Wie als Camper üblich fällt bei jedem zweiten Nachbarn etwas neues auf. Beim Einfüllen von Wasser in den Tank haben wir bisher Probleme gehabt, weil der Ausgießer nicht weit genug in den Tankstutzen reicht. Heute früh hatte der Nachbar die Ideale Lösung: einen ¾“ Schlauch als Verlängerung des Ausgießers und schon passt alles.
Für den zweiten Tag haben wir einen Ausflug in ein Museum geplant. Wir haben grundsätzlich zwei Museen auf dem Plan, zum einen ein Bunkermuseum und zum andern ein Panzer und Feuerwehrfahrzeugmuseum. Also haben wir heute mit dem Feuerwehrfahrzeugmuseum nach dem Frühstück angefangen. Dort angekommen und dem obligatorischen Hände desinfizieren konnten wir das Museum betreten. Die ersten zwei Räume zeigten verschiedene historische Feuerwehrfahrzeuge, vor allem aus Aarhus 1. Das die Fahrzeuge jetzt hier ausgestellt werden, liegt vermutlich daran, das das Museum in Aarhus geschlossen wurde.
Besonders interessant fand ich den ausgestellten Kommandowagen. Es war ein Zivilfahrzeug, PKW, das im Kofferraum einen 200l Wassertank und eine Pumpe unter der Motorhaube hatte. Auch die Leitern in der Feuerwehr haben eine Wechselvolle Geschichte. Die Fahrzeuge um 1930 haben eine Anhängeleiter huckepack im Fahrzeug eingeschoben 2.Die Leiter von einem Fahrzeug sah schon sehr Mitgenommen aus, muss wohl einer direkten Beflammung ausgesetzt gewesen sein.
Und wenn wir uns über den Benzinverbrauch unseres Autos beim den Fahrten mit dem Wohnwagen ärgern 3 dann ist das noch nichts gegenüber dem Verbrauch der ersten Drehleiter. Diese brauchte 1l Benzin auf 820 m.
In der letzten Halle des Museums gab es dann die Panzer zu besichtigen. Anders als auf die Feuerwehrfahrzeuge, konnte man die Panzer besteigen und von oben in den Innenraum schauen. Diese Spielwiese haben die Kinder genutzt, während TobbY das eher weniger interessiert hat. Einzig ein weißer Leopard 1 der UN Mission im Bosnien hat mit seiner Geschichte geli und mein Interesse geweckt. Leider musste er aber aktiv in Kampfhandlungen eingreifen.
Nach dem Museumsbesuch haben wir noch den Facta Lebensmittelmarkt besucht. Dort wurden haben wir neben dem Abendessen noch ein Steak Besteck Set für 40 DKK erstehen können. Damit sollten wir das Problem der fehlenden Brötchen / Tomatenmesser hoffentlich erst mal beseitigt haben. Und wir haben noch mal 5 Maiskolben für 3 DKK/ Stk. Mitgebracht.
Anschließend ging es mit einem Abstecher am Wohnwagen zum Einlagern des Kühlgutes weiter zum Autostrand. Das Konzept ist zwar immer noch etwas Strange aber doch gerade in der Hize sehr angenehm. Also gingen alle ins Wasser und haben dann noch ein wenig Sandburg gebaut. Heute laut Schild der Wasserwacht die gleichen Bedingungen: Wasser 20° C Luft 25° C.
Nach einer Stunde im Wasser sollte es erst mal zurück gehen, aber geli und Nils haben sich über eine Muschel gestritten. Heute war nicht nur Nils sondern irgendwie auch geli auf Krawall gebürstet 4. Außerdem haben wir Nils falsch verstanden und dachten so, er würde wieder den Weg zum Camping Platz zurücklaufen wollen. Er hatte aber gedacht, das wir an der Ausfahrt auf ihn warten.
Diese Ausfahrt hat es in sich. Gestern ist TobbY gefahren und wenn man vom Strand Richtung ausfahrt rollt, ist auf der rechten Seite der Sand nicht sonderlich fest gefahren. TobbY war das nicht geheuer und ist eher mittig bis links gefahren, da ist die Straße ordentlich fest. Geli wollte einem entgegen kommenden Auto ausweichen und ist an der Engstelle nach rechts ausgewichen. Nach nicht mal 15 sec. hatte sich das Auto mit dem Beifahrer Vorderreifen so sehr eingegraben das nix mehr ging. TobbY ist dann ausgestiegen und es roch aus der Motorhaube schon deutlich nach Kupplung. Zusammen mit einem Dänen und „vier hübschen Däninnen“ 5 haben wir das Auto aber recht zügig wieder Flott bekommen.
Am Camping Platz angekommen sind wir zum Entsalzen noch eine Runde im Pool schwimmen gegangen. Dabei ist TobbY abgetaucht und muss geli am Oberarm getreten haben. Jedenfalls war für die nächsten 5 min etwas dicke Luft.
Und während ich diesen Tagesbericht geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass wir uns wohl noch eine neue Beule im Schweller vom Opel eingefangen haben müssen. So langsam wird das zur Gewohnheit.
Zum Abendessen soll es Grillgut mit Maiskolben und Salat geben. Und wir alle mussten erst mal überlegen, wie man Maiskolben für den Grill vorbereitet, denn hier gibt es die Maiskolben nicht vorgegart, sondern in Naturverpackung.






























