Nach einem faulen Tag gestern, der gerade bei TobbY irgendwie erst in den frühen Morgenstunden geendet hat ging es heute wieder mit etwas Programm weiter. Aber so wie vor der Schule und dem Arbeitstag ein Morgenritual läuft gibt es auch eines im Wohnwagen. Und das verläuft nahezu immer gleich, geli steht auf, und der Rest kommt nicht oder nur schleppend aus dem Bett. Heute wurde das aber zumindest bei TobbY etwas beschleunigt, denn es gab mal wieder Nachrichten von daheim. In Ilmenau wird sich nicht nur auf die Deutschlandtour vorbereitet, sondern seit Ende vergangen Jahres aus eine Straße nach der nächsten aufgerissen und Glasfaser verlegt. Den Anfang hat ein lokaler Anbieter gemacht und als von ihm dann auch wirklich die Bagger rollten fing in den lukrativen Innenstadtbereichen die Telekom an nachzuziehen. Bei uns im Ortsteil wird aber wohl erst mal nur der lokale ausbauen. Was hat das aber alles mit dem morgenritual im Wohnwagen in Dänemark zu tun? Ganz einfach, aktuell wir der Amselweg angeschlossen und der Tiefbaupolier hat angerufen und sich noch mal vergewissert, das sie das Grundstück betreten dürfen, auch wenn wir im Urlaub sind, wie mit dem Außendienstmittarbeiter im Vorfeld besprochen.
Damit war aber dann die Nacht so kurz sie auch gewesen sein mag leider zu ende. Jetzt hieß es dann also die Kinder aus dem Bett bekommen und die haben die Nacht leider auch wieder erst zu spät geschlafen. Dann gab es heute zum Frühstück kein Rührei, denn dafür war der Bestand an Eiern nicht mehr ausreichend. Gestern gab es noch Streit, das wir ja keinen Eierkocher mit hätten und somit keine gekochten Eier produzieren können, also haben wir es heute mal ohne geübt. Gut das es nur zwei hart gekochte für TobbY und Nils werden sollten, denn das mit dem Timer am Handy und vor allem mit dem das Handy dann auch zu hören hat der Nils noch nicht wirklich raus.
Nach dem Frühstück bzw. wie gestern schon berichtet nach der A-Mahlzeit, heute mit 11:00 Uhr noch vor Mittag ging es dann nach Haderslev um zwischen Haderslev Vest und Hammelev ( ca. 5,5 km ) auf der Vojens Bahn Draisinen zu bewegen 1. Geli hatte das bereits am Samstag gebucht, wir konnten die Fahrt aber erst am Dienstag antreten.
Zeitgleich mit uns ist noch eine Familie auf dem Familienmobil, einer Draisine mit je einem Fahrrad rechts und links und einer Bank in der Mitte gestartet. In den Weichen am Start konnten wir sie aber noch überholen da sie Probleme mit der Kette hatten und diese dann auch gegen Ende der Fahrt erneut auftraten. Wir mussten mit den zwei Draisinen mit nur einem Fahrrad die die Spurführung nur am Fahrrad haben in den Weichen bei der Abfahrt sehr aufpassen bzw. schieben. Nach den Weichen ging es dann zum ersten Bahnübergang und danach konnte es auf der freien Strecke los gehen.
Nils durfte TobbY und Nick geli chauffieren. Beide haben sich redlich um ihre Fahrgäste bemüht, aber auf der Hinfahrt nach 3,2 bzw. 3,7 km schlapp gemacht. Am Ende der Draisinen strecke, einige Bahnübergänge, beschrankt und unbeschrankt später konnten wir eine Pause einlegen, Fahrzeit ca. 1 h. Die Schwaben mit dem Familien Gefährt sind nur kurz nach uns eingetroffen und haben erst mal eine Vesper gemacht, während wir die Sonne genossen haben.
Ca. 15 bis 20 min später ging es dann auf die Rückfahrt. Während eine Draisine von Nils und Nick, die zweite nur von Nils allein umgedreht wurden, haben wir für das Familiengefährt alle mit angefasst. Für die Rückfahrt wurde die Zusammensetzung der Draisinen neu gemischt, sodass der Nick jetzt den TobbY und der Nils die geli chauffiert hat. Auch wenn TobbY Nick das nicht zutraut, am Ende hat Nick die ganze Strecke allein bewältigt, auch wenn er für die letzten 700 m viel Zuspruch brauchte. Wenn TobbY beim schreiben der Geschichten jetzt so darüber nachdenkt, dann erinnert er sich wieder an eine Fahrradtour am Balaton, auch damals brauchte der Nick viel Zuspruch und hätte es bis zum Campingplatz geschafft, nur leider war der Abholservice schneller 2 .
Von der Rückfahrt müssen wir aber auch noch den Start berichten. Während Nick mit TobbY quasi in der Mitte gefahren ist, also zwischen den Schwaben und Nils und geli und sich damit um dien Schranken nicht kümmern musste, hatte Nils sich selbst die Aufgabe gestellt, Mama chauffieren und gleichzeitig den Schranken Service übernehmen. Also über den Bahnübergang fahren, dann abspringen, die Schranken wieder schließen und … ja und hinter der Draisine herlaufen, denn es geht leicht Bergab und die Draisine tut was sie soll, sie rollt. Geli versucht noch die Draisine zu bremsen, aber von dem Plastestuhl auf der Plattform den Bremsklotz 3 am Vorderrad zu drücken war irgendwie nicht so einfach und geli musste sich ganz schön quer legen, nur leider gibt das Foto das nicht her.
Aber auch bei Nick unt TobbY verlief die Fahrt nicht ganz reibungslos. Und auch bei Ihnen war es ein Bahnübergang, der ihnen Spaß brachte. Auf der Strecke waren einige Bahnübergänge zu meistern aber nur wenige waren wirklich befahrene Straßen. Aber genau an so einem hat die Draisine von Nick und TobbY die (Führungs-) Scheine verlassen und ist nach links auf die Straße abgebogen. Kurz vor der Bordsteinkante blieb sie stehen und wir konnten sie zurückschieben und aufgleisen. Glück im Unglück, es ist niemand zu Schaden gekommen und glücklicherweise wurden wir auch nicht vom Autoverkehr beeinflusst, sondern konnten das Malheur in aller Ruhe beseitigen.
Auf dem ersten / letzten Streckenabschnitt hatte geli bereits bei der Hinfahrt einige Mirabellen und Brombeeren entdeckt und die wurden dann noch geerntet, sodass bei der letzten Schranke dann Nils und geli fehlten. Also musste hier die Schranke geschlossen werden und bis die beiden Obstdiebe ankamen waren Nick und TobbY schon mit dem Sichern der Draisine fertig und haben nur noch gewartet.
Anschließend mussten wir noch ein paar Besorgungen machen und es ging wieder zum Camping Platz. Dort hieß es dann Abendbrot mit Salat schnitzen und Grill anwerfen.
Was wir aber beschlossen haben: Das Programm für morgen heißt noch mal Haderslev, denn zum einen brauchen wir für Nick noch einen Corona Test 4 5 und zum anderen sind wir heute schon im Eingang zur „Schleswigsche Wagensammlung“ 6 gewesen. Sie soll die größte im Norden sein und morgen ist auch der Wagenbauer in seiner Werkstatt und wir können auch dort einen Blick riskieren.
- http://www.booksonderjylland.dk/de/draisinen-der-haderslev-vojens-bahn [↩]
- https://holiday.indiancoder.de/?p=210 [↩]
- aus Holz [↩]
- Für den Campingplatz in Haithabu müssen wir einen vorlegen, den wir vor Reiseantritt gemacht haben. Ob da keiner auf den Gedanken kommt, das man bereits 2,5 Wochen unterwegs ist und gar nicht von daheim kommt.[↩]
- Der Gedanke, das der Urlaub schon bald vorbei ist und wieder die deutschen Regeln im Umgang mit Corona gelten macht schon etwas traurig. [↩]
- https://www.visithaderslev.de/haderslev/planen-sie-ihre-reise/historie-haderslev-schleswigsche-wagensammlung-gdk611778 [↩]










