Da unsere Gastgeber selbst auch in den Urlaub aufbrechen wollen, haben wir die erste Nacht im Wohnwagen schon wieder recht zeitig abbrechen müssen. Ein gemeinsames Frühstück, dann den Wohnwagen mit dem Mover wieder raus auf die Straße, ankuppeln und los geht es Richtung Rendsburg / Flensburg. In Flensburg bei der Ausfahrt 2 1 noch mal fix im Skandinavien Park Tanken 2 und dann auf zur Grenze. Heute ist kein Wochenende mehr, und die Wartezeit an der Grenze war sehr übersichtlich. Leider ist aktuell immer noch mitten auf der Autobahn eine Grenzstelle aufgebaut, aber wir wurden mit unserem Gespann einfach durchgewunken. 3
Anschließend brachte geli den Schlafwagen über die E45 und E20 bis zur Abfahrt Kroskro und ab dort durch fantastische Landschaft um Varde herum auf die Nehrung „Holmsland Klit“ 4 zwischen Nordsee und „Ringkøbing Fjord“. Am Campingplatz angekommen bewahrheitetes sich die Aussage, bei uns müssen sie nicht buchen und sie finden immer ein Plätzchen.
Also ging es nach einem schnellen Check-in auf den Platz, eine freie Stelle mit günstiger Lage zum Stromanschluss gesucht und angefangen den Wohnwagen samt Vorzelt aufzubauen. Auf der Seite des Vorzeltes mussten wir Keile unter den Reifen legen, denn noch einmal mit Schräglage schlafen wollten wir nicht. Bis uns das richtig geglückt ist brauchten wir drei Versuche, da sich immer wieder der Wohnwagen nach dem Ausrichten noch mal verdreht hatte. Und obwohl wir den Wohnwagen als Windschutz in Richtung Nordsee aufgebaut haben, war es doch bei dem Wind ein richtiger Kampf erst die Markise und dann mit den Seitenwänden auch das Vorzelt aufzubauen. Nicht das wir das nicht schon ein paar Mal so aufgebaut haben und nicht das wir nicht schon beim letzten Aufbauen gesagt hatten wir sollten die Stangen mal markieren haben wir doch wieder so unsere Anlaufprobleme gehabt. Diese gab es auch zwischen dem Pubertier und Papa, nachdem sich beide aber etwas wieder eingekriegt hatten war auch diese Thematik vom Tisch und es wurde gemeinsam am Ziel gearbeitet.
Hier sind wir auch zu einer schönen Lösung gekommen, die TobbY in den vergangenen Wochen konstruiert und gebaut hat. Aber man sollte beim Festschrauben von Kunststoff Druckteilen vorsichtiger sein.
Nach dem Erfolgreichen Aufbau sind wir dann alle gemeinsam erst mal die Düne rauf und zur Nordsee runter gelaufen. Zum Baden war das Wasser für geli und TobbY zu kalt und die Jungs sollten bei dem Wellengang lieber auch nicht weiter als bis zur Badehose rein gehen.
Anschließend stand noch Einkaufen auf dem Plan, denn mit zwei Zuchini und einem Kopf älterem Eisbergsalat bekommt man die Nowacksche Meute nicht wirklich satt. Die Jungs wollten sich austoben und gingen zum Hüpfen auf einen der drei Hüpfhügel, während TobbY und geli nach Hvide Sande zum Einkaufen zurück gefahren sind. Hier in Dänemark gibt es keine Pflicht für medizinischen Mund-Nase Schutz beim Einkaufen und es wird mehr auf Abstand geachtet, also schön entspannt.
Von der Route kam als erstes der Fakra, ein kleiner aber nicht schlecht sortierter Supermarkt. Bis auf Milch, Jogurt und Feta haben wir eigentlich alles bekommen was wir von der Planung her für die ersten zwei Tage brauchten. Bei der Fahrt durch den Ort auf dem Weg zum Camping Platz hatten wir bereits einen ALDI erspäht den geli für Ihre weiteren Einkäufe nun noch aufsuchen wollte. Ich kann mir nicht helfen, aber einen so komplett geplünderten Supermarkt habe ich bisher noch nicht wirklich besucht. Außerdem hatten wir schon festgestellt, das da in Dänemark diese Woche die Schule wieder anfängt, der Campingplatz überwiegend in deutscher Hand ist. Dies schein aber nicht nur für den Platz, sondern auch für Stadt gelten. Und wie wir aus dem vergangenen Jahr ja schon kennen, ist es schwierig essen zu gehen und man kocht lieber selbst.
Also war auch die Sprache im ALDI eher Deutsch als Dänisch, und um dem allen noch die Krone aufzusetzen Mutter und Tochter: „Also wir brauchen dann noch Hackfleisch.“ „Aber nimm das mit 50% Rind.“ „Wie ist den das Haltbarkeitsdatum?“ „08.08.“ „Schau mal weiter hinten, da sind die frischeren“ 5 „Und google mal bitte, wie Saure Sahne heißt.“ 6 „Die Avocados sind aber zu weich.“ „Dann gehen wir morgen noch mal“ 7 Da der ALDI dermaßen geplündert war haben wir dann den Feta, das einzige was wir gefunden hatten, auch wieder in das Regal zurück gelegt und sind unverrichteter Dinge zum Spar zurückgefahren. Dort war es mit Jogurt zwar auch Essig und wir haben dann alternativ „creme fraiche“ eingepackt aber wir konnten den Einkauf abschließen und daheim mit dem Abendessen zubereiten beginnen. Anschließend waren wir alle aber auch so breit, dass wir und nur in Richtung Bett aufgemacht haben.
Aber leider hält die Pechsträne an. Mein guter Kumpel David hat uns noch im Bett liegend mit den neuesten Entwicklungen zum Thema Quad auf dem laufenden gehalten. Er hatte sich am Freitag das Quad über den Urlaub ausgeliehen, was auch so abgestimmt war. Er schraubt immer fleißig mit dran rum und hat auch geholfen es gerade erst über den TÜV zu bringen. Aber leider bedeutet ein frischer TÜV nicht, das auch alles fehlerfrei funktioniert. So wollte er gestern eine Fernfahrt auf den Kamm machen und ist gerade mal aus dem Ort rausgekommen. Dort hat sich dann Kardan Gelenk verabschiedet. Also hat er sich einen Anhänger besorgt, das Quad aufgeladen und in seine Werkstadt gebracht. Dabei musste er dann aber leider feststellen, dass nicht nur das Kardangelenk die Segel gestreckt hat, sondern der Motor wohl schon eine ganze weil Vibrieren muss und so aus dem Motorblock eine Alu Teil ausgerissen ist. Weitere Details kenne ich noch nicht, aber angesichts der Aussage meines TÜV Prüfers 8 werde ich mich wohl auch auf die Anschaffung eines neuen Wintermotorrades einstellen müssen.
- die letzte Ausfahrt vor der Bundesgrenze [↩]
- geli hat sich beim Rangieren unter die Arme greifen lassen, ansonsten uns aber gut zum Bestimmungsort gebracht [↩]
- Für geli, TobbY und Nils liegen Impfbescheinigungen vor, der Nick ist dank seines Alters in Dänemark noch außen vor [↩]
- Holmsland Düne [↩]
- Hackfleisch darf nur am Tag der Herstellung verkauft werden. [↩]
- Hierzu sei anzumerken das die Übersetzungen am Kühlregal ausgehangen waren [↩]
- Im Fakra waren die Avocados sogar im Angebot [↩]
- das war wohl der letzte TÜV [↩]















