Da die nächste Etappe nicht so weit ist wie gestern haben wir uns entschieden, ganz gemütlich gegen 09:00 Uhr zu frühstücken. Auf die Frage von Theresa, wie viele Brötchen sie aufbacken solle, musste TobbY erst mal einschreiten, denn er mag lieber frisch gebackene als aufgebackene. Auf die Frage nach einem Bäcker habe ich dann erfahren, das in ca. 5 km in Melsdorf ein Bäcker Sonntags Brötchen verkauft.

Damit Nils ein wenig Bewegung bekommt hatte TobbY vorgeschlagen, er möge doch das Rad nehmen und fix hin fahren. Auch wen Bernhard und Theresa kein Auto besitzen und alle Fahrten mit dem Rad erledigen hat Theresa gemeint, dass der Weg zu gefährlich mit dem Fahrrad sein, da dort teilweise mit 100 km/h über die Landstraße gerast würde. Geli wollte auch nicht, also bin ich dann selbst aufgebrochen, noch mit den Wohnwagenspiegeln und der Hängerkupplung am Auto und hab den Bäcker aufgesucht.

Die Schlange zog sich einige Meter über den Dorfplatz, schön mit min. 1.5 m Abstand und im Laden waren aus den zwei Verkäuferinnen hinter einer Glasscheibe und max. zwei Kunden mit Mundschutz keine Personen. Der Laden war leer geräumt und eine Tür wurde als Eingang und eine als Ausgang benutzt. 1. Mit frischen Brötchen ging es dann zurück und auf der Wiese gab es ein Frühstück incl. der Grillreste des Abends zuvor. Vermutlich da Erntezeit ist, konnten auch die daheim gebliebenen nicht die Angekündigte Treckerparade genießen. Was wir aber noch im Bett liegend gut mitbekommen haben war die Durchfahrt eines Schiffes durch den nur knapp 1 km entfernten Nordostseekanal.

Nach dem Frühstück sind wir wieder aufgebrochen und haben uns gemütlich auf den Weg nach Dänemark gemacht. Geli hatte sich entschieden, da sie gestern nur die kürzere Strecke gefahren ist, das sie heute fahren würde. Über die Autobahn Richtung Rendsburg dann auf die A7 gen Norden Richtung Flensburg. In Handewitt noch mal fix tanken 2  und dann einreihen in den „Stau“ vor der Grenze. Für Gestern zum Dänischen Bettenwechsel waren im Radio immer 1,5 h angesagt worden, heute hatte das Radio keine Meinung zu dem Thema. Eine Meinung hatte Google und meinte + 15 min. die man auch ungefähr für die 1,5 km von Handewitt bis zur Grenze brauchte.

Wie es uns schon vor drei Jahren auf der Rückfahrt aus Österreich nach Deutschland aufgefallen ist, gibt es auch auf der A7 eigentlich nur noch eine Zollstation aber keinen Grenzübergang mehr. Aktuell haben die Dänen aber eine mobile Kontrollstelle eingerichtet. Wir hatten alle Unterlagen (Buchungsbestätigung, Personalausweise) bereit, sind dann aber einfach durchgewunken worden. Auf der Deutschen Seite ist auch ein kleiner Parkplatz und auf dem gibt es eine mobile Covid-19 Abstrichstelle 3. Bei den Dänen stand dann an der nächsten Ausfahrt ein großes Schild zum Covid – 19 Testcenter, was wir aber auch links liegen gelassen haben. Diese Testcenter scheinen sich hier an allen Grenzübergängen und internationalen Flughäfen zu finden.

Gemütlich die E45 nach Norden bis zum „Motorvejskryds Kolding Vest“ und dann über die E20 nach Westen Richtung Esbjerg. An der Ausfahrt Esbjerg N ging es dann runter von der Bahn und weiter gen Norden nach Billum. Von Billum zu den Campingplätzen geht es durch einen Truppenübungsplatz der eher an die amerikanische Prärie als an die Nordseeküste erinnert.

Und wie gestern schon berichtet, will unser Auto uns echt veralbern. Bis auf die E20 hat der rechte Blinker weiter gesponnen und war nicht zur Zusammenarbeit zu bewegen. Plötzlich als geli dann rechts blinkte um an einem Parkplatz anzuhalten klang der Blinker wieder normal und ein kurzer Check auf dem Parkplatz zeigte auch einen normal funktionierenden Blinker. Zu dem Parkplatz gibt es noch etwas auffälliges zu berichten. Obwohl durch die Hitze bedingt keiner Lust hatte dort länger als notwendig lang zu laufen haben wir eine Besonderheiten entdeckt. Auf dem Parkplatz gibt es eine Entsorgungsstation für Campingtoiletten.

Am Camping Platz angekommen konnten wir uns aus einer Liste verschiedener Stellplätze einen aussuchen und TobbY hat gleich bei einem Zugeschlagen. Dieser hatte um die Ankunfstzeit schon Schatten und lag auch sonst recht günstig. Die ganze Anlage ist da in Dänemark die Ferien bereits um sind nicht übermäßig Voll und die einziege Covid-19 Regel die ich bisher ausmachen konnte ist: Max. 8 Personen im Sanitärbereich. Diese ist aber aktuell problemlos einzuhalten.

Nach der Auswahl ist geli mit dem Wohnwagen eingefahren und wir haben erst mal den Wassertank aufgefüllt. Anschließen ging es dann auf den Stellplatz und wir haben zum ersten al den Wohnwagen für eine längere Standzeit in Betrieb genommen. Einparken und ausrichten, Strom anschließen klappt schon recht eingespielt, aber die Wasser- und vor allem die Warmwasseranlage in Betrieb nehmen hat noch ein paar Ungereimtheiten zu Tage gefördert. Die haben wir aber alle in den Griff bekommen und wenn man gerade sowieso am Unterboden zu Gange ist, dann kann man auch nach dem verbogenen Blech schauen und dies einigermaßen wieder grade biegen.

Unsere Markise haben wir dann auch das erste mal aufgebaut und gleich mit den Sturmbändern gesichert. Was wir dabei aber nicht weiter getestet haben ist die Möglichkeit des Vorzeltes, da wir dafür bei > 20° noch keinen Bedarf gesehen haben.

Als der Wohnwagen stand sind die Jungs erst mal zum Strand aufgebrochen wohingegen geli und ich einen Supermarkt aufgesucht haben. Unterwegs ist mir dann aufgefallen, dass ich mein Halstuch vergessen hatte. Dies ist aber nicht schlimm, da hier im Supermarkt keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes besteht. Auch wenn ich kein Freund diese Mund-Nasenschutzes bin, ist es doch ein komisches Gefühl, wenn man in Deutschland gerade massiv dazu erzogen wird.

Auf dem Weg zum Supermarkt ist wenige Minuten vor uns auf der Strecke ein Unfall passiert, da aber sowohl ausreichend Ersthelfer bereits vor Ort waren, und der Fahrer gerade dabei war, sein Auto über die Beifahrerseite eigenständig zu verlassen, haben wir nicht weiter angehalten. Interessant nur, das nach ca. 1h auf unserem Rückweg die Unfallstelle weder abgesperrt noch bevölkert war. Das Auto war mit einem Kreuz aus Polizei Flatterband markiert und alle waren weg.

Auf der Strecke vor dem Truppenübungsplatz finden sich in Fahrtrichtung Billund linker Hand einige Stahltiere als Kunst an der Strecke. Dies muss ich in den nächsten Tagen noch mal fotografieren, ein Bild hier aber schon mal vorab.

Wieder daheim wurde noch das Abendbrot bereite und dann sind wir alle etwas früher als sonst ins Bett gefallen. Wir müssen erst mal gemütlich im Urlaub ankommen.

  1. Warum ich das so detailliert erzähle, erfahrt ihr gegen Ende des Berichtes []
  2. An der Tankstelle wurde nicht von einem Mund-Nasenschutz sondern von einem Mund-Nasen-Tuch gesprochen []
  3. ein Telekom Bus []

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