Ein Camping Urlaub im Winter biete nicht die Wettertechnischen Bedingungen wie ein Camping Urlaub im Sommer. Daher bietet es sich an, den Wohnwagen mit Vorzelt nur für die Nacht und evt. ein paar Stunden am Vormittag zu nutzen und den Tag ansonsten mit Museumsbesuchen oder einem Ausflug auf der Elbe füllen. Also haben wir gestern geplant, heute einen umfangreichen Ausflug zu machen.

Es sollte auf der Elbe mit einer Dampfschifffahrt vom Schloss Pillnitz in die Altstadt gehen 1 , und dann wollten wir uns im Verkehrsmuseum 2 bilden. Da wir aber nur eine Richtung mit der Weißen Flotte fahren wollten, hat unsere Reiseleitung eine super Idee gehabt.

Es ging vom Campinplatz zu Fuß 2,6 km und einer kurzen Fährfahrt mit der Personen- und Autofähre Kleinzschachwitz – Pillnitz 3 zum Anleger Schloss Pillnitz.

Dort haben wir uns dann eingeschifft und sind gegen 12:20 Uhr zur Schlössertour Elbabwärts bis Dresden aufgebrochen. Ein paar Eindrücke möchte ich hier mit euch teilen.

Die vielen Informationen die man über den Bordfunk zu einzelnen Gebäuden oder Sehenswürdigkeiten z.B. die Schwebebergbahn bekommen hat motiviert diese vielleicht morgen an dem noch nicht verplanten Tag zu besichtigen.

Nach der Ankunft in der Altstadt ging es dann erst mal entlang der Schlösser und Sehenswürdigkeiten an der Augustusbrücke bis zur wieder aufgebauten Frauenkirche. Direkt neben der Fraunkirche konnten wir wie geplant in Verkehrsmuseum Dresden gGmbH im Johanneum am Neumarkt gehen. Die Eintrittskarten hatte geli am Vortag online bestellt und auf dem Handy mit.

Im Museum wurde uns gleich empfohlen als erstes in den zweiten Stock zu gehen, da beim Eintreffen bereits eine Vorführung der Modelleisenbahn lief und erst dann das Museum von oben nach unten zu erkunden. So kamen wir nach dem Besuch der Modelleisenbahn in den ersten Stock und begannen den Rundgang bei der Schifffahrt und besonders bei der Flussschifffahrt der Elbe.

Ich habe mich besonders für die Methode der Kettenschleppschifffahrt der Elbe interessiert. Gerade da wir heute selbst über die Elbe hier angekommen sind, und die Kraft Strömung kennen gelernt haben. Besonders während der Fährfahrt konnte man die Kraft der Strömung beobachten. So drehte die Fähre nach dem Ablegen immer direkt in den Strom und wurde dann dennoch in die richtige Richtung abgetrieben. Und gegen eine solche Strömung mit schweren Lasten anzukämpfen, und das mit Treideln oder im Geschichtlichen Anschluss mit einem von einer Dampfmaschine angetriebenen Kettenschlepper.

Nach der Schifffahrtsausstellung ging es weiter zur Geschichte der Fliegerei. Interessant war gerade der Aspekt der Fliegerei in der DDR. So gab es neben der Lufthansa West auch eine Lufthansa Ost. Auch die Lufthansa Ost hat eine Charter Ableger gegründet, die Interflug. Nachdem es aber mit dem Namen Lufthansa im Internationalen Flugverkehr für die Lufthansa Ost Probleme gegeben hat, hat die DDR entschieden, nur noch den Namen Interflug zu verwenden.

Auch war es interessant, das die erstes Entwicklung eines deutschen Strahltreibwerkes in der DDR voran getrieben wurde. Leider war es dann der DDR nicht möglich, die Entwicklung zum entscheidenden Abschluss zu bringen oder aber rechtzeitig die nächsten Schritte einzuleiten.

Diese Erkenntnis bestätigte sich dann auch in der letzten Abteilung die aktuell geöffnet hat, die Abteilung der Straßenfahrzeuge. Neben der Geschichtlichen Entwicklung fanden sich auch eigenwillige Entwicklungen in der Sammlung oder Fahrzeuge, die über den Prototypenstatus nicht hinaus gekommen sind, obwohl sie eigentlich ihrer Zeit deutlich voraus waren, so z.B. der Wartburg 355 von 1968/69, ein Schrägheck-Coupés mit Viertaktmotor und einer glasfaserverstärktem Polyester Karosserie.

Nach der Beendigung des Museumsbesuches war es wieder spät geworden, sodass wir uns entschieden haben, doch in der Stadt Essen zu gehen und nicht am Wohnwagen noch was zu kochen. Wir wurden bei einem Mexikaner fündig, bei dem wir neben dem Abendbrot auch noch jeder einen Coctail geschlürft haben.

Danach ging es dann mit Straßenbahn und Bus heim zum Campingplatz und erschöpft ins Bett.

  1. https://www.saechsische-dampfschiffahrt.de/fahrtenangebot/schloesserfahrt/ []
  2. https://www.verkehrsmuseum-dresden.de/de/ []
  3. Die Fähre gehört zu den Dresdener Verkehrsbetrieben und so konnten wir hier gleich ein Familien Tagesticket lösen das uns auf allen Fahrten heute noch begleiten wird. []

1 Comment

  1. Kettenschlepperei müsste Dir Tobby doch bekannt sein. Im Tunnel des Kanal de Bourgogne gab ist dies doch auch. Du hattest dir das vom Papi erklären lassen und anschließend gefragt, warum unser Hausboot nicht auch angeschlossen werden kann. Wir brauchten dann nicht so sehr auf die Wände achten.

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