06:00 Uhr treffen am Busbahnhof, Aufbruch mit 13 Teilnehmen, Dr. Mohr hat leider keine ESTA-Einreise erhalten und auch der Versuch ein Visum im Konsulat zu erhalten war in der vergangenen Woche nicht mehr von Erfolg gekrönt bisher. Sollte er das Visum noch heute erhalten, wird er morgen noch hinterherkommen, ansonsten muss seine Teilnahme leider storniert werden. Er war im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei Ärzten ohne Grenzen vor ca. 10 Jahren im Sudan gewesen, was vermutlich bei der Beantragung von ESTA zu Problemen geführt hat. Leider hat man ihn im „Warten“ Status gelassen und nicht mitgeteilt das er zum Konsulat muss. Somit war es Ende vergangener Woche etwas knapp geworden.

Gestern hatte ich noch versucht den online Check-In bei United durchzubekommen der hatte aber meinen Pass immer mit dem Geburtsdatum 23.April **** erkannt und so konnte ich meinen Check-In nicht abschließen. Von unserer Reisegruppe hatte nur eine Teilnehmerin die Bord Karte erhalten, alle anderen mussten noch am Counter einchecken. Der Mitarbeiter am Schalter hat mir dann aber auch erklärt, dass die App ein paar Probleme mit den deutschen Pässen hat und sie sich eine Fehlerärmere Lösung wünschen.

Da wir mit ausreichend Reserve durch den Reisedienst am Flughafen eingetroffen sind, haben wir alle die Vorab Kontrolle und den Check-In erfolgreich und zeitnah hinter uns bringen können. Dann gingen wir weiter durch die Sicherheitskontrolle und auch die verlief problemlos. Anschließend einen Kaffee und ein paar Gespräche später sind wir 45 Minuten vor dem Abflug zum Gate aufgebrochen.

Überraschend war das Boarding schon im Gange, da die Maschine auf einem Außenplatz stand und wir über einen Bus zur Maschine gebracht wurden. Mit warten im Bus waren wir dann gut 10 min vor dem Abflug an der Maschine und auf unseren Plätzen.

Die Maschine ist glücklicherweise nicht ausgebucht, sodass wir jeweils in einer dreier Reihe zu zweit sitzen und einiges an Platz noch frei ist. Beim OB sind sogar noch zwei Reihen frei.

Das Board Entertainment über WiFi ist bisher schon zwei Mal ausgefallen, ein dritter Reboot hat der Pilot nicht zugesagt… ich kann den Ausfall bisher nicht bestätigen. Am Handy ging das WiFi bei mir immer rudimentär.

Die Ankunft in Chicago war dank Rückenwind bereits gegen 14:18 Uhr Lokalzeit und damit gut 30 min. früher als geplant. Durch die Einreisekontrolle ging es recht zügig, zwar nicht ganz so flott wie 2016 in Detroit 1 aber dank Übung und eines freundlichen Emigration Offiziers doch auch für die ganze Gruppe recht flott. Dennoch standen die Koffer schon neben dem Band und ich habe gemerkt, was ich vergessen habe. Die Markierung am Koffer, um ihn unter den fast gleich aussehenden Koffern einfach wiederzuerkennen. Ging dann doch ganz gut, das Schloss war offen, aber was mich viel mehr ärgert, auch eine Reisverschluss von einer der Fronttaschen ist leider ausgelutscht und damit kaputt. Vielleicht bekommt meine liebe Frau das wieder daheim hin, mal schauen.

Auch der Zoll machte uns keinen Stress und so sind wir recht schnell zur erneuten Sicherheitskontrolle im National Bereich gekommen. Den Weg von Terminal 5 nach 1 haben wir mit dem inzwischen auf großen Flughäfen üblichen Vollautomatischen People Mover zurückgelegt.

Check-In lief eigentlich flüssig, auch wenn die Wasserflasche, die ich vom Internationalen Flug mitgenommen hatte mehr als 100 ml Volumen hatte und damit ausgesondert und in die Tonne entsorgt werden musste. Während wir alle gemeinsam in der Schlange zur Emigration standen, hat uns leider die Traurige Nachricht erreicht, das Dr. Mohr auch heute kein Visum erhalten hat und damit nicht nachreisen und an der Reise teilnehmen kann.

Für den Anschlussflug von Chicago nach Cincinnati habe ich bei der zufälligen Platzlotterie Glück gehabt. Ich hatte mich erst in die falsche Reihe gesetzt, bin als es dann aufgefallen ist, die eine Reihe nach vorn umgezogen in die richtige Reihe und habe meinen Fensterplatz eingenommen. Auch Marco 2, einer aus unserer Runde hat die Reihe verwechselt, er hatte den Mittelsitz neben mir, blieb aber dann in der Reihe 25 sitzen und der Mittelsitz in meiner Reihe blieb überraschend für den vollen Inlands Flieger leer.

Nachdem alle auf ihren Plätzen saßen, hätten wir eigentlich zurück geschoben werden müssen um dann zur Startbahn zu Rollen. Danke meines Fensterplatzes konnte ich aber beobachten, wie der Push Back Fahrer beim Push Back des neben uns stehenden Jets seine Fahrstunden machte. Nach dem es Anfangs gut aussah, wurde es dann beim Einlenken schwierig. Nach 2 Korrekturzügen hat der Fahrlehrer eingegriffen und die Maschine auf die richtige Position bugsiert. Dann wurden wir geschoben und konnten für den 35 min Hüpfer zur Startbahn rollen.

Auf dem Flughafen in Cincinnati wurden wir dann von einer großen Delegation aus Blue Ash empfangen. Eigentlich wurden wir schon am Ende des Sicherheitsbereiches erwartet, aber da nur wenige unsere Gastgeber wirklich kennen und erkennen sind wir incl. Daniel an den wartenden vorbeigelaufen. Dann am Gepäckband kam aber das große „Hallo“ und Wiedersehen. Mit einem Bus ging es vom Flughafen ins Hotel. Im Bus wurden wir dann vom Bürgermeister (Marc) begrüßt, haben unser Zimmerkarten und ein erstes Willkommensbier erhalten. Die Deutschen trinken gekühltes Bier, also wurden wir aus der Kühlbox 3 versorgt. Sebastian kommentierte die kleinen Flaschen wie folgt: „Sind das Bierflaschen oder Taschenrutscher?“ Nach einer zweiten Runde war die Kühlbox leer und wir entwickelten eine gewisse Bettschwere, lokal war es zwar erst 22:00 Uhr, aber für uns war es Dienstag gegen 04:00 Uhr, also gut 22 h + auf den Beinen.

Im Hotel gab es noch ein kleinen Abendimbiss nach amerikanischer Art auf Papptellern mit Plastebesteck. Sandwichses aus sehr dickem Weißbrot mit mehren dicken Scheiben Wurst, einzeln in Frischhaltefolie gewickelt. Tomaten, Eisberg Salat und Jalapeño finden sich in Plastedosen und können in homöopathischen Dosen die Sandwiches verfeinern. Red mir da noch mal einer von globaler Klimakriese … hier sind wir im davon weit – weit weg.

Im Hotel ist auch Phillip unser letzter Mitreisender zu uns gestoßen. Er ist in seiner Gehfähigkeit eingeschränkt und wollte nicht mit uns United, sondern Delta fliegen. Außerdem fliegt er am Ende der Woche nicht mit uns zurück, sondern bleibt noch eine weitere Woche in den Staaten und besucht New York. Nur leider gab es mit seinem Gepäck ein Problem. Nach der Landung ließ sich die Gepäckluke an dem Transatlantikflieger nicht öffnen. Man ließ ihn auch ohne Gepäck weiterreisen und das Gepäck wurde im für den selben Abend am Hotel zugesagt 4 . Hätte es sich länger gezogen, hätte er sich neu eindecken können, da er eine Versicherung für den Fall hatte. Nach dem Abendimbiss ging es ins Zimmer 423. Ein Großes Zimmer mit Doppelbett, Schreibtisch und Sofa. Die Beleuchtung im Eingang und Badezimmer ist schon hell, im Zimmer selbst eher dunkel gehalten. Nur wenn man die zusätzlichen Nachttisch- oder Schreibtischlampen auch einschaltet, kann man im Zimmer gut im Dunkel sehen. Das habe ich aber an dem Abend nicht mehr genauer analysiert, den nach knapp 24h auf den Beinen und Reisezeit habe ich nur noch mein Bett probieren wollen. 22:45 Uhr ins Bett und damit sind wir wieder im regulären Takt. Über den Tag in den Fliegern habe ich nicht richtig geschlafen oder gedöst, wie ich es sonst meist hinbekomme aber so passte es …

  1. https://holiday.indiancoder.de/?p=1158 []
  2. er ist leider auch eher von meiner als Nicks Statur.[]
  3. Sie sollte unser ständiger Begleiter werden []
  4. Und wie wir am nächsten Tag erfahren durften, hat es auch geklappt. []

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