Es ist fast ein Jahr vergangen und wir wollen uns mal wieder für 3 Wochen aus dem Ilmenauer Trott ausklinken. Es geht wieder los mit dem Wohnwagen und wegen der aktuellen Corona Situation haben wir uns dann doch noch mal für Dänemark und gegen die erst geplante Route Richtung Süd Kroatien entschieden.

Aus der Erfahrung mit den langen Strecken haben wir uns auch in diesem Jahr entschieden, im Norden noch auf der deutschen Seite Freunde in Kiel zu besuchen. Bei ihnen hatten sich mit der Geburt von Benny im vergangenen Jahr auch einige Veränderungen ergeben.

Da TobbY in der vergangenen Woche bereits Urlaub hatte, konnte er sich schon in einigen Dingen auf den Urlaub vorbereiten und gemütlich den Wohnwagen packen. Leider fing mit dem Ende der Woche die Pleiten-, Pech- und Pannensaison an. Die letzte 1) Waschmaschine mit Klamotten für den Urlaub und sie waren beim Umräumen sehr feucht. Also was ist eine naheliegende Vermutung? Richtig, die Waschmaschine hat nicht geschleudert. Also noch mal die Waschmaschine im Schleudergang anschalten. Aber … man hörte den Motor hochlaufen und die Trommel hat sich nicht bewegt. Da ist wohl was Defekt. Und leider richtig, die Trommel ist fest und lässt sich auch von Hand nicht mehr drehen. Also den Nils losgeschickt und bei Maria und Matthias gefragt, ob sie die Wäsche fix schleudern können. Dann konnte die Wäsche in den Trockner und für nach dem Urlaub steht als erster Punkt eine neue Waschmaschine auf dem Einkaufszettel.

Dann kam der zweiter Akt. Wir haben uns zu Weihnachten elektrische Stützen und ein Upgrade des Heitz Systems fürs Vorzelt gegönnt. Eine Außensteckdose für den Gasheizer und einen Auslassklappe für die Warmluft Heizung. Wohnwagen haben eine Gassystem mit 30mBar wohingegen in Deutschland ansonsten 50 mBar für Gassystem üblich sind. Also musste noch ein neuer Gasheizer her. Dieser war lange nicht im Angebot und erst kurz vor dem Urlaub wieder bestellbar. Dabei ist uns aber aufgefallen, dass diese Art des Heizers nicht gefällt und TobbY hat versucht ob sich der bereits in Dresden genutzte umbauen und weiternutzen lässt. Die Firma HPV hat uns diesen Umbau angeboten, incl. Gasprüfung und neuem Typenschild. Leider bin ich aber erst sehr spät auf die Idee gekommen, sodass wir den Heizer nur rechtzeitig zurückbekommen konnten wenn wir in den Sauren Apfel einer Expresslieferung gebissen haben. Nun war der Heizer wieder da und wurde noch vor dem Urlaub angeschlossen und getestet. Dabei fiel dann auf, dass die Kunstoffdose, in der der Anschluss verbaut war an allen vier Schrauben eingerissen ist. Also vor dem Urlaub noch mal zur Werkstatt in Ilmenau, damit die Ersatzteile bestellt werden können. Nachmittags hat dann David das Quad und den Anhänger abgeholt und wir haben gemeinsam festgestellt, das die Dose vom Warmluft Auslass auch gerissen ist, wenn auch wesentlich leichter.

Als TobbY dann dem Nils noch den Regler für den Warmluft Auslass erklären wollte ist auch noch vom Schieberegler dank zu viel Krafteinsatz etwas abgebrochen, aber dazu muss ich mir noch eine Lösung einfallen lassen.

Kommen wir aber zum Aufbruch zurück. Nachdem wir gestern eigentlich nur kurz bei der Schwiegermutter zum nachträglichen Gratulieren vorbeifahren wollten, sind wir dann doch spontan bis zum abendlichen Grillen geblieben. Also sind die letzten Dinge nicht wie geplant bereits am Samstag sondern erst am Sontag im Wohnwagen gelandet. Eine schnelle Wägung in der Schrägen Einfahrt brachte auch noch weitere Ernüchterung. Nur knappe 50 kg stützlast aber knapp 50 kg zu viel. Also noch eine Kiste Unterlegklötze raus aus dem Heck des Wohnwagens, damit jetzt wenigstens 65 kg Stützlast aber komischer Weise jetzt 55 kg zu viel. Gut dann wird die Wägung doch durch die Hanglage im Amselweg verfälscht und wir brechen mit der Beladung auf. 10% zu viel ist nicht kritisch und zur Not haben wir noch etwas Platz im Kofferraum und können etwas umlagern. Nach dem Frühstück und einem letzten Check der Liste bliesen wir dann mit ca. 20 min Verspätung zum Aufbruch.

Und trotz aller Listen und einer in unseren Augen guten Verbreitung haben wir beim Aufbruch wie immer etwas vergessen, sodass wir bereits in Ilmenau die erste Ehrenrunde drehen durften. Aber ohne Fahrzeugpapiere vom Anhänger wollten wir dann doch nicht starten. Abfahrt über die A71 dann mit immerhin 1h Verspätung.

Bei der Routenplanung und auch bei der Planung für den Fahrerwechsel haben wir uns am vergangenen Jahr orientiert. Den ersten Turn von Ilmenau bis „Bad Fallingbostel“ hat TobbY abgespult, danach war geli dran. Der Verkehrsfunk versprach 3 Staus, denen nicht sinnvoll auszuweichen war. Der erste sollte den Abschluss des ersten Streckenteils auf der A7 betreffen, den zweiten den sich gleich an den Tankstop anschließenden nur zweispurigen Streckenabschnitt der A7 von „Bad Fallingbostel“ bis „Soltau-Ost“. Der Dritte geplante Stau, der nicht sinnvoll zu umgehen ist betrifft den Elbtunnel, seine Zufahrt über die Hochstraße und den Teil bis zum Tunnel Stellingen. Hier wird an der Autobahn aktiv gebaut. Nicht geplant war der Ausflug an den Rand der Lüneburger Heide. Als wir gerade in Solltau dachten aus den Staus raus zu sein, wurde vor uns ein Stau mit 2 h Wartezeit angekündigt, da dort noch die Feuerwehr im Einsatz war und Bergungsmaßnahmen durchgeführt werden mussten. Das Navi hat schon in „Schneverdingen“ und „Bispringen“ gedrängelt, aber in „Evndorf“ sind wir dann den dringender werdenden Empfehlungen gefolgt und haben uns über Umleitungsstecken bis „Thieshope“ durchgeschlagen.

Anschließend noch durch den Elbtunnel stehen und eine interessante Streckenführung am Dreieck „Bordesholm“ erkunden und wir sind auch schon fast im Zielanflug nach Keil. Ca. 30 km vor dem Ziel überraschte uns dann noch ein Regenschauer, aber am Ziel in Quarnbeek war das Wetter wieder so weit aufgeklart das wir gemeinsam den Grill anwerfen, den Benny und den Dachausbau bewundern konnten und den Tag in Ruhe abschließen konnten.

  1. eigentlich die vorletzte[]

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