Funkfreunde von uns sind nach ihrem Studium vor zwei Jahren nach Kiel verzogen, da sie dort beide einen guten Job gefunden haben und immer schon an die Küste wollten. Wir hatten bereits in der Planung 2019/ Anfang 2020 für uns festgelegt, das uns die Strecke Ilmenau bis Esbjerg zu weit für eine Tour ist. Ursprünglich war geplant, das wir heute bis Bad Segeberg fahren und uns dort morgen eine Vorstellung der Karl Mey Festspielen anschauen. Leider kam uns dann Korona dazwischen und alle „Großveranstaltungen“ fallen aus, so auch die Programme auf den Freilichtbühnen. Also haben wir kurzfristig bei den Freunden angefragt ob wir auf ihrem neuen gut 2000 qm großen Grundstück einen Nacht den Wohnwagen aufstellen und übernachten könne. Dies war kein Problem. Wir haben aus Ilmenau Bratwürstchen mitgebracht und dann unweit des Kaiser Willhelm Kanals 1 im Garten gegrillt und aktuelle Neuigkeinten ausgetauscht. Aber bis dort hin sind noch 800 km und einige Stunden Fahrzeit.

Los ging es nach dem wir die letzten Dinge wie Bettzeug und den Kofferraum eingeräumt hatten gegen 10:00 Uhr im Amselweg. Den Wohnwagen fahren wir mit dem Mover in und aus der Einfahrt, das ist für uns einfacher und für unsere Kupplung am Auto schonender. Dann ging es auf die Autobahn A71 Richtung Sangerhausen und am Dreieck Südharz auf die A38 Richtung Göttingen. Da mich gestern noch Peter angerufen hatte, und wir von unseren Reiseplänen berichtet haben, haben mir alle vorgeschlagen, ich soll doch in Nordhausen auf die Harzschnellstraße B243 nach Seesen wechseln. Bis Seesen lief es auch gut, nur das wir gemerkt haben, dass der Wohnwagen ein wenig schaukelt. Geli und ich wollten dann nach der Hälfte der Strecke wechseln, sodass ich erst abgeschätzt habe das dies in der Höhe von Seesen so weit wäre. Es stellte sich aber raus das ich noch min. bis Hannover weiter fahren muss. Nach gut 4h hab ich dann geli nach einer Tankstelle gefragt, da die Fahrt mit der Schrankwand einen Strudel im Tank erzeugt. Die nächste Tankstelle mit angemessenen Preisen hat die Tankapp in Bad Fallingbostel angezeigt, von unserem aktuellen Standpunk noch 4 Abfahrten. Leider kam ein paar km erst mal eine Baustelle die uns 2 gut 40 min zusätzlichen aufdrückten. Nach der Baustelle ging es dann bis Fallingbostel ohne weitere Unterbrechungen und wir konnten wechseln.

Leider will uns unser Auto irgendwie verarschen. Erst ging der rechte Blinker in der Einfahrt nicht. Dann habe ich an der Anschlussleitung zur Anhängerdose gewackelt und er ging. Während des Staus ist er dann wieder ausgefallen und ließ sich auch beim Tanken nicht zu einer erneuten Zusammenarbeit überreden.

Nach dem Wechsel auf geli ging es dann weiter die A7 in Richtung Hamburg. Der Verkehr wurde erst noch ein bisschen dichter, entspanntes sich dann aber vor dem Elbtunnel, sodass es ohne Stau aber doch im Schritttempo auf den Stau zuging. Hinter dem Elbtunnel im Tunnel Stellingen ist dann von hinten ein HLF und ein RTW gekommen. Leider konnten wir im Spiegel nicht ausmachen, auf welcher Spur sie unterwegs waren und da im Tunnel eine Einfädelspur ist, sind wir auf der „mittleren“ geblieben. Die beiden Fahrzeuge sind an uns vorbei gefahren und kurze Zeit später folgte noch eine DLAK. Die DLAK haben wir noch lange beobachten können, selbst als wir das Bundesland schon wieder verlassen hatten. Plötzlich stand die DLK dann auf unserer Spur und sicherte einen „vermutlich“ brennenden PKW ab.

Jetzt ging es weiter auf der A7 bis zum Dreieck Bordesholm Richtung Kiel und dann am Kreuz Kiel West zurück nach Rendsburg. Eine Ausfahrt weiter ging es dann runter und durch die Dörfer über Kopfsteinpflaster bis nach Quarnbek. Dort angekommen haben wir wieder den Mover genutzt um den Wohnwagen in die doch recht enge Einfahrt zu rangieren.

Nach Wohnwagen und Hausbesichtigung wurde auf der großen Wiese die Bierbank und der Grill aufgebaut. Während der Grill durchziehen mussten, habe die Jungs ihre Fahrräder vom Wohnwagen genommen und sind noch mal aufgebrochen zum Kanal. Aktuell ist Erntezeit und es fuhren immer wieder Trecker und Mähmaschinen am Grundstück vorbei und die Jungs überboten sich, den Trecker zu erkennen bevor der Typ zu lesen war. Auf dem Weg zum Kanal wollten die Jungs noch Trecker 3 anschauen und Theresa hat ihnen vorgeschlagen, doch eine Fährfahrt über den Kanal zu machen. Durch einen Vertrag [] des Kaisers Wilhelm mit den Betreiber des Kanals sind heute noch alle Fähren über den Kanal kostenfrei. Wie wir dann aber erfahren haben, haben sich die Jungs nicht getraut und es dauerte ihnen wohl auch zu lange, mit der Fähre zu fahren.

Nach dem Abendbrot und intensiven Unterhaltungen ging es für die erste Nacht ins Bett im Wohnwagen. Nach der Erfahrung zu HQ haben geli und ich für unser Bett noch Kopfstützen beschafft, was die Nacht deutlich angenehmer macht.


  1. Nord – Ostseekanals []
  2. und damit mir []
  3. vielleicht haben die Jungs in ihrem Tagebuch was dazu geschrieben: http://kinder.indiancoder.de []

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