für den nächsten Campingplatz bekommen.

Schauen wir mal, wie wir mit dem Angekündigten Dauerregen die nächsten Tage klarkommen.

  1. Eine Station nach Helsingør, mit großen, kostenlosen Park and Ride Parkplätzen []
  2. Rathausplatz []
  3. Bilder haben wir selbst keine gemacht, aber mit den richtigen Stichworten bietet Google eine passende Auswahl, die euch einen Eindruck gewähren. []
  4. geli ihre Erste []
  5. Ich fühlte mich an Aga Aga erinnert. []
  6. Auch wenn ich Lakritz mag, sind mir die Fisherman’s auch zu heftig. []
  7. Leider kann ich beim schreiben der Zeilen nicht mehr auf Marine Traffic nachsehen, welche Kreuzfahrer es sind, denn sie haben bereits abgelegt. []
  8. https://de.wikipedia.org/wiki/Louisiana []
  9. https://de.wikipedia.org/wiki/Louisiana_Museum_of_Modern_Art []

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