Alle Aktivitäten, die wir geplant hatten für Bengtfors sind mit der Draisinen Fahrt gestern abgeschlossen, also geht es heute weiter gen Norden. Das Nördlichste Ziel für diesen Urlaub ist Östersund, aber die Strecke ist mit gut 600 km auf überwiegend Reichstraßen für einen Tag zu lang. Als Zwischenstopp für 2 Nächte hat die Reiseleitung Mora ausgewählt. Aber auch bis dorthin sind etwas über 300 km auf Reichsstraßen zu bewältigen.

Auch wenn wir weiterziehen wollen, ist Ausschlafen bis ca. 09:00 Uhr möglich. Inzwischen kennt eigentlich jeder seine Aufgaben, auch wenn es heute mal wieder gekriselt hat, da geli mit Ihrer „allein“ von der physischen Kraft und mit einer schlechten Nacht in Gepäck belasteten Aufgabe überfordert war.

Aber wir haben dann alles soweit notwendig verpackt und erst nach den ersten Metern gemerkt, dass wir die zusätzlichen Spiegel vergessen hatten. Gerade wenn eigentlich jeder seine Aufgaben kennt fangen sich an Fehler einzuschleichen. So ist auch erst bei der letzten Abfahrtkontrolle aufgefallen, das von zwei Fenstern die Verriegelungen nicht richtig verschlossen waren und wir mussten das erste mal erneut eine Stütze absenken.

Die Strecke führte über einen Zwischenstopp in Karlstat. Wie bereits berichtet befindet sich kein Multimeter mit auf der Fahrt, obwohl es auf der Ausrüstungsliste steht. Und da die Problematik mit dem Bremslicht auch nur mit der Brechstange gelöst wurde, nämlich durch einsetzten einer neuen Birne und die Seitenmarkierungsleuchten noch gar nicht angegangen wurde wollte TobbY mal schauen, ob es dort etwas passendes zu vertretbaren Preisen gibt. Und der Clas Ohlson hat Multimeter auf seiner Webseite angeboten und es gab sogar eine kleine Auswahl direkt im Laden. Wir haben uns dann nach etwas Überlegung für das Günstigste entschieden, auch wenn es nicht das kleinste war, aber es fühlte sich an wie das leichteste. Und so ist die Entscheidung jetzt auch gefallen, ein Multimeter kommt direkt in den Wohnwagen und wird nicht mit der Werkzeugkiste in die Garage gestellt. Durch diesen Umweg sind wir dann auch anders gefahren als zuerst geplant. Vor Karlstat ging es runter von der 45 und weiter ging es dann über die 63 bis Filipstad und dann über die 26 bis sich diese kurz vor Mora wieder mit der 45 vereinigt hat.

Zu Filipstad gibt es noch eine weiter Anmerkung, und dieses Mal ist jemand anderes Angepisst. Kurz vor dem Ort entdeckt geli als Beifahrer das es in Filipstad eine Werksverkauf für Chips gibt. TobbY meint, sie solle mal schauen wo das genau ist, aber es passiert nix, nach dem Motto wir kommen schon dran vorbei. Sind wir natürlich nicht 1 .

Und es fallen uns immer mehr Dinge ein, die wir in Ilmenau für diesen Tripp vergessen haben. So ist uns auf der Fahrt eingefallen das wir noch schwedische Cola aus dem letzten Urlaub liegen haben, da wir ja Pfandpiraten sind und die 2 Kronen nicht einfach verschenken wollen, indem wir die Flasche in den gelben Sack schmeißen.

Nach 2/3 der Strecke haben wir den Fahrer gewechselt. Dies hat der Nils aber überhaupt nicht mitbekommen, da er fast die ganze Fahrt über geschlafen hat. TobbY wollte eigentlich durchfahren, aber die Landschaft und der überaus anstrengende Verkehr machte einen Tausch notwendig. Das Google Navi zeigte die ganze Fahrt über an, dass wir mit Verkehrs Beeinträchtigungen zu rechnen hätten, aber warum war nicht wirklich klar. Als wir dann die Baustelle mit Verkehrsampel erreicht haben, konnten wir unsere erste Erfahrung mit den Unterschieden zwischen Schweden und Deutschland für heute machen. Bei der Baustelle handelte es sich um die Erneuerung der Asphaltdecke der Straße. Die Feinschicht musste noch aufgebracht werden. Die Straße war also auf dem Stück abgefräst, vorn und hinten stand eine Baustellenampel, wir mussten dann auch gut 500 m warten aber was dann passierte war für uns echt irritierend. Es gibt ein Pilot Fahrzeug an der Ampel. Wenn die Ampel grün schaltet, fährt der Pilot vornweg und zeigt an, wo aktuell gefahren werden darf. So können die Arbeiten zügig durchgeführt werden. Alle Arbeiter haben auf ihren Maschinen Gehörschutz mit Funk und so verständigt man sich, dass die Arbeiten, die im Zeitraum von 7:00 – 20:00 Uhr wochentäglich geleistet werden möglichst wenig Beeinträchtigungen bringen.

Das zweite Mal zeigte sich der Unterschied beim Einchecken auf dem Campingplatz. Vor der Rezeption gibt es eine Box in der die Unterlagen sowie der Schlüssel für den Stromanschluss hinterlegt sind, zumindest wenn man sich wie geli es gemacht hat bereits online eingecheckt hat. Wenn man nicht online eingecheckt hat, aber spät anreist werden die unterlagen auch dort hinterlegt. Auf der Webseite 2 konnte TobbY heute noch folgenden Satz lesen: „Wir verwenden ausschließlich bargeldlose Zahlungsmittel.“ Genauso schnell wie das einchecken ging dann das aufbauen, denn leider 3 haben wir einen Stellplatz mit Split und ohne Rasen und das bekommen wir den Wohnwagen ganz schnell in’s Wasser.

Geli ist dann noch mit Nick zum Einkaufen gefahren, TobbY und Nils sind am Wohnwagen geblieben und nachdem alle zurück waren, wurde noch ein wenig gefunkt.

  1. https://www.olw.se/snacksbutiken/ []
  2. https://firstcamp.de/destination/moraparken-dalarna/praktische-informationen/ []
  3. aber für nur zwei Tage nicht so schlimm []

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